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Hessen mit dem Rad entdecken

Die Radler an der "Mainspitze" bei Gustavsburg.
Die Radler an der "Mainspitze" bei Gustavsburg.
Grünberg | „Warum in die Ferne schweifen? Sieh das Gute liegt so nah!“

Zu einer Radtour quer durch Hessen hatte Dekan Norbert Heide eingeladen. Insgesamt 16 Interessierte starteten in Grünberg, um die erste Etappe auf dem Rosenradweg, der von Gießen nach Frankfurt führt, zurückzulegen. Der Weg führte zunächst nach Gießen, Lich, dann ein steiler Anstieg in Münzenberg zur Burg, die das Bild einer stauferzeitlichen Burganlage verkörpert. Im Rosendorf Steinfurth, das weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist, konnte man die herrlich blühenden Rosen bewundern. Nach 70 km war dann der Standort der 8-tägigen Radtour Friedberg erreicht.

Pfarrer André Witte-Karp informierte am nächsten Morgen über die Geschichte der Stadtkirche Friedberg. Danach wurde die 2. Etappe auf dem Rosenradweg in Angriff genommen, die größtenteils an der Nidda bis zur Mündung in Frankfurt-Höchst entlang führt.

Am dritten Tag wurde das untere Maintal besucht. Die Anreise erfolgte mit der Bahn nach Hanau, von dort durch ein reizvolles Naturschutzgebiet mit herrlichen Ausblicken über Wiesen mit leuchtenden Mohnblumen und auf Waldwegen, umrahmt
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Seligenstadt (8)Hessen mit dem Rad entdecken (1)Herborn (22)Dekan Norbert Heide (152)
von Vogelgezwitscher bis nach Seligenstadt. Kleine Gassen, malerische Winkel, farbenprächtige Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen wollten bestaunt werden. Der wunderschöne Klostergarten mit Kräutergarten liegt an der Klosteranlage der ehemaligen Benediktiner-Abtei. Diese wurde vor rund 1200 Jahren gegründet und beinhaltet heute die Einhardbasilika.


Die vierte Etappe führte zunächst mit dem Zug nach Bischofsheim. In Richtung Ginsheim-Gustavsburg erreichte man die „Mainspitze“ – so wird das Gebiet südlich der Mündung des Mains in den Rhein bezeichnet - mit schöner Aussicht auf den Rhein und nach Mainz. Der Weg führte nahe am Altrheinarm mit seinen alten und imposanten Pappeln und Eichen über Trebur durch das Hessische Ried. Hier war Gelegenheit, eine Storchenfamilie beim Füttern der jungen Störche zu beobachten und einer Andacht von Dekan Heide zu lauschen. Das Jagdschloss Mönchbruch wurde zwischen 1730 und 1732 erbaut und diente den Landgrafen von Hessen-Darmstadt als Jagd- und Erholungsdomizil. Hinter dem Jagdschloss führte der Weg durch Wiesen über die idyllische Mönchbruchallee vorbei an der Aussichtsplattform an der Startbahn West des Frankfurter Flughafens. Hier lässt sich der rege Flugverkehr und das geschäftige Treiben auf dem weiten Areal besonders gut beobachten. In Kelsterbach wurde dann die Rückfahrt mit dem Zug nach Friedberg angetreten.

Tag 5: Die westliche Keltenroute beginnt im Herzen der Wetterau, der mittelalterlich geprägten Stadt Friedberg. Von hier aus wurde der Badeort Bad Nauheim und das historische Butzbach erreicht. Hier wurde die Markuskirche, eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen und Chören besucht. Über Hoch-Weisel zurück nach Friedberg zur Burgkirche, deren Bau 1782 begonnenen, jedoch erst im Jahr 1808 vollendet wurde, und die mittelalterliche Burgkirche St. Georg (1783 abgebrochen) in unmittelbarer Nähe zu deren Standort ersetzte.

Rund um Groß-Gerau führte die sechste Etappe der Radtour. Das Hessische Ried ist ein Teil des in Hessen gelegenen nordöstlichen Abschnitts der Oberrheinischen Tiefebene. Schöne Blicke auf die Rheinlandschaft bieten sich auf der Fahrt zum Kühkopf. Dort besteht ein guter Ausblick auf das umliegende Naturschutzgebiet.
Am 7. Tag war die Wetterauer Seenplatte, eine Gruppe von Seen und Teichen in der Horloffsenke auf dem Programm. Der Wölfersheimer See ist fast 40 Hektar groß und somit der größte in der Wetterau. Er entstand als Tagebaurestsee nach der Stilllegung des Braunkohle-Tagebaus
Wölfersheim. Das 85 Hektar große Bingenheimer Ried wurde 1985 zum Naturschutzgebiet erklärt, ursprünglich zum Schutz und Erhalt von Brutgebieten von Entenvögeln. Im Frühjahr und Herbst sind Wiesen- und Schilfflächen überschwemmt und bieten dann gute Beobachtungsmöglichkeiten.

Von Herborn, das eingebettet zwischen Westerwald und Lahn-Bergland liegt, führte die letzte Route entlang der Wasserläufe von Dill, Aar und Stippbach zum Aartalsee, der zum Hochwasserschutz der Region angelegt wurde. Mit einer Wasserfläche von knapp 100 ha ist er nach dem Edersee Hessens zweitgrößter See. Nach der Umrundung des Sees war Gelegenheit, Herborn mit seinen romantischen Marktplätzen und zum Teil über 400 Jahre alten Fachwerkhäusern zu besichtigen.

Alle Teilnehmer waren begeistert von der von Dekan Norbert Heide wieder gut geplanten Radtour quer durch Hessen. Hier lernte man herrliche und reizvolle Landschaften in der näheren Umgebung kennen. In Tagesetappen zwischen 40 und 70 km wurden 425 km geradelt. Tägliche Andachten, leckeres und internationales Essen in verschiedenen Friedberger Lokalen und reizvolle Landschaften rundeten das Programm ab.

Die Radler an der "Mainspitze" bei Gustavsburg.
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Einhardsbasilika in Seligenstadt
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Wetterauer Seenplatte
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Aartalsee
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Herborn
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Kommentare zum Beitrag

Peter Lenz
520
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 01.08.2016 um 17:41 Uhr
Ein bemerkenswerter Bericht und zudem sehr gut geschrieben.
Mehr davon!
Bernd Zeun
10.451
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 02.08.2016 um 18:20 Uhr
Da bin ich mit Herrn Lenz einer Meinung!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Irmgard Dechert

von:  Irmgard Dechert

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Interessensgebiet: Grünberg
Irmgard Dechert
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