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Wandern und Informationen auf dem Erzweg Mitte

Grünberg | Individuelle Begehungen sind auch in der vom Coronavirus betroffenen Zeit möglich

Warum Erzweg und wo gab´s denn hier Bergbau? Diese Fragen mag sich der Wanderer stellen, wenn er als Ortsunkundiger die Fluren der Gemeinde Mücke durchstreift. Man will es nicht glauben, dass vor rund 100 Jahren hunderte Bürger aus der engeren Heimat ihr Auskommen in den hiesigen Eisenerzgruben fanden. Aber wenn man weiß, wo und was man zu suchen hat, kann man noch viele Relikte der damaligen Anlagen finden. Und genau dieses Wissen möchte die Projektgruppe Erzweg mit ihrer Arbeit vermitteln. Und so war für den kommenden Sonntag eine geführte Wanderung auf dem Erzweg Mitte geplant. Die tragischen Ereignisse der vergangenen Wochen erlauben nun aber keine Führung von Gruppen auf dieser Strecke. Daran hält sich selbstverständlich auch die Projektgruppe Erzweg und verzichtet auf Führungen. Dem interessierten Wanderer ist es aber freigestellt, den Erzweg Mitte im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten individuell zu erkunden. Der Weg ist mit Wegführungsschildern gut erkennbar. Ergänzend dazu soll der hier abgedruckte Streckenplan
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als Orientierung dienen. Vorgeschlagen ist darauf die Wanderung im Uhrzeigersinn. Entsprechend sind auch die einzelnen Stationen nummeriert. Die Wanderung beginnt an der Infotafel am Bahnhof Mücke (1) mit einer Basisinformation über den Bergbau im vorderen Vogelsberg. Auf der Tafelrückseite (1a) wird auf den Bahnhof selbst, seine Entwicklung und seine enorme Bedeutung im Laufe der letzten 150 Jahre eingegangen. Der Bahnhof Mücke war auch Standort der ersten Verladestation für Eisenerz von der Seilbahn auf Schienenfahrzeuge in weitem Umkreis. Weiter führt der Weg vom Bahnhof über die Trasse der längst stillgelegten Strecke Mücke – Laubach und kreuzt die B 49, deren Straßenrand vor fast 150 Jahren eine Grubenbahn von der Grube Antonie zu der ersten Erzwäsche des gesamten Reviers im vorderen Vogelsberges säumte. Über Seilbahnen und Winkelstationen informieren die Inhalte der Tafeln 2 und 2a, hinter denen der Weg nach Osten in den Grund zwischen Flensungen und Ilsdorf abbiegt. Auf dieser Strecke sind links als bewaldete Erhebung der allererste Schlammteich der Region und rechts neben dem Flensunger Hof der Schlammteichhügel der ehemaligen Grube Emil zu erkennen. Über Ilsdorf gelangt der Wanderer zur Tafel an dem Gelände der Grube Ilsdorf (3), die auch Angaben zur Grube Mücke enthält. Von der Grube Ilsdorf zur Erzwäsche Luse muss auf einem kurzen Streckenabschnitt die Landstraße benutzt werden. Die Tafel Luse (4) informiert über die dort stationierte Erzwäsche Luse und die südöstlich davon gelegene Grube Luse. Nach der Wanderung über das weit ausgedehnte Schlammteichgelände der Erzwäsche Luse berührt man nach dem Queren der Straße die Grube Luse und wandert weiter durch Flur und Wald nach Ilsdorf-Solms. Hier wird wiederum eine Straße überquert. Südöstlich von Ilsdorf-Solms befand sich eine so genannte Seilbahn-Winkelstation, die auch einen Abzweig enthielt. Auf der Tafel (5) wird sowohl darauf als auch auf den etwa 100 m weiter gelegenen Anschluss des östlichen Verbindungsweges vom Erzweg Mitte zum Erzweg Süd hingewiesen. Über den Schlammteichdamm der Grube Emil mit Tafel (6) gelangt man durch den Ortsteil Flensunger Hof zum geografischen Mittelpunkt Hessens an der B 276. Hier besteht eine zweite Möglichkeit des Einstiegs auf den Erzweg Mitte, was auf Tafel (7) nachzulesen ist. Der Beschilderung folgend führt der Weg durch Flensungen zur Grube Sophie ((8) mit dem Anschluss zum westlichen Verbindungsweg Mücke – Süd. Weiter auf dem Schlammteichdamm der Grube Sophie erreicht man nach dem Überqueren der B 49 die Tafel an der Grube Antonie (9). Nun müssen die Bahngleise überschritten werden, um zum Gelände der Aufbereitung Mücke (10) zu kommen. Entlang der Grube Ludwigssegen erreicht man Merlau und gelangt bald zum ehemaligen Verwaltungsgebäude der Gewerkschaft Louise (12), der heutigen Gemeindeverwaltung Mücke. Auf der Straße und der Fußgängerbrücke über den Bahnkörper führt der Weg zum Ausgangspunkt zurück. Der Erzweg Mitte ist 12 km lang erfordert eine Wegzeit von 4 bis 5 Stunden. Sowohl an der Tafel 2 als auch in Ilsdorf-Solms ist der Weg auf verschieden lange Strecken teilbar. In der Feldflur und auf den Schlammteichen führt die Strecke über Natur belassene Wege. Dafür ist entsprechende Ausrüstung erforderlich. Weitere Informationen zum Erzweg Mitte, auch eine Streckenkarte, im Internet unter www.erzwanderweg.de oder bei Werner Wißner, Telefon 06400/8218.

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von:  Karl-Ernst Lind

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Karl-Ernst Lind
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