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Wenn Luther heute reisen würde - Von Gemünden nach Zell 15 km entlang der Vogelsbergbahn zurückgelegt

Grünberg | 30 Pilger starteten am Bahnhof in Burg-Gemünden, um die vierte Etappe auf der Strecke der Vogelsbergbahn von Gießen nach Fulda mit Dekan Norbert Heide zu erkunden.

Bei herrlichem Frühlingswetter konnten sich die Pilger an leuchtenden Rapsfeldern erfreuen. An einer geschlossenen Schranke außerhalb von Nieder-Gemünden mussten die Teilnehmer warten bis die Schranke nach einem Anruf geöffnet wurde. In Rülfenrod führte der Weg an der alten Schule vorbei. Am Bahnhof in Ehringshausen hielt Dekan Norbert Heide eine kurze Andacht und das Lied „Weißt du wo der Himmel ist“ wurde gesungen.

Das Dorf Ehringshausen ist seit dem 31. Dezember 1971 ein Ortsteil der Gemeinde Gemünden (Felda) im Vogelsbergkreis in Hessen und liegt im Tal der Felda. Innerhalb der Gemarkung Ehringshausen befinden sich zwei Wüstungen, Langenhain und Mehlbach, sowie zwei Hügelgräberanlagen.

Auf gut ausgebauten Feld- und Wiesenwegen gelangte man zu der Bürgermeister Marek Eiche. Hier las Dekan Heide aus dem Leben Martin Luthers:

Auf väterlichen Wunsch setzte Luther zum Sommersemester 1505 sein Studium an der Juristenfakultät fort. Doch am 2. Juli 1505 wurde er nach dem Besuch seiner Eltern in Mansfeld auf dem Rückweg nach Erfurt bei Stotternheim von einem schweren Gewitter überrascht, hatte Todesangst und rief zur Heiligen Anna, der Mutter Marias: „Hilf du, heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“ Weshalb der junge Luther gerade dieses Gelübde ablegte und einen kirchlichen Lebensweg einschlug, erklärt sich weder aus seiner Erziehung noch seiner Todesangst.
Vorerst gegen den Willen seines Vaters trat er am 17. Juli 1505 in das Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt ein. Hier übte er die Ordensregeln so genau und streng aus, dass er schon am 27. Februar 1507 zum Diakon und am 4. April desselben Jahres zum Priester geweiht wurde. Trotz täglicher Bußübungen gab Luther große Gewissensnöte an. Er hatte Angst, dass er Gottes Forderungen nicht erfüllen kann.

Nach insgesamt 15 km war Zell erreicht. Es liegt 310m ü. NN und ist mit 683 Einwohnern der zweitgrößte Ort der Großgemeinde Romrod. Der Ort ist bereits 825 erwähnt und hat sich wohl aus einer Mönchssiedlung entwickelt. Die im gleichen Jahr eingeweihte und Mitte des 13. Jahrhunderts neu eingerichtete Kirche war Mittelpunkt des Kirchspiels. Im Jahr 1488 wurde der heute als Prunkstück geltende Taufstein angeschafft.

Ein weiteres erwähnenswertes Ereignis aus dem Dreißigjährigen Krieg ist die Plünderung der Kirche und des Dorfes am 7. Juni 1637 durch die niederhessischen Truppen aus Ziegenhain, welches zum bekannten Ohmeser Gefecht führte.
Am Bahnhof in Zell wurde die Rückfahrt nach Grünberg angetreten.

Die fünfte Etappe von Bahnhof zu Bahnhof entlang der Vogelsbergbahn führt am Samstag, 10.Juni von Zell nach Renzendorf (ca. 15 km). Treffpunkt ist um 8.00 Uhr am Bahnhof in Grünberg. Nähere Informationen im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

 
 
Andacht am Bahnhof Ehringshausen
Andacht am Bahnhof... 
 
 
 

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