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Wenn Luther heute reisen würde ...

auf der Ruine der Buirg Wartenberg
auf der Ruine der Buirg Wartenberg
Grünberg | Von Lauterbach nach Großenlüder 15 km entlang der Vogelsbergbahn zurückgelegt

30 Pilger starteten am Bahnhof in Lauterbach, um die siebte Etappe auf der Strecke der Vogelsbergbahn von Gießen nach Fulda mit Dekan Norbert Heide zu erkunden.

Bei bewölktem Himmel, aber trockenem Herbstwetter war nach 4 km der Bahnhof Angersbach erreicht. Unterwegs standen die Pilger vor einer geschlossenen Schranke, die erst bei Anruf geöffnet wurde. Die Vogelsbergbahn war einige Male auf der Strecke zu sehen, da der Weg an der Bahnlinie entlang führte.

Im Lauterbacher Graben, zwischen Angersbach und Bad Salzschlirf, auf einem Hügel hebt sich die Ruine der Burg Wartenberg, die um 1200 erbaut wurde, aus der Landschaft empor. Durch Abt Bertho II. von Fulda wurde sie 1265 zerstört. Nachdem die Burgruine den umliegenden Dörfern jahrhundertelang als Steinbruch gedient hatte, wurden 1850 und 1914 erstmals Ausgrabungsversuche unternommen, die aber wenig erfolgreich waren. 1938 bis 1940 erfolgte die Ausgrabung und Erforschung der Kernburg und von Teilen der Vorderburg durch Karl Maurer und seine Angersbacher Helfer. 1978 wurden erste Restaurierungsarbeiten durchgeführt und 1983 der Turmstumpf aufgestockt. 10 Jahre später wurde der Torbogen am Eingang errichtet. Archäologische Grabungen, Restaurierung der Außenmauern und Errichtung des Brunnens führten dazu, dass die Burg Wartenberg als Kulturdenkmal erkannt wurde. Vom Turm aus hat man eine fantastische Sicht über das Lautertal im Vogelsberg. Unter einem Kreuz in der Ruine war ein schöner Ort für eine Andacht.
Als der Bahnhof von Bad Salzschlirf passiert war, erreichten die Pilger die Ev. Kirche des Ortes. Hier war der Organist am Üben und die Pilger sangen ein Lied dazu. An einer Bushaltestelle am Weg las Dekan Heide eine Geschichte aus dem Leben von Martin Luther vor. Der Thesenanschlag und seine Folgen waren das Thema.
Schon vor dem 31.10.1517 hatte Luther sich in Predigten gegen den Ablasshandel ausgesprochen. An diesem Tage aber schreibt er an seine kirchlichen Vorgesetzten. Er hofft, damit den Missstand beheben zu können. Den Briefen legt er 95 Thesen bei, die als Grundlage für eine Verteidigung zu diesem Thema dienen sollten.

Weiter führte der Weg nach Großenlüder, an den östlichen Ausläufern des Vogelsberges gelegen. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Finkenberg mit 420 m.
Durch die Gemeinde fließt der Fluss Lüder, der drei Orten der Gemeinde den Namen gab. In den Auen des Flusses befindet sich eine Salzquelle. Bis 1997 war diese an das Heilbad Bad Salzschlirf verpachtet.

Am Bahnhof in Großenlüder angekommen, wurde die Rückreise mit der Vogelsbergbahn nach Grünberg angetreten.

Die achte und letzte Etappe von Bahnhof zu Bahnhof entlang der Vogelsbergbahn führt am Samstag, 16. Dezember 2017 von Großenlüder nach Fulda (ca. 17 km). Treffpunkt ist um 8.00 Uhr am Bahnhof in Grünberg. Nähere Informationen im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

auf der Ruine der Buirg Wartenberg
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Ev. Kirche in Bad Salzschlirf
Ev. Kirche in Bad... 
 
Burgruine Wartenberg
Burgruine Wartenberg 
Burgruine von oben
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