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Grünbergerin Michaela Kucera von der "Jugend-Olympiade" in Buenos Aires überwältigt

Prominenter Besuch erhielt das deutsche 3X3-Team bei der Jugend-Olympiade in Buenos Aires: IOC-Präsident Dr. Thomas Bach mit Michaela Kucera (links) und Emma Eichmeyer.
Prominenter Besuch erhielt das deutsche 3X3-Team bei der Jugend-Olympiade in Buenos Aires: IOC-Präsident Dr. Thomas Bach mit Michaela Kucera (links) und Emma Eichmeyer.
Grünberg | Vom 08.-18. Oktober 2018 fanden in Buenos Aires (Argentinien) für 2.000 junge Sportlerinnen und Sportler aus 206 Ländern die Youth Olympic Games (YOG) 2018 statt.

In der neuen Basketball-Disziplin "3X3" (gespielt wir 3gegen3 auf einen Korb), die ab 2020 olympischen "Status" bekommt, war Deutschland mit einer weiblichen Mannschaft vertreten. Mit der Grünberger Basketball-Internatsschülerin Michaela Kucera (Bender Baskets) war auch eine hessische Athletin bei diesem Großereignis dabei.

Wo siehst Du die gravierendsten Unterschiede zwischen "3X3" und 5gegen5 ?

Die neue Disziplin "3x3" ist deutlich schneller und dynamischer. Man hat nur 12 Sekunden für jeden Angriff und daher müssen alle Entscheidungen super schnell getroffen werden. Dies gilt auch für das Umschalten von Angriff auf Verteidigung und umgedreht.

Im Format "3X3" sind vor allem Allrounder gefragt. Man hat deutlich mehr Platz auf dem Feld, es kommt daher häufig zu Eins-Gegen-Eins-Situationen. Alle Spielerinnen sollten aber auch gute Distanzwerferinnen sein.

Gleichzeitig ist man nicht so sehr an die Spielsysteme gebunden wie beim Hallenformat Fünf-Gegen-Fünf, so dass man selbst sehr viel kreativer sein muss. Dennoch muss man auch als 3er-Team harmonieren und die Schwächen des Gegners schnell erkennen. Alles ohne Hilfe vom Trainer, da man beim "3X3" während des Spieles nicht gecoacht werden darf.


Was bedeutet für Dich die Teilnahme an der Jugend-Olympiade (YOG) und und welche Eindrücke hast Du mitgenommen, vor allem außerhalb des Spielfeldes?


Die Teilnahme an den YOG bedeutet mir unglaublich viel! So eine Erfahrung werde ich nie wieder machen können, denn es war einfach so unfassbar einzigartig!

Es war sehr interessant wie sich die Spotler innerhalb der deutschen Delegation verstanden haben, aber auch mit anderen Nationen sind wir sehr viel in Kontakt gekommen. Es war sehr cool dass bei den YOG auch so viel Wert auf learn und share gelegt wurde, denn dadurch konnten wir während unseres Aufenthaltes auch sehr viel über Argentinien und speziell Buenos Aires lernen, was bei den normalen Olympischen spielen eher weniger der Fall ist. Dies hat uns die deutschen Leichtathletin Gina Lückenkemper erzählt, die wir in Buenos Aires getroffen haben.


Wie bist Du mit dem sportlichen Abschneiden zufrieden und wo siehst Du die Zukunft der neuen Disziplin 3X3 ?


Unser Ziel war eigentlich das Erreichen des Viertelfinales. In der Gruppenphase bedeuteten allerdings zwei Siege und zwei Niederlagen das Aus und daher bin natürlich unzufrieden. Insgesamt war unser Abschneiden in Buenos Aires aber realistisch.

Leider hatten wir zur falschen Zeit einen schlechten Tag.... aber so ist das nun einmal beim Sport.


Die Zukunftsperspektive von 3x3 ist in meinen Augen sehr positiv. Ich denke es wird zwar noch einige Zeit dauern bis die neue Disziplin von allen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, aber die Aufmerksamkeit ist auf jeden Fall schon deutlich größer geworden und spätestens nach der Olympiade 2020 in Tokio ist 3X3 überall angekommen.


Was sind Deine persönlichen Ziele in der aktuellen Spielzeit?

Ich möchte mit der WNBL in der U18-Bundesliga, als auch mit den Bender Baskets eine bestmögliche Saison spielen und so weit wie möglich kommen. Für mich persönlich ist es natürlich das Ziel mein Leistungspotential voll auszuschöpfen und mich sportlich weiterzuentwickeln. Allgemein steht für mich an erster Stelle, dass wir als Team gut zusammenspielen und uns gegenseitig besser machen.


Hast Du schon Pläne für die Zeit nach dem Abitur?


Ich könnte mir vorstellen in die USA aufs College zu gehen, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Eine andere Option wäre es für mich in Deutschland in Richtung Jura zu studieren und weiter leistungsorientiert Basketball zu spielen.


Welche Bedeutung hat das Basketballinternat (BTI) in Grünberg für Deine sportliche Entwicklung und würdest Du jungen Talenten ebenfalls zu diesem Schritt raten?


Das BTI war auf alle Fälle die richtige Entscheidung für mich und hat mir sowohl in meiner sportlichen als auch in meiner persönlichen Entwicklung sehr viel weitergeholfen.

Hier in Grünberg wird Schule und Leistungssport hervorragend und gleichberechtigt koordiniert, man hat überaus qualifizierte Trainer und Wettkampfmöglichkeiten auf höchstem Niveau direkt vor Ort.

Man muss allerdings auch bereit sein, sich auch außerhalb des Basketballfeldes gut zu organisieren und da gehört eine gewisse Selbstständigkeit dazu.

Es macht mir auf jeden Fall viel Spaß hier in Grünberg und ich bin sehr froh diese Entscheidung getroffen zu haben.

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