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Monster - Menschen - Abenteuer - Eine Ausstellung von Studierenden des Instituts für Altertumswissenschaften der Justus-Liebig-Universität

Karin Bautz, Frank Ide, Silvia Linker, Prof. Dr. Anja Klöckner, Wolfgang Hofheinz, Dr. Matthias Recke, Jan Schneider (Foto: Museum im Spital Grünberg)
Karin Bautz, Frank Ide, Silvia Linker, Prof. Dr. Anja Klöckner, Wolfgang Hofheinz, Dr. Matthias Recke, Jan Schneider (Foto: Museum im Spital Grünberg)
Grünberg | Monster - Menschen - Abenteuer.
Mischwesen der Antike, die ist eine Ausstellung von Studierenden des Instituts für Altertumswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Die Austellung findet vom 17. Mai - 19. Juli statt.

Zur Ausstellung
In der antiken griechischen Kunst wimmelt es von den erstaunlichsten Kreaturen. Die meisten von ihnen leben – so die antike Vorstellung – an den Rändern der bekannten Welt, in Gegenden, die zugänglich sind, aber voller Gefahren stecken: Hohe Gebirge, dunkle Wälder und das tiefe Meer. An solchen Orten können Vögel Frauenköpfe haben, menschenartige Wesen Pferdeschwänze, Bocksbeine oder Hufe aufweisen, und in der Regel werden diese Kreaturen allesamt als Bedrohung für die zivilisierte Welt angesehen.
Viele dieser Mischwesen sind weiblich, und ein Teil der Forschung deutet dies so, dass sich hier die Furcht des Mannes vor dem Ewig-Weiblichen manifestiert. Aber noch für jedes dieser Monster (und zwar gleich welchen Geschlechts) findet sich in der griechischen Mythologie ein strahlender (und meist) jugendlicher Held, der es bezwingt.
Männliche Mischwesen wie etwa
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Grünberg (1833)
Kentauren und Satyrn verkörpern auf der anderen Seite auch häufig menschliche Urtriebe, die, von den Fesseln der Zivilisation nur sehr unzureichend gebändigt, in jedermann schlummern und die unter emotionalem Stress oder dem enthemmenden Einfluss des Weines herausbrechen - die animalische Seite des Menschen. Bezeichnenderweise finden sich die meisten der hier ausgestellten Darstellungen auch auf Gefäßen, die beim Trinkgelage verwendet wurden.

Zur Kooperation
Die traditionsreiche Gießener Antikensammlung wurde 1826 offiziell gegründet, geht in ihren Anfängen aber bis in das 18. Jh. zurück. Ursprünglich für Lehr- und Studienzwecke am archäologischen Institut einrichtet, bildet sie heute einen festen Bestandteil der örtlichen Museumslandschaft. Aus der Universität in die Stadt, aus dem akademischen Zirkel in die breite Öffentlichkeit – das ist eine Leitlinie in der Entwicklung der Sammlung und eine Maßgabe für die Zukunft.
Es ist deswegen nur folgerichtig, dass immer wieder Ausstellungen stattfinden, die von den Studierenden und Mitarbeitern des Instituts gemeinsam geplant, erarbeitet und durchgeführt werden. Die Sammlung wird damit zu einem lebendigen Ort des Lehrens und des Lernens. Die Gestaltung einer eigenen Ausstellung bildet für die Studierenden häufig den ersten Schritt im Bereich der Museums- und Öffentlichkeitsarbeit und bietet für ihre Ausbildung eine große Chance. Gerade der berufsorientierte Praxisbezug solcher Ausstellungsprojekte macht den Studiengang Archäologie in Gießen überregional attraktiv. Die hier zu sehende Ausstellung ist Resultat eines museumsdidaktischen Seminars unter Leitung von Dr. Matthias Recke, Kustos der Gießener Antikensammlung, und wurde von den Archäologiestudenten Christian Beck, Peter Hofmann, Katharina Luley, Murat Özgen, Anja Pabst, Jan Schneider, Alicia Sosnowski und Melanie Werntges konzipiert und gestaltet. Sie bildet den Auftakt für eine enge Zusammenarbeit zwischen der Antikensammlung der JLU und dem Museum im Spital Grünberg.

Bürgermeister Frank Ide und Professor Dr. Anja Klöckner, Leiterin des Instituts für Altertumswissenschaften Klassische Archäologie an der JLU freuen sich auf interessante Ausstellungskooperationen. Museumsleiterin Karin Bautz und Dr. Matthias Recke, stellen Pläne und konkrete Projektideen für die künftige Zusammenarbeit vor,

Das Grünberger Museum, das im Herbst 2007 eröffnet wurde, bietet nach Abschluss der Ausbauarbeiten im Sonderausstellungsbereich attraktive Möglichkeiten zur Präsentation. In der Großvitrine im Eingangsbereich des Museums können kleinere Projekte vorgestellt werden. Der Sonderausstellungsbereich im hinteren Teil des historischen Fachwerkbaus bietet auf 100 m² einen Raum von großer Schlichtheit und Eleganz und damit äußerst ansprechende Ausstellungsmöglichkeiten. Außer der ständigen Ausstellung zu den Themen Stadt- und Klostergeschichte sowie der Präsentation zum Leben und Werk des Grünberger Ethnologen und Forschungsreisenden Theodor Koch-Grünberg wird mit der Partnerschaft der beiden Einrichtungen ein weiterer attraktiver Themenbereich künftig im Rahmen von Sonderausstellungen präsentiert werden können.

Im Jahr 2009 wird in Grünberg an den 225. Geburtstag des Altertumswissenschaftlers Friedrich Gottlieb Welcker, der 1784 in Grünberg geboren wurde und im Jahr 1809 in Gießen zum Professor der „griechischen Literatur und Archäologie“ ernannt wurde erinnert. Im November wird Dr. Matthias Recke als Gast des Grünberger Museums den Werdegang des Wissenschaftlers und seine Bedeutung in der Wissenschaftsgeschichte vorstellen.

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