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Unterwegs auf dem Lutherweg 1521

Grünberg | Von Schellnhausen nach Romrod 12 km zurückgelegt

In Schellnhausen wurde erstmals die 50er Teilnehmermarke seit Beginn der Pilgerwanderungen mit Dekan Norbert Heide geknackt. 50 Pilger starteten bei strahlend blauem Himmel zur 10. Etappe auf dem Lutherweg 1521.

Pilgerleiter in Ausbildung Roland Albert gab Informationen über das Feldatal, bekannt durch seine Mühlen und Nagelschmieden. Bis in das 18. Jahrhundert hinein waren 19 Mühlen und ein Eisenhammer im Feldatal in Betrieb.

Auf den gut ausgeschilderten Feld- und Wiesenwegen führt der Lutherweg oberhalb von Groß-Felda vorbei. Nach dem Morgengebet und einer Andacht über die geschwisterliche Liebe von Dekan Norbert Heide wurden die Pilger gebeten, den Weg schweigend fortzusetzen, um sich Gedanken darüber zu machen, wer schon jemandem geholfen hat und wie man dies tun könnte.

Aufwändig gestaltete Rastplätze, wie hier am Dautzenröder Teich, wurden entlang des Pilgerweges eingerichtet. Hier war eine kurze Pause zur Stärkung angesagt. Dekan Heide las eine weitere Geschichte von Martin Luther und den Frauen:
Luthers Bild der Frau ist vom Sündenfall geprägt: die verführerische Eva als Hauptschuldige.
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Die Verheiratung von Nonnen – kein Akt der Frauenbefreiung. Die aus den Klöstern geflohenen Nonnen mussten durch Ehen versorgt werden. In einer Gesellschaft mit wenig Rechten für die Frau waren sie unter den Schutz eines Mannes zu stellen. Pragmatisch betätigte sich Luther als Heiratsvermittler, der mit seinem Beispiel voran ging: Er heiratete die ehemalige Nonne Katharina von Bora.

500 Jahre nach Luthers ketzerischen Judenschriften vereint sich hier ein historischer Judenpfad - mit Schautafeln zur jüdischen Geschichte und zu Besonderheiten im Vogelsberg - mit dem Lutherweg.

Das Naturschutzgebiet „Buchhölzer Teich“ umfasst den namensgebenden Teich mit seiner ausgedehnten Ufervegetation. Der Teich selbst war wegen Restaurierungsarbeiten ohne Wasser. Auf gut begehbaren Wegen – am Wegrand konnte man die ersten Frühlingsblüher sowie eine große Schafherde und immer wieder die Windkraftanlagen entdecken – näherten sich die Pilger Romrod.

Die Schlosskirche wurde in unmittelbarer Nähe zum Schloss zwischen 1676-1680 erbaut.
Der regionstypische Saalbau sowie der Sakristeianbau an der Nordseite bestehen aus Bruchsteinen. Der Glockenturm wurde in seiner heutigen Form 1694 errichtet. An der West- und Südseite befinden sich frühbarocke Sandstein-Portale. Die dreiseitigen, zweigeschossigen Emporen und die Kanzel mit Schnitzereien sowie der Taufstein stammen aus der Bauzeit.

Das Schloss, vermutlich im 12. Jahrhundert als Wasserburg errichtet, ist heute im Besitz des Landes Hessen. Nach einer Instandsetzung beherbergt es heute ein mehrfach prämiertes Eventhotel.

Abschluss der Pilgertour war in der Geschäftsstelle des Lutherweges 1521, die in der hier ansässigen Museumsscheune untergebracht ist. Hier wurden die Pilger mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Bernd Rausch, der „Erfinder des Lutherweges 1521“ informierte über seine Arbeit im Verein.

Die 11. Etappe führt am Karsamstag, 20. April 2019 von Romrod nach Eifa (ca. 16 km).

Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Infos erhalten Sie im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

 
 
Gruppenfoto der Pilger
Gruppenfoto der Pilger 
Dautzenröder Teich
Dautzenröder Teich 
 
 
Blick auf Ev. Schloßkirche Romrod und Schloß 1
Blick auf Ev.... 
 

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von:  Irmgard Dechert

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Irmgard Dechert
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