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Forderung nach nachhaltigem und flexiblen Gestaltungskonzept für Grünbergs Kindergärten

Grünberg | Tobias Lux konnte sich bei seinem Besuch in sämtlichen sieben Kindergärten genaue Einblicke in die Raum- und Arbeitssituation verschaffen und in Gesprächen mit den Erzieherinnen die individuellen Probleme vor Ort hautnah erfahren. Hierbei habe er erleben können, welche hervorragende Arbeit die Erzieherinnen in Grünbergs Kindergärten leisten und wie intensiv sie mit deren Weiterentwicklung befasst seien. Deren Engagement gelte es seitens der Politik laufend zu begleiten und sichtbarer als bislang erfolgt zu unterstützen. Er und die SPD-Fraktion wollten mit ihren Besuchen in Grünbergs Kindergärten den Beginn einer kontinuierlichen Unterstützung für deren laufende und künftige Arbeit markieren, so Lux. Denn der Erhalt und die Weiterentwicklung der lebendigen vorschulischen Pädagogik sei vornehmste Aufgabe kommunaler Politik, und das innerhalb ausreichender und gesicherter räumlicher Bedingungen. Jedoch dürfe die Politik angesichts eines erforderlichen geschlossenen und nachhaltigen Handlungskonzeptes für sämtliche Grünberger Kindergärten nicht in „Schnellschüsse“ ausweichen, wie dies gerade vor kurzem mit der
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Forderung des Bürgermeisters nach einem dritten Kindergarten in der Kernstadt versucht wurde. Stattdessen sei das Stadtoberhaupt aufzufordern, nun endlich mit allen Beteiligten das notwendige tragfähige Gesamtkonzept zu entwickeln, das auch finanzierbar sein müsse. Nur so werde Handlungsverantwortung deutlich, alles andere sei „politisches Laienspiel“.
Die Forderung des Gesamtelternbeirates nach dem Motto „Unsere Kinder sind unsere Zukunft“ könne er voll unterstreichen. Leider sei in der Vergangenheit seitens des Bürgermeisters versäumt worden, rechtzeitig drohende Engpässe in der Entwicklung der Grünberger Kindergärten zu erkennen und dann dem Stadtparlament zu deren Behebung das dazu notwendige Gesamtkonzept vorzulegen.
Nach seinem gewonnenen Überblick, so Lux, fehle ein realistisches Konzept für die Kleinkinder unter 3 Jahren (U3), wobei durch Anbauten und veränderbare Gruppenzuschnitte (Regelgruppen, Familiengruppen und Krabbelgruppen) Plätze für U3-Kinder in allen Einrichtungen geschaffen werden könnten. Somit wären bei einer möglichen Gesamtzahl von 510 Kindergartenplätzen insgesamt 75 Plätze für U3-Kinder leistbar. Außerdem sollten auch Bestrebungen innerhalb der Elternschaft nach Waldkindergartengruppen (siehe Freienseen) unterstützt werden. Sollte es vorübergehend zu Belastungsspitzen in der räumlichen Unterbringung kommen, müsste gegebenenfalls auch über die Anmietung von geeigneten Räumlichkeiten nachgedacht werden. Auch müsste in die Überlegungen für ein tragbares Gesamtkonzept der Bereich „Tagesmütter“ einbezogen und wirkungsvoll unterstützt werden. Insgesamt müsste für die Zukunft ein konzeptionelles Netzwerk in der vorschulischen Pädagogik entwickelt werden, das stärker als bisher nach flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten suche.
In diesem Zusammenhang sollte auch die Bereitschaft innerhalb Grünbergs Firmen zur Schaffung von Betriebskindergärten ausgelotet werden. Hierfür gebe es von der EU, der Bundesregierung und dem Land Hessen hohe Zuschüsse für deren Einrichtung und laufenden Betrieb. Eine solche Möglichkeit biete den Unternehmen den Vorteil, junge Fachkräfte zu gewinnen und Mitarbeiterinnen im Erziehungsurlaub eine schnellere Rückkehr in die Arbeit zu verschaffen. Für die Eltern erwachse aus einer derartigen Einrichtung eine bessere Möglichkeit, Betreuungszeiten für ihre Kinder der täglichen Arbeit in der Firma anpassen zu können, sowie kürzere Wege und keine Betreuungsprobleme in den Ferienzeiten. Lux sagt allen Unternehmen, die diesen Weg gehen wollen, seine Unterstützung zu.
„Wir – und damit meine ich alle Beteiligten, wie Politik, Erzieherinnen und Eltern – müssen in sinnvollen und machbaren Lösungen denken und nach diesen handeln, wobei eine kreative und flexible Vernetzung aller Möglichkeiten notwendig ist“, so Lux.

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