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Ins Schwimmen geraten oder einfach dagegen schwimmen

Grünberg | Mit den Titeln „Vom Schwimmen und anderen Überlebenskünsten“ und „Schwimmen macht nicht immer nass“ zeigten die beiden Kurse Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 12 (Kursleitung: Ingrid Chiroiu) der Theo-Koch-Schule, Grünberg am 27. Mai und 1. Juni 2010 die Ergebnisse ihrer Arbeit im Theaterraum der Schule.

Bei der Erarbeitung der Eigenproduktionen stand der Satz im Mittelpunkt: Da dem Menschen die Fähigkeit zu schwimmen nicht angeboren ist, muss er sie erlernen.
Dabei wurde das Schwimmen im eigentlichen, aber vor allem im übertragenen Sinne thematisiert.
Der Mensch findet sich immer wieder ins Wasser geworfen, wird mit vielen unerwarteten Situationen konfrontiert. Eingebettet in seine Unsicherheiten, sein soziales Umfeld, schwimmt jeder Mensch zwischen Erwartung, Wertung und Selbsteinschätzung, Gefühl und Verstand. Man schwimmt mit, lässt sich treiben oder schwimmt gegen den Strom an. Unsicherheiten und Verunsicherungen in unterschiedlichen Bereichen versucht er zu überspielen, wenn er ins Schwimmen gerät. Sein Schwimmen will er nicht als Schwäche sichtbar werden lassen, obwohl alle im Grunde genommen dasselbe tun wie er, nämlich schwimmen.
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Nachdem man sich intensiv mit unterschiedlichen Texten auseinandergesetzt hatte, wurden die einzelnen Szenen der Collage von den Schülerinnen und Schülern der Kurse in unterschiedlichen methodischen Ansätzen entwickelt und mit theatralen Mitteln ausgestaltet. So waren Sachtexte, Redewendungen, Definitionen, Lieder sowie Auszüge aus literarischen Texten von u.a. J. von Düffel, Brecht, Enzensberger zum Thema Schwimmen Grundlage der szenischen Arbeit.
Chorische Sequenzen wechselten sich in fließenden und harmonisch gestalteten Übergängen mit Einzel- oder Gruppensequenzen ab, die das Schwimmen in unterschiedlichen Situationen beleuchteten, und mit viel Spielfreude, Präsenz und ausdrucksstarkem Spiel von den Akteuren dargestellt wurden.
Obwohl die Schülerinnen und Schüler der beiden Kurse sich mit demselben Thema befasst hatten, entstanden zwei unterschiedliche Produktionen, die beide sehr unterhaltsam und kurzweilig, z. T. nachdenklich stimmend den Zuschauern dargeboten wurden.
Die gelungenen Aufführungen wurden vom Publikum mit nachhaltigem Applaus belohnt. Dabei wurde mancher Zuschauer gelegentlich auch an das eigene Schwimmen in alltäglichen Situationen erinnert.

 
 
 

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