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Großer Andrang beim 10-jährigen Jubiläumsfest

Festzelt beim Jubiläumsfest
Festzelt beim Jubiläumsfest
Grünberg | Mehr als 250 Gäste, Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter und Freunde besuchten am Samstag das Sommer- und Jubiläumsfest zum 10-jährigen Bestehen des Seniorenhauses Lumdatal in Rabenau-Londorf. In seiner Laudatio betonte der Gießener Neurologe und Psychiater Jürgen Rieke, dass auf Basis der Fundamente „Glück und Erfolg" sowie der Prinzipien „Autonomie, Heimat, Betreuung, Pflege sowie Humor" das Seniorenhaus Lumdatal zu „einer Heimat für viele“ geworden sei. Zudem habe sich die Einrichtung „prächtig entwickelt" und sei zu einem „integralen Bestandteil der großen Community Rabenau-Londorf“ geworden. Ebenso äußerten sich in Grußworten Vertreter der Gemeinde Rabenau, der Stadt Allendorf/Lumda und des Vereins für häusliche Krankenpflege Allendorf sowie der geschäftsführende Gesellschafter des Einrichtungsträgers „Aktives Leben im Alter“, Hans-Jürgen Moser.

Rieke zeichnete in seiner Rede die Vorgeschichte des Hauses „mit dem Marktplatz als zentralem Motiv für die Begegnung zwischen Jung und Alt" nach: Der Marktplatz stelle den baulichen und konzeptionellen Mittelpunkt dar, „mit seinen Angeboten für die Bewohner,
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deren Angehörige, Besucher und Mitarbeiter“. Der Neurologe sprach von dem Eindruck einer „Fata Morgana" bei seinen ersten Besuchen, die „doch Wirklichkeit“ gewesen sei. Er wies auf etliche Förderer wie den ehemaligen Rabenauer Bürgermeister Horst Eckl hin, die gemeinsam mit dem Landkreis und dem Sozialministerium in Wiesbaden dazu beigetragen hätten, das Konzept der Betreuung von dementen Menschen in Londorf Realität werden zu lassen.

Vor allem die Aspekte Glück und Erfolg erkannte Rieke „als gemeinsame Basis sozialen Zusammenlebens“ und sah darin gleichzeitig „das entscheidende Fundament des Konzeptes“ der Pflegeeinrichtung. Im Seniorenhaus seien ihm fünf Prinzipien begegnet, die dieses Fundament tragen würden und die „für das Leben aller Mitglieder dieses Hauses von entscheidender Bedeutung“ seien: „Autonomie" bei Einschränkungen des Alters, „Heimat" als neuem Ort auch im Pflegefall, „Betreuung" als unterstützende „Hilfe zur Selbsthilfe", die „Pflege" der Seele und des Körpers sowie das Prinzip des „Humors" als auch „heilende Möglichkeit".
„Liebevolle, verständnisvolle, sorgfältige und fachlich hoch kompetente Pflege" hätte im Laufe der Jahre dafür gesorgt, dass in Rabenau-Londorf eine Art kommunaler Marktplatz entstanden sei: Auf diesem habe der „Verlust sozialer Bedeutung", die Betreute im Alter häufig erfahren würden, ausgeglichen werden können – durch den Austausch von „Erinnerungen an erlebtem Glück und erworbenem Erfolg“.

Ein buntes Programm umrahmte die Feierlichkeiten: Die zahlreichen Anwesenden erfreuten sich an einem einleitenden ökumenischen Gottesdienst unter Leitung von Pfarrerin Judith Asmus (Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Winnen) und Diakon Markus Müller (Katholische Pfarrgemeinde Londorf) zum Thema „Baum und Verwurzelung“. Auch über begeisternde musikalische Darbietungen des „Kesselbacher Doppelquartetts“ sowie von Manfred Maas. Für das leibliche Wohl sorgten leckeres Grillfleisch, schmackhafte Getränke, selbstgemachtes Eis, Kaffee und ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Ein bunter Basar mit selbstgemachten kleinen Dingen und etliche Ehrungen von Bewohnern und Mitarbeitern rundeten das Doppel-Fest ab.

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