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Pilgern auf dem Vulkansteig

Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche Langen-Bergheim
Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche Langen-Bergheim
Grünberg | Von Nidderau-Ostheim bis Herrnhaag 19 km zurückgelegt

Zur zweiten Etappe auf dem knapp 120 km langen Vulkansteig, der zu Ehren an den Jugendwart des VHC auch liebevoll „Vater-Bender-Weg“ genannt wird, trafen sich 30 Pilger in Nidderau-Ostheim, um gemeinsam mit Dekan Norbert Heide dem Ziel Alsfeld ein Stück näher zu kommen.

Nach einer kurzen Andacht in der Ostheimer Kirche führte der Weg hinein ins Ronneburger Hügelland, dem südwestlichen Teil des Büdinger Waldes. Auf Wald- und Wiesenwegen erreichte man bei Sonnenschein Langen-Bergheim. Der zur Gemeinde Hammersbach gehörende Ort liegt am historischen Römergrenzwall Limes, der seit 2005 als UNESCO-Kulturerbe geschützt ist.

Die evangelische Kirche wurde 1752 im Stil der typischen Dorfkirche auf den Grundmauern der Vorgängerkirche erbaut. Zwei Eingänge führen noch heute in die Kirche. An der Südseite liegt der „Herrschaftseingang“. Über dem Portal schmückt das Ysenburger Wappen und das Baujahr den Eingang. An der Westseite durfte das gemeine Volk die Kirche betreten. Vom Glockensuhl rufen drei Glocken zum Gottesdienst. Der Taufstein war 1583 als Kanzelfuß ein Geschenk Philipps II von Isenburg-Birstein an die Vorgängerkirche. Hervorzuheben ist ebenfalls die Bürgy-Orgel aus dem Jahr 1787.

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Pilgern auf dem Vulkansteig (12)Herrhaag (1)Ev. Kirche Langen-Bergheim (1)Dekan Norbert Heide (159)
Hinter Langen-Bergheim wurde die Autobahn A 45 überquert und die Hammersbach-Quelle passiert. Linker Hand hatte man einen Blick auf die Dächer des Gutshofs Marienborn im Tal. Hier stand einst ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert. Das Kloster Marienborn wurde 1250 zunächst auf dem Herrnhaag bei Büdingen gegründet. Der Gründungsort, Herrnhaag, erwies sich aber wegen seines Wassermangels als nicht zukunftsträchtig, so dass das Kloster – wohl 1274 – nach „Marienborn“ im Bereich der heutigen Stadt Büdingen, Ortsteil Eckartshausen, verlegt wurde. Die rechtliche Abwicklung der Umsiedlung zog sich noch bis 1286 hin.

Auf sehr aufgeweichten Waldwegen erreichte man schließlich Herrnhaag, eine Siedlung, die in ihrem heutigen Bestand 1738 von der Herrnhuter Brüdergemeinde gegründet wurde. Die Pietistische Glaubensgemeinschaft baute 17 stattliche Häuser, in denen bis zu tausend Menschen lebten. 1753 verließ die Herrnhuter Brüdergemeinde auf politischen Druck Herrnhaag. Der damalige Graf von Büdingen richtete sich hier eine Sommerresidenz ein. Im Barocksaal des Grafenhauses finden regelmäßig Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt. Im sogenannten Schwesternhaus lebt seit 1982 die Sozietät Herrnhaag, eine ökumenische Lebensgemeinschaft der Herrnhuter Brüdergemeinde. Hinter dem Herrnhaag kommt man zur evangelischen Kirche Herrnhaag. An diesem Standort gab es bereits im 13. Jahrhundert eine Kirche, die zu einem Zisterzienserkloster gehörte. Der heutige Kirchenbau entstand 1834-35 als neoklassizistischer Saalbau. Die Kirche steht als Teil des Gebäudeensembles Herrnhaag unter Denkmalschutz.

Die nächste Pilgeretappe führt am 7. Mai von Herrnhaag nach Wenings (ca. 18 km). Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Informationen erhalten Sie im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

Die Pilgergruppe vor der Ev. Kirche Langen-Bergheim
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Blick auf Marienborn
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