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Unterwegs auf dem Hochrhöner von Bad Kissingen zum Roten Moor

die Pilgergruppe vor dem NABU-Haus am Roten Moor
die Pilgergruppe vor dem NABU-Haus am Roten Moor
Grünberg | Im Wandel der vier Jahreszeiten pilgern durch die Kuppenrhön und die Lange Rhön

Der Hochrhöner ist ein Fernwanderweg, der sich 175 km durch das Herz Deutschlands über die Ländergrenzen von Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt. Er führt von Bad Kissingen bis nach Bad Salzungen. 150 km davon verlaufen im Biosphärenreservat Rhön. Der Hauptweg führt von Deutschlands bekanntester Kurstadt Bad Kissingen über das Franziskanerkloster Kreuzberg und dem Roten Moor.

Dekan Norbert Heide hatte zum Pilgern auf dem Hochrhöner im Wandel der vier Jahreszeiten eingeladen. Zur Wintertour hatten sich 20 Personen angemeldet.

Start der dreitägigen Tour war der weltbekannte Kurort Bad Kissingen. Vom Bahnhof führte der Weg an der Fränkischen Saale entlang, vorbei an den Kuranlagen, dem Rosengarten, dem Bismarckdenkmal, der alten Saline, durch das romantische Kaskadental zum Wildpark Klaushof. Nach einem Aufstieg war die St. Oswald Kirche in Stralsbach mit dem schönen Rokokoaltar von 1760 erreicht. Ziel des ersten Tages war Frauenroth mit dem Zisterzienserkloster, welches von dem Minnesänger Otto von Bodenlauben errichtet wurde.
Das Gästehaus Hohe Rhön in Bischofsheim war das Domizil für die Pilgertour.

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Rotes Moor (2)Kreuzberg (2)Dekan Norbert Heide (197)Bad Kissingen (1)
Am zweiten Tag startete die Etappe in Frauenroth. Auf aufgeweichten Waldwegen ging es Richtung Premich zur katholischen St. Laurentius Kirche, die dem heiligen Laurentius von Rom geweiht ist. Hier erzählte Dekan Norbert Heide von den Emmaus-Jüngern: Zwei Jünger, die sich drei Tage nach Jesu Kreuzigung von Jerusalem auf den Weg in das benachbarte Örtchen Emmaus machen. Beide sind niedergeschlagen und hoffnungslos, denn Jesus – ihr Meister – wurde hingerichtet und sein Leichnam offenbar gestohlen, denn das Grab, das sie besucht hatten, war leer gewesen. Über all das unterhalten sich die beiden Jünger, als sich ihnen unterwegs ein unbekannter Wanderer anschließt. Erst bei einer Rast - als er am Abend das Brot mit ihnen teilt – erkennen die Jünger, dass es sich bei dem Fremden um Jesus handelt. Denn er teilt das Brot genauso, wie er es bei ihrem letzten Abendmahl vor der Kreuzigung getan hatte. Die Geschichte handelte von Glauben, Lüge, Liebe und Wahrheit.

Von Premich nach Langenleiten erfolgte ein stetiger Anstieg bis die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die Dorfkirche von Langenleiten, erreicht war. Der Weg auf den Kreuzberg ist sicher nicht der bequemste, doch besonders schön. Von Wald umgebene Wiesen, Ausblicke und zahlreiche Bäche liegen auf dem Weg. Nachdem der Jakobussteg überquert war, ging es im Schnee steil bergauf zum Franziskanerkloster auf dem Kreuzberg. Seit Jahrhunderten pilgern Gläubige auf den Kreuzberg, der auch „Heiliger Berg der Franken“ genannt wird.

Die letzte Etappe begann mit einem steilen Abstieg vom Kreuzberg im Schnee in Richtung Oberweißenbrunn, dem höchstgelegenen Dorf in Unterfranken, das sich zu einem Wintersportzentrum entwickelt hat. Hier war die Tageslosung „Liebe deine Feinde“ Thema der Andacht von Dekan Heide. Auf Wiesenwegen führte der Weg im Schnee zum NABU-Haus am Roten Moor, dem Ziel der Drei-Tages-Tour auf dem Hochrhöner. Insgesamt wurden 46 km zurückgelegt.

die Pilgergruppe vor dem NABU-Haus am Roten Moor
Romantisches Kaskadental
Kloster Kreuzberg
Herrliche Ausblicke
NABU Haus am Roten Moor
Blick auf die Wasserkuppe

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