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Freie Wähler: Nach Ablehnung des Kindergartenneubaus sind Alternativen gefragt

Grünberg | Aus Grünberg eine zukunftsfähige und für junge Familien attraktive Stadt zu machen ist eines der wichtigsten Anliegen der Freien Wähler und des von ihnen gestellten und unterstützten Bürgermeisters Frank Ide. Dazu gehört die Bereitstellung von ausreichenden Plätzen im Regelkindergarten für Kinder ab drei Jahren, sowie die Schaffung von zusätzlichen Plätzen für die Betreuung der unter Dreijährigen. Ohnehin hat sich Grünberg nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2008 dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2013 einem Anteil von 35 Prozent der unter Dreijährigen in Grünberg einen Platz in einer städtischen Kindertagesstätte anbieten zu können. Und dies bedeutet nach einfacher Rechnung, dass alleine hierfür innerhalb von knapp vier Jahren rund 70 Betreuungsplätze zu schaffen sind.
Diese Erweiterung ist nach Ansicht der Freien Wähler in den momentan bestehenden Einrichtungen nicht ohne weiteren Verlust an Betreuungsqualität zu realisieren. So ist kaum zumutbar, dass in den Kindertagesstätten in Grünberg-Rondell oder in Queckborn noch eine fünfte Regelgruppe per Anbau Einzug hält. Sollte dann
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noch die U3-Betreuung hinzukommen, würden sechs Gruppen in diesen Kindergärten sein. Einrichtungen mit einer derart großen Anzahl an Gruppen sind jedoch selten in unserer Region zu finden, da eine hohe Kinderzahl, der damit wachsende Unruhepegel und die damit ebenfalls einher gehende räumliche Enge für die Betreuung nicht förderlich sind. Daher sind auch die Freien Wähler entschieden gegen eine solch schlechte Lösung. Und deshalb sind hier Alternativen gefragt.
In diesem Jahr läuft der Mietvertrag für den Container im Kindergarten Rondell aus. Ziel ist es, die Container-Lösung zu beenden und diesen Kindern einen Platz im „festen Haus“ anzubieten. Dies ist für die Freien Wähler grundsätzlich begrüßenswert. Per Stadtverordnetenbeschluss soll dies nun durch einen Anbau erreicht werden. Dies wird von den Freien Wählern nicht als die optimalste Lösung angesehen, sondern als derzeit einzig möglichen Kompromiss. Die Gelder hierfür werden über das Konjunkturprogramm bereitgestellt. Dieser Anbau ist so zu errichten, dass zukünftig die U3-Betreuung darin möglich ist.
Bei den Anbauplanungen in den Kindergärten ist generell darauf zu achten, dass „bedarfsgerecht“ gebaut wird. Das soll heißen, dass möglichst dort die zusätzlichen Plätze geschaffen werden sollten, wo entsprechend den Zukunftsprognosen auch die Mehrzahl der zusätzlich zu betreuenden Kinder leben. Das Anmieten von geeigneten Liegenschaften in der Kernstadt könnte in die weitere Betrachtung mit einfließen. Ob dafür Zuwendungen aus Landes- oder Bundesmittel gezahlt werden, ist dabei zu prüfen.
Grundsätzlich wird sich die Betreuung unserer Kinder in der Zukunft in vielen Bereichen ändern. Die Aspekte Bildung, spezielle Förderung von Kindern und ganzheitliche Entwicklung des Kindes sind Punkte die noch mehr in den Focus geraten und beachtet werden müssen. So müssen wir zum Beispiel akzeptieren, dass Kindergarten-Kinder immer weniger eine homogene Gruppe sind, sondern dass hier verschiedene Altersgruppe, Sozialisationen, Entwicklungsstufen, Bertreuungsintensitäten, Betreuungszeiten und Elternansprüche zunehmend eine größere Vielfalt und Flexibilität von Betreuungskonzeptionen erforderlich machen werden. Diese Entwicklung, bis hin zu Familienzentren, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren und sollten bei allen künftig anstehenden Entscheidungen berücksichtigt werden.

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