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Bürgerreporter Hans Lind: Gärtner, Sportfan, Internetuser

Sopha und Hans Lind.
Sopha und Hans Lind.
Grünberg | Er ist zwar kein gebürtiger Grünberger, aber er lebt nun schon seit 33 Jahren in der Fachwerkstadt. Aufgewachsen ist Hans Lind in Saasen; dort besuchte der 64-Jährige auch die Schule. 1959 hat er dann seine Lehre bei der Post begonnen und ist dem Unternehmen bis zur Rente treu geblieben. „Ich habe dort als kleiner Lehrjunge angefangen, habe zahlreiche Abteilungen durchlaufen, bis ich schließlich zum Personaleinsatzleiter aufgestiegen war.“ In dieser Funktion agierte er nach dem Motto „geben und nehmen“. Er habe immer Verständnis für seine Kolleginnen und Kollegen gezeigt. Die allein erziehende Mutter mit dem kranken Kind hätte ebenso auf ihn hoffen können, wie der junge Bursche, der am Tag nach der Kirmes nicht so fitt war. Aber eines konnte er nicht leiden: Wenn man ihn belogen habe. Und das gilt auch für den privaten Bereich. Ehrlichkeit ist für ihn ebenso wichtig, wie Verlässlichkeit. Als seine erste Ehe in die Brüche ging, habe sich deutlich gezeigt, wer auch in schwerer Zeit ein Freund ist – und wer nicht.
„Diese Trennung war ein Tiefpunkt in meinem Leben“. Sagt er. Aber nicht der einzige; der gläubige
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Christ hat zwei seiner drei Kinder beerdigen müssen. Das hat ihn zwar „sehr weit nach unten, aber nicht ganz auf den Boden gedrückt!“ Um das alles zu verkraften, habe ihm auch sein Glaube geholfen. Vor diesem Hintergrund überrascht diese Antwort nicht allzu sehr: „Wenn ich nicht der wäre, der ich bin, dann wäre ich gern ... Pfarrer“. Denn dann hätte er die Möglichkeit, den Menschen mitzuteilen, wie das Leben sein könnte. Aber ihm ist auch bewusst, dass er damit eher die Älteren erreichen würde. Jüngere Menschen seien oft mit anderen Dingen beschäftigt, aber das ändere sich manchmal im Laufe eines Lebens.
Der bekennende Volksmusikfan – „Ich mochte diese Musik schon als ganz junger Mann!“ - ist bodenständig. Das sagt er von sich und seine Frau Sopha sieht das genauso. Sie schätze an ihm zudem seine Ehrlichkeit und dass er eine enge Bindung zu seiner Frau suche. Das beruhe auf Gegenseitigkeit, freut sich der Rentner. „Ich habe im Leben vieles genommen bekommen, aber dann habe ich meine zweite Frau kennengelernt. Das war ein Geschenk!“ Seit 2000 sind die beiden nun verheiratet und teilen viele Interessen miteinander. Sie beide mögen Fußball – sein Kinderberufswunsch war es, Fußballer zu werden – lesen gerne Zeitung und gehen gern
Hans Lind.
Hans Lind.
spazieren. „Jeden Tag mindestens eine Stunde.“ Dann gehen sie auf die Queckborner Höhe und genießen die schöne Landschaft. „Und den Wind. Der bläst dort oben und sorgt für phantastische Wolkenspiele!“ Davon hat er auch schon einige Fotos für die GZ geschossen. Er ist schon lange Bürgerreporter, denn er hat dieses neue Format für sich entdeckt. „Bei der GZ werden sehr viele Meinungen vertreten und Themen geboten. Diese Vielfalt finde ich spannend“.
Neben all ihren Aktivitäten haben die Linds im Frühjahr und Sommer jede Menge Arbeit. Ein riesiges Grundstück und ein Nutzgarten fordern ihren Tribut. Und das genießen die beiden, denn sie mögen die Natur und sind gern draußen. Nachdem er zuvor einige Zeit in Hungen und Reiskirchen gewohnt hatte, war Hans Lind 1979 in diesem Haus gezogen. Er und seine Frau leben gerne dort. „Wir haben sehr nette Nachbarn, alle Geschäfte und Ärzte, die wir brauchen, sind vor Ort. Wir fühlen uns wohl.“
Wenn dem Rentner bei all seinen Hobbys noch etwas Zeit bleibt, liest er gern Sachbücher. Dabei kann es um medizinische Themen ebenso gehen, wie sportliche. Biographien von Fußballern braucht er jedoch nicht. „An Netzer, Hölzenbein und Co. kann ich mich noch sehr gut erinnern. Und allzu privates möchte ich von denen gar nicht wissen!“ lacht er.
Seine Bodenständigkeit spiegelt sich übrigens auch bei seiner Begeisterung für Bayern wider. Er geht gern im Berchtesgardener Land wandern und außerdem mag er die dortige Mentalität. Doch der Mittelhesse kann sich ebenso für die thailändische Heimat seiner Frau begeistern. Nur die große Armut, die dort herrscht, schockiert ihn, das würde er sich anders wünschen, nicht nur für die Menschen in Thailand.

Sopha und Hans Lind.
Sopha und Hans Lind. 
Hans Lind.
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von:  Simone Linne

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Simone Linne
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