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"Grenzenlos" - Ausstellung des Fotokünstlers C.A. Barnikol im Homberger Schloss

von Annette Bückam 02.08.201836112 mal gelesen1 Kommentar
Grünberg | „Ist das gemalt?“, „Wie kann man ein Bild hören?“ „Was wurde denn da fotografiert?“ - das sind nur einige der Fragen, die sich Besucher der Ausstellung „Grenzenlos“ im Homberger Schloss stellen – und nicht nur sich, sondern auch dem Künstler C.A. Barnikol, der bei der Eröffnung am vergangenen Sonntag gerne Rede und Antwort stand und seine Exponate mit großem Enthusiasmus erläuterte. Seit einigen Jahren arbeitet der Pohlheimer Fotokünstler in verschiedenen Projekten an den Grenzen der Fotografie. Durch eine besondere Aufnahmetechnik gelingt es ihm in „Zwischenwelten“, Formen, Farben und Strukturen entstehen zu lassen, die scheinbar gar nicht vor der Kamera waren und eher wie Gemälde wirken. In einem Folgeprojekt formt er aus diesen Bildern Skulpturen und überschreitet damit die Grenze der Zweidimensionalität. Experimente mit Fehlern, die in digitale Bilder eingebaut werden, stehen im Mittelpunkt der „Digitalen Vergänglichkeit“. Diese eröffnet den Übergang vom perfekten Bild in eine fehlerhafte, aber nicht minder attraktive Version der ursprünglichen Fotografie.
Im Rahmen der elften Auflage von „Ohm sweet Ohm“
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hatte die Kommission für Kunst und Kultur der Stadt Homberg C. A. Barnikol für die traditionelle Ausstellung in den Räumen des Schlosses gewonnen. Dieser hat den besonderen Reiz des alten Gemäuers schnell erkannt und es ist ihm gelungen, die breite Palette seiner Kunstwerke dort in besonderer Weise in Szene zu setzen.
Die Begrüßung des Künstlers und der zahlreichen Gäste übernahm Anne Weißhuhn im Namen der Kulturkommission, sie zeigte sich sehr erfreut darüber, dass es gelungen ist, eine so interessante Ausstellung zu gestalten. Anschließend spannte Michael Lübeck mit seinen einführenden Worten zum Thema „Grenzenlos“ einen weiten Bogen über die einzelnen Bereiche der Ausstellung. Diese sind durch unterschiedliche Techniken sehr wohl voneinander abgegrenzt, gleichsam ist aber auch „alles mit allem“ verbunden. Der Pfarrer zog dabei auch Parallelen zu den menschlichen Grenzen und ermutigte die Ausstellungsbesucher, die eigenen kritisch zu hinterfragen, Perspektiven zu wechseln und mit den Möglichkeiten zu experimentieren – ganz so, wie der Künstler es mit seinen Exponaten aufgezeigt hat.
Farbenfrohe Bilder, die Leichtigkeit und Lebensfreude ausdrücken aber auch sehr geheimnisvoll wirken, dominieren den größten Ausstellungsraum.
Die aus den Bilder geformten Skulpturen haben auf sehr reizvolle Weise Platz in Kästen, Schubladen, einem alten Koffer und Fachgewerken gefunden. Auf großes Interesse sind die „Zwischenwürfel“ gestoßen, bei diesem Projekt wurden drei Viertel eines Bildes so in einen Würfel gefaltet, dass wiederum ganz neuen Bilder und Perspektiven entstehen. Ein weiterer Raum ist dem Projekt „Digitale Vergänglichkeit“ gewidmet. Überaus interessant fanden die Besucher schließlich auch die Antwort auf die Frage „Wie klingt ein Bild?“ Wiederum ausgehend von der Bilddatei hat der Künstler hier einen Klang erzeugt, der faszinierenderweise das Bild hörbar macht. Auch den umgekehrten Weg hat er beschritten und aus dem Klang eines plätschernden Bachlaufs ein Bild entstehen lassen. Über all dem schweben Fragmente von Fotografien, die Barnikol bei der ersten Besichtigung der Räume gemacht hat und die somit eine Zwischenwelt aus Zeit und Raum spiegeln.
Die insgesamt sehr gelungene und anregende Ausstellung ist noch bis zum 19.8. jeweils Sonntags von 14 bis 18 Uhr im Homberger Schloss zu sehen, am 12. und 19.8. steht C. A. Barnikol persönlich für Erläuterungen zur Verfügung.

 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
20.590
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 02.08.2018 um 13:46 Uhr
Macht sich gut im Schloss. An einem der nächsten Sonntage werde ich es mir ansehen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Annette Bück

von:  Annette Bück

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