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Grimmich Folk Festival 2010: Grandiosem Auftakt folgte ein nasses Ende

Mit einem schwungvollen "Rodeo Drive" wurde das Abendprogramm am 2. Festivaltag eröffnet
Mit einem schwungvollen "Rodeo Drive" wurde das Abendprogramm am 2. Festivaltag eröffnet
Grünberg | "Begeistert" und "voll des Lobes" waren zahlreiche Besucher des diesjährigen Grimmich Folk Festival, das am Wochenende zahlreiche Liebhaber internationaler Folklore in die Altstadt Grünbergs lockte. Die Erwartungen an das berühmte Musikereignis, das zum 12. Mal in der hessischen Fachwerkstadt gastierte, waren hoch. Neben einem schwungvollen Musikprogramm wurden kulinarische Highlights und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für Kinder und Jugendliche organisiert. Nach einem sehr erfolgreichen Auftakt am Freitag und dem sonnigen Samstag fand die Veranstaltung am Sonntag ein jähes Ende. Aufgrund des anhaltenden Dauerregens mussten die letzten beiden Konzerte, die einen abschließenden Höhepunkt des Festivals markieren sollten, abgesagt werden.
Neben dem furiosen Auftritt der "Polkaholix" am Freitag war allen voran der Auftritt der Band "Greengrass" der Publikumsmagnet des folgenden Abends. Hunderte Zuhörer versammelten sich, um sich von den märchenhaften, irischen Klängen des Trios in ferne Länder und auf spannende Seereisen entführen zu lassen. Während Heidrun Holderbach, die Sängerin der Band, viel
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Charme mit ihrem leidenschaftlichen Gesang versprühte, entlockten Michael Böhler und Erich Fading ihren Instrumenten – Gitarre, Bodhran und einer selbst gebauten Mandoline - Melodien, die so manchen Zuhörer zum "Fantasieren" anregten. Der beschauliche Winterplatz gegenüber der monumentalen Stadtkirche erzeugte die perfekte Atmosphäre zum dahinträumen, mitschunkeln und mitsingen.
Flottere und nicht minder unterhaltsame Musik gab es parallel dazu auf den Bühnen am Marktplatz und am Diebsturm zu hören. Dort versammelten sich Anhänger amerikanischer Country- und Mountainmusic, denn die beiden Bands "Hillbilly Fever" und "Rodeo Drive" garantierten mit ihrer Spielfreude, dass jedem noch so scheuen Zeitgenossen das Tanzbein mächtig juckte. "Hillbilly Fever", ein fünfköpfiges Gespann mit einem Dutzend traditioneller Instrumente und einem rauhen, bodenständigen Gesang bot eingängige Meldodien und einfache Lieder alter Zeiten, die zum Mitsingen und Tanzen einluden. Der "Rodeo Drive" durch die frühere und heutige Countryszene mit Songs von Johnny Cash und Martina McBride und vielen anderen gefiel dem Publikum, ebenso wie die darauf folgende ostdeutsche Combo "Querdurch", die viele kurzweilige, meist deutschsprachige Lieder spielte.
Neben
Jordanos Habton und ihr Restaurantteam zeichnen sich durch ihre Gastfreundschaft und einzigartige Kochkunst aus.
Jordanos Habton und ihr Restaurantteam zeichnen sich durch ihre Gastfreundschaft und einzigartige Kochkunst aus.
dem Musikprogramm freuten sich die Besucher über ein reichhaltiges gastronomisches Angebot. Im speziell für die Veranstaltung aufgebauten "afrikanischen Dorf" zwischen Marktplatz und Stadtkirche wurden an zahlreichen kleinen Ständen diverse exotische Waren und Speisen angeboten. Das Licher Restaurant "Savanne" eröffnete mitten im Dorf eine mobile Küche, in der zahlreiche ostafrikanische Speisen vor den Augen der Gäste zubereitet wurden. Restaurantleiter Ghirmay Habton erläuterte die Besonderheit der afrikanischen Küche: "Wir bereiten unsere Speisen auf traditionelle Weise zu, mit frischen Zutaten ohne künstliche Zusätze. Zum Verfeinern benutzen wir ausschließlich frische, landestypische Gewürze, Früchte und Gemüsesorten." Im Laufe des Abends versammelten sich zahlreiche Besucher an der afrikanischen Oase zum Verweilen und Genießen und lobten den authentischen Afrikagenuss ebenso wie das Gesamtkonzept des afrikanischen Dorfes. Nebenan, am Marktplatz und in der Barfüßergasse, boten dort ansässige Gastronome diverse Spezialitäten aus Deutschland und dem Ausland an.
Am Sonntag wurde der Schlusspunkt des gelungenen Spektakels durch Dauerregen verhindert. Laut Bürgermeister Frank Ide wurden die Eintrittskassen gegen 13 Uhr besetzt und auf seine Anordnung bereits um kurz nach 14 Uhr wieder aufgehoben. Die wenigen Festivalbesucher, die danach kamen, mussten somit keinen Eintritt mehr bezahlen.
Afrikanische Rhytmen und lebensfrohe Gesänge verliehen dem afrikanischen Dorf ein exotisches Flair.
Afrikanische Rhytmen und lebensfrohe Gesänge verliehen dem afrikanischen Dorf ein exotisches Flair.
Nachdem das lateinamerikanische Ensemble "Ambar" dem schlechten Wetter mit feurigen Latino-Klängen trotzte und die wenigen anwesenden Schottland-Anhänger der Dudelsack-Band "Questwind" ebenfalls die leidenschaftlichen Klänge der Tänze und Märsche der "Highlander" genießen konnten, mussten die Auftritte der beiden letzten Bands "Dán" und "Aparatschik" auch aufgrund des Zuschauermangels abgesagt werden. Bis zuletzt hofften die Veranstalter, dass die beiden verbliebenen Bands ihre Show aufführen können. Erst gegen 17 Uhr, als feststand, dass auch der letzte Programmpunkt sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist, wurden die Bühnen von ehrenamtlichen Helfern und städtischen Mitarbeitern abgebaut. Frank Ide freut sich trotz der widrigen Umstände am Sonntag über die zahlreichen gelungenen Auftritte am Samstag: "Die Festivalbesucher am Samstag hatten deutlich mehr Grund zur Freude. Für 10 Euro konnten sie bis zwei Uhr nachts insgesamt 11 Bands ganz unterschiedlicher Musikrichtung genießen." Die 21 zahlenden Besucher am Sonntag bittet er um Verständnis und ist erfreut, dass keiner der Betroffenen den "geringfügigen Eintritt von 5 Euro zurückverlangt" hat.

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