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Vernunftkraft-Kundgebung vor Hessischer Staatskanzlei in Wiesbaden

Harry Neumann, Gründer und Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (Foto: Hermann Dirr)
Harry Neumann, Gründer und Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (Foto: Hermann Dirr)
Grünberg | (Wiesbaden am 22.09.2018)
Im Rahmen der politischen Veranstaltungen zur Landtagswahl in Hessen hatte Vernunftkraft Hessen e.V. zu einer Kundgebung nach Wiesbaden eingeladen. Rolf Zimmermann, Vorsitzender von Vernunftkraft Hessen betonte gleich zu Beginn: „Es ist wichtig den Menschen in unserem Land zu verdeutlichen, dass weder die Schwarz-Grüne Landesregierung noch SPD noch Linke ein Interesse daran haben, der großflächigen Zerstörung unserer Wälder durch den Bau von Windkraftanlagen Einhalt zu gebieten“. Das Gegenteil ist der Fall.

Harry Neumann, Gründer und Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V., erinnerte in seinem Vortrag an den kürzlich verstorbenen Musiker und leidenschaftlichen Kämpfer Enoch zu Guttenberg, der sich Zeit seines Lebens für den Schutz von Mensch und Natur und gegen Windkraftanlagen im Wald engagierte.
Unter großem Beifall der zahlreichen Zuhörer forderte Harry Neumann: Keine einzige Windindustrieanlage im Odenwald, auch nicht im Spessart und anderswo, in keinem Wald, in keinem Naturpark, in keinem Landschaftsschutzgebiet, in keinem Vogelschutzgebiet. Wir brauchen keine einzige Windindustrieanlage mehr!

Dr. Björn Peters, Ressortleiter Energiepolitik bei Deutscher Arbeitgeber Verband e.V., forderte die künftige Landesregierung auf eine Energiepolitik jenseits aller Tabus und Denkverbote zu starten. „Die derzeitige Energiepolitik bringt dem Klima nichts. Stattdessen wurde mit der Einführung des EEG die größte wirtschaftliche Umverteilungsmaschinerie in Gang gesetzt die Deutschland je gesehen hat“. In seinem Beitrag belegte er, dass ein Vier-Personen-Haushalt jährlich mit rund 4.000 Euro für EEG, Stromsteuer, Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer belastet wird. Abgaben die gerade einkommensschwache Haushalte treffen.

Landrat a.D. Matthias Wilkes (CDU) kritisierte die im Landtag vertretenen Parteien für ihre falschen Wahlversprechen zur Stärkung des ländlichen Raumes. „Aufgrund der derzeitigen Klimapolitik und dem Festhalten am ungebremsten Ausbau der Windkraft wird der ländliche Raum weiter in Abseits geschoben. Die einzigen, die sich beim Thema Windkraftanlagen wohlfühlen und gut einschlafen können sind die Städter, die sich für Gutmenschen halten und mit den Windkraftanlagen auf dem Land ihr Klima-Gewissen beruhigen.“
Abschließend stellte Wilkes klar, dass Landräte durchaus Einfluss darauf hätten,
http://www.vernunftkraft-hessen.de
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ob Windkraftanlagen in ihren Landkreisen gebaut würden oder nicht. Während seiner Amtszeit hatte er Windkraftanlagen verhindert, indem er den Projektierern zu verstehen gab, dass er der erste Bürger in seinem Landkreis sei, der sich gegen Windkraftanlagen einsetze und seine Mitbürger bei den gerichtlichen Verfahren unterstütze.

Rene Rock, Vorsitzender und Energiepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, betonte dass es auch in seiner Partei eines längeren Prozesses bedurfte, um die Mitglieder vom richtigen Weg in der Klimapolitik zu überzeugen. Mittlerweile wurden die wichtigen - in Verbindung mit Vernunftkraft erarbeiteten - Kernforderungen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene in die Wahlprogramme übernommen und sind bei nahezu 100-prozentiger Zustimmung Beschlusslage der Freien Demokraten.
Rock bekräftigte in seiner Rede die Aussage von Landrat a.D. Wilkes, der ländliche Raum sei für den Städter die moralische Ausgleichsfläche für dessen Energieverbrauch. Er betonte, dass für ihn das Thema Energiepolitik ein maßgeblicher Punkt bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl und ausschlaggebend für eine Regierungsbeteiligung in Hessen sei.

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
27.969
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.10.2018 um 12:06 Uhr
Wenn keine Windkraftanlagen, wo kommt dann der Strom her der verbraucht wird?
96
Heiko Schmidt aus Grünberg schrieb am 13.10.2018 um 02:11 Uhr
Gegenfrage: Wo kommt der Strom her wenn kein Wind oder zu schwacher Wind weht?
Es ist eine Illusion zu glauben, dass Windkraft (zusammen mit anderen sogenannten erneuerbaren Energien) eine sichere Energieversorgung gewährleisten könnte.
Elektrischer Strom muss genau in dem Moment verfügbar sein in dem man ihn benötigt. Speicher um eine mehrtägige Dunkelflaute zu überbrücken sind aktuell unrealistisch bzw. nicht finanzierbar und alles andere als umweltfreundlich.
Wir haben aktuell schon recht viele Windkraftanlagen.
Eine ehrliche Bilanz dazu würde vielen die Augen öffnen.
Aber es wird viel Geld damit verdient und das wird auch für Propaganda für die angeblich gute Sache und immer weiter und mehr genutzt.
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von:  Heiko Schmidt

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