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Pilgern auf dem Rennsteig - Bei der Wintertour wurden 50 km zurückgelegt

Start in Hörschel
Start in Hörschel
Grünberg | 14 Pilger starteten mit Dekan Norbert Heide nach Eisenach, um den Rennsteig im Wandel der Jahreszeiten auf dem historischen Kammweg durch den Thüringer Wald von Hörschel nach Blankenstein an der Saale in vier Mehrtagstouren im Laufe des Jahres zu erkunden.

Am ersten Tag führte der Rundweg an alten historischen Villen, die im Jugendstil errichtet wurden, und am Prinzenteich vorbei. Im Mariental war der Ausgangspunkt für die Wanderung durch die Drachenschlucht. Das in den Fels gehauene über sieben Meter hohe "M" erinnert an die russische Zarentochter Maria Pawlowna (1786-1859), eine Großherzogin, die sich sehr für Künste und Kultur einsetzte.

Die Drachenschlucht ist ein geologisches Naturdenkmal mit einer 198 m langen Klamm, in der man auf Stegen über einen Bach läuft zwischen hohen bemoosten Felsen. Die engsten Stellen sind nur 70 cm breit. Am Ende erreicht man das ehemalige Jagdschloss, welches 1747 von Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar erbaut wurde, von dem er einen Blick zur Wartburg hatte. An dem Schlossturm war eine vergoldete Sonne angebracht. Diese Sonne gab dem 1906 errichteten Schlossnachbau
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seinen Namen. Die jetzige Ruine diente lange Zeit als Ausflugslokal. Jetzt ist der Grill-Imbiss „Hohe Sonne“ eine Anlaufstelle für Wanderer. Weiter führte der Weg an den Schutzhütten Krumme Kehre und Wilde Sau vorbei, bis zur Wartburg und zurück nach Eisenach.

Am zweiten Tag begann die 1. Etappe in Hörschel, dem Tor zum Rennsteig. Nach altem Brauch entnehmen die Wanderer einen Stein aus der Werra, um ihn am Ende der Wanderung in Blankenstein in die Saale oder Selbitz zu werfen. Nach einer Andacht von Dekan Heide folgten die Pilger dem weißen „R“ auf schneebedeckten Wegen. Der Förthaer Tunnel mit einer Länge von 549 m ist der älteste Tunnel Deutschlands und unterquert den Rennsteig. Seit 1858 ist er Bestandteil der Bahnverbindung Eisenach – Coburg. An der Schutzhütte „Wilde Sau“ steht ein aus Sandstein gefertigtes Steinkreuz als Denkmal – möglicherweise lag dem ein Jagdunfall oder ein Eifersuchtsdrama zugrunde. Immer wieder waren Anstiege und vom Sturm entwurzelte und abgebrochene Bäume zu überwinden bis das Tagesziel Ascherbrück erreicht war.

Der dritte Tag war nach heftigem Schneefall auch wieder eine Herausforderung. Durch eine traumhafte Winterlandschaft mussten große Steigungen bewältigt werden, bis der 916 m hohe Inselsberg erreicht war. Abwärts führte der Weg zur Grenzwiese, dem Ziel der Wintertour.

Das kirchliche Haus Hainstein war Domizil der Pilgertour. Hier konnte man nach den Tagestouren entspannen bei gutem Essen und gemütlichen Zimmern mit herrlichem Ausblick auf die Wartburg.

Die nächste Pilgertour auf dem „Lutherweg 1521“ führt am Samstag, 3. Februar 2018 von Bad Vilbel nach Okarben. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am Bahnhof in Grünberg. Nähere Informationen Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

Start in Hörschel
Start in Hörschel 
Drachenschlucht bei Eisenach
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Burschenschaftsdenkmal
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Wartburg
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Auf dem großen Inselsberg - Ziel erreicht
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Blick vom Inselsberg
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Herrliche WInterlandschaft
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Irmgard Dechert
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