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Herbstliche Äktschentage in und um Frankfurt

Die Pilgergruppe
Die Pilgergruppe
Grünberg | Text: Dekanatjugendreferent Raphael Maninger
Foto: Ingo Berner

Das Pilgern ist eine bewährte religiöse Tradition. Man ist mit seinem ganzen Menschsein unterwegs, entkommt dem Alltag und öffnet sich für spirituelle Fragen. Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums bietet es sich an, Wege von Martin Luther nachzuvollziehen. Im Falle der Pilgerfreizeit des Dekanates Grünberg vom 09.-12.10.2017 meint nachvollziehen sowohl die Wegstrecke von Nauheim nach Bad Vilbel, die Luther 1521 zurücklegte, als auch zu ergründen wie die Reformation den individuellen christlichen Glauben revolutionierte. Die erste Etappe führte einen Großteil der Reisegruppe im Frühjahr von Worms, wo 1521 bekanntlich der Reichstag stattfand, bis nach Nauheim. Zu den Äktschentagen im Herbst gesellten sich noch Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Grünberg hinzu, um auf den Spuren Luthers zu wandeln. Erneut formierte sich also eine sehr heterogene Reisegruppe, vom Schulkind bis zum Senioren. Dekan Norbert Heide organisierte die Freizeit und wurde durch den Dekanatsjugendreferenten Raphael Maninger unterstützt.

Die erste Etappe führte die
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Äktschen-Tage (7)Lutherweg 1521 (9)Dekanat Norbert Heide (1)
Reisegruppe von Nauheim nach Walldorf. Durch Verzögerungen im Bahnverkehr mussten sich die Pilgerinnen und Pilger jedoch sputen um in der Frankfurter Jugendherberge noch zu Abend zu essen. Thematisch ging es während den Äktschentagen um Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. In Kirchen oder an markanten Wegpunkten entlang des gut ausgeschilderten Weges wurden Andachten gefeiert oder kurze geistliche Impulse vermittelt. Zudem bot sich die Möglichkeit im Gemeindehaus der Frankfurter Dreikönigsgemeinde gemeinsame Abende zu gestalten.

Am zweiten Tag ging es von Walldorf hauptsächlich über Waldwege nach Neu Isenburg. Ohne Reisestrapazen konnte nun auch jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ihr oder sein eigenes Tempo wählen und am Abend individuell das Pilgerheft verzieren. Ein Spielerbend in Kleingruppen zum Thema Freiheit rundete den Tag ab.

Am dritten Tag führte die Route von Neu Isenburg in die große Stadt Frankfurt. Da dies die kürzeste Etappe war, gab es am Nachmittag Freizeit für Museumsbesuche oder Shopping. Abends traf sich die Gruppe zu einem Quizabend.
Die letzten Kilometer der Äktschentage führten die Pilgerinnen und Pilger von Frankfurt nach Bad Vilbel. Bei der Rückreise schloss sich der Kreis, denn durch Zugausfälle und Verspätungen kam die Gruppe zwar deutlich später als geplant, aber dennoch bester Laune in Grünberg an.

Insgesamt zeigte sich, dass die Heterogenität der Reisegruppe nicht nur auf die spannende Thematik zurückzuführen war, sondern auch auf das intergenerative Bedürfnis nach Auszeiten vom Alltag und Entschleunigung.

Auch 2018 wird es wieder Pilgerreisen des Dekanates geben. Was diese Kombination aus Wandern und christlichen Elementen so besonders macht und warum es so passend ist sich dem eigenen Glauben beim Pilgern zu nähern, beschreibt Martin Luther:

„Das christliche Leben ist nicht ein Frommsein,
sondern ein Frommwerden,
nicht Gesundsein, sondern Gesundwerden,
nicht Sein, sondern ein Werden,
nicht Ruhe, sondern eine Übung.
Wir sind`s noch nicht, wir werdens aber.
Es ist noch nicht getan und geschehen,
es ist aber im Gang und im Schwang.
Es ist nicht das Ende aber der Weg.“

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.469
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 15.01.2018 um 18:38 Uhr
Bekommen die Kinder da keine Angst? Wenn man sie vor ein jämmerliches am Kreuze hängendes Männlein stellt?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Irmgard Dechert

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Interessensgebiet: Grünberg
Irmgard Dechert
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