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35 Jahre "Modellbauclub Grünberg e.V." wird mit Model-Air-Show gefeiert

von Jürgen Arnoldam 16.08.20103806 mal gelesen1 Kommentar
Modellflieger, MSC-Grünberg
Modellflieger, MSC-Grünberg
Grünberg | Die Entwicklung einer kleinen Interessengemeinschaft zu einem etablierten Verein: Historisch betrachtet begann es vor ca. 40 Jahren in einem größeren Kellerraum des früheren Grünberger Gymnasiums. Der damalige Hausmeister Friedrich Wilhelm Becker richtete dort eine Werkstatt ein und veranstaltete Bastelstunden für die Schüler der Theo-Koch-Schule. Damit war die „Keimzelle“ zum Modellbauclub Grünberg e.V. entwickelt, eine kleine Interessengemeinschaft, die eifrig und voller Leidenschaft ihre Flugmodelle aus leichtem Balsa- und Sperrholz baute.

Auf Initiative von Becker wurde beim Grünberger Wartturm; Gemarkung „In der Heide“ ein Gelände planiert. Dies war der erste Modellflugplatz und der Flugbetrieb konnte aufgenommen werden. Leider stellte es sich mit der Zeit heraus, dass keine geschlossene Grasfläche wachsen kann, da der Boden hauptsächlich aus Schlacke bestand. Durch die feinen Schlackepartikel, die in die Vergaser der Motoren eingesogen wurden, war deren Lebensdauer eher gering, wenn sie überhaupt zuverlässig zum Laufen gebracht werden konnten. Verweigert der Motor im Flug seinen Dienst, hat dies oft einen Absturz zur Folge.

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Modellsportclub (1)Faszination Modellflug (1)
Aus diesem Grund suchte Becker 1976 ein geeigneteres Fluggelände und fand es auf einer verfüllten ehemaligen Bauxitgrube. Der damalige Eigentümer ließ das Gelände einebnen und es entstand ein anschauliches Flugfeld auf dem der Verein noch heute beheimatet ist.

Auf Initiative von Becker wurde am 22. September 1974 die Eintragung in das Vereinsregister beantragt und im Jahre 1975 war der Verein amtlich existent. Auch erfolgte in diesem Jahr die Genehmigung des Geländes als Modellflugplatz. Der damalige Bürgermeister von Grünberg, Siegbert Damaschke, war leidenschaftlicher Befürworter und Unterstützer. Gleichfalls setzte er sich für die Genehmigung der Vereinshütte ein.

Der Verein setzte sich aus acht Gründungsmitgliedern zusammen: 1. Vorsitzender Friedrich Wilhelm Becker, 2. Vorsitzender Rolf Müller, Schriftführer Gerhard Reibert, Kassenwart Heinz Müller, Beisitzer Manfred Willikonsky, sowie Eckhard Klöß, Dieter Müller und Erwin Hartmann. Inzwischen war aus den „Kellerkindern“ Rolf Müller, Eckhard Klöß und Manfred Willikonsky heranwachsende Jugendliche geworden und konnten offizielle Funktionen im Verein übernehmen - eine Erfolgsgeschichte bezüglich einer sinnvollen Freizeitgestaltung von Schülern.

Gerhard Reibert kam als Jugendlicher durch die Beobachtung eines Modellflugzeuges zu diesem Sport und ist der Faszination Modellflug bis heute erlegen. Handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen, absolute Konzentrationsfähigkeit beim Fliegen und auch soziales Verhalten sind die Grundvoraussetzungen für dieses Hobby.

Beworben durch den hessischen Rundfunk gab es 1982 eine Ausstellung in der Grünberger Gallushalle. Als besondere Attraktion wurde von der Firma Märklin die Werksmodellbahn zur Verfügung gestellt, ein immenser logistischer Aufwand in der damaligen Zeit die Miniaturbahnanlage nach Grünberg zu bringen.

Initiatoren hierfür waren Herr Kämmer aus Mücke und der damalige 1. Vorsitzende Manfred Miesner.

Bis heute ist die Begeisterung für den Modellflugsport uneingeschränkt geblieben. Dies zeigt sich auch in der momentanen Anzahl von 46 Mitgliedern und in der Altersstruktur des derzeitigen Vorstandes. Der 23-jährige Michael Heil hat vor 5 Jahren den Vorsitz im Verein übernommen. Thomas Bahr ist 2. Vorsitzender und mit dem Schriftführer Oliver Stauf, Kassenwart Dustin Hübner sowie Jugendwart Steffen Münch ist der Vorstand komplettiert. Allesamt junge Männer. Eine Überalterung, wie in manch anderen Vereinen, ist daher nicht feststellbar. Wer einmal mit dem "Virus" des Modellfluges infiziert ist, bleibt auch in der Regel bis ins hohe Alter dabei.

Heil legt größten Wert auf Teamgeist. Es wird bei den Flugmodellen von unerfahrenen Mitgliedern so lange „geschraubt“, bis es zuverlässig starten kann. Auch schleppt er mit seinem Motorflugmodell unermüdlich die Segelflugzeuge der Vereinsmitglieder in den Himmel, was ihm mittlerweise seinen Spitznamen „Schleppmichel“ auf vielen Modellflugplätzen eingebracht hat. Um die Flugausbildung für jedermann zu forcieren, werden kostenlose Schnupperkurse angeboten. Flugmodell und Fernsteuerung wird vom Verein gestellt und sehr erfahrene Mitglieder schulen die Neulinge. Besonders Jugendliche werden durch die Kurse angesprochen.

Die Sanierung der Zufahrt zum Fluggelände wird das nächste größere Projekt für den Grünberger Verein sein, sowie die „Model-Air-Show 2010“ am 28. und 29. August zum 35-jährigen Jubiläum auf der die Mitglieder ihre Flugmodelle präsentieren. Mehr Infos unter: www.msc-gruenberg.de.tl

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