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Pilgern auf dem Vulkansteig / Von Frankfurt-Seckbach nach Ostheim 20 km zurückgelegt

Die PilgerInnen vor der Ev. Kirche Ostheim
Die PilgerInnen vor der Ev. Kirche Ostheim
Grünberg | Dekan Norbert Heide hatte zum Pilgern auf dem knapp 120 km langen Vulkansteig, der zu Ehren an den Jugendwart des VHC auch liebevoll „Vater-Bender-Weg“ genannt wird, eingeladen. Er führt von Frankfurt am Main durch die Wetterau und den Hohen Vogelsberg bis nach Alsfeld.

In Frankfurt-Seckbach starteten 31 PilgerInnen zur 1. Etappe. Vom Berger Rücken ging es hinauf auf den Lohr, wie die Frankfurter ihren Lohrberg (185 m) gerne nennen. Vom Lohrberg genießt man schöne Panoramaaussichten auf die Skyline von Frankfurt. Auf dem Klingenweg erreicht man Bergen-Enkheim. Hier fällt das historische Rathaus ins Auge, in dem seit 1959 das Heimatmuseum untergebracht ist. Das Erdgeschoss des Rathauses wurde ab dem Jahr 1300 im Stil der Gotik als Spilhus mit offener Halle und hohem Dach errichtet und diente im 14. Jahrhundert als Markt- und Gerichtsplatz zwischen den damals selbstständigen Ort Bergen und Enkheim.

Durch Bergen-Enkheim hindurch führt der Vulkansteig Vogelsberg ostwärts. Er nimmt dafür die Hohe Straße, einen historischen Handelsweg. An der Großen Loh ist die Hohe Straße durch eine Stelenreihe visualisiert. Geschützt am Waldrand lenken zwei doppelte Stelenreihen den Blick zum Taunus und in Richtung Main.

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Weiter auf der Hohen Straße wird Ostheim, das Ziel der ersten Etappe, nach 20 km erreicht. Ostheim wurde 850 n. Chr. zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Archäologische Funde bestätigen allerdings, dass bereits vor 100 000 Jahren Menschen diesen Ort besiedelten. Vermutlich zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. dürfte hier die erste christliche Gemeinde entstanden sein.

Die Kirche wurde vermutlich auf dem Grund einer alt-germanischen Kultstätte erbaut. Sie entstand um 1250 in gotischem Stil mit sorgfältiger Quadermauertechnik aus Sand- und Kalkstein. Die Datierung erfolgt auf Grund des Kunststils der erhaltenen Fresken, die in den Erstverputz eingebracht worden sind.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Ostheim 1634/35 völlig zerstört, die Kirche schwer beschädigt. Erst 1663 konnte die dezimierte und verarmte Bevölkerung an den Wiederaufbau des Gotteshauses - nun im Barockstil - gehen. Kirchturm und Dachwerk wurden 1737/38 völlig erneuert.

An der Empore der Kirche waren gemalte Bilder zu sehen, die jeweils von einem Konfirmandenjahrgang der Kirchengemeinde angefertigt wurden.

Die Andacht von Dekan Norbert Heide handelte von der Schöpfung. Außerdem hörten die PilgerInnen die Geschichte von einem Mädchen, das im Winter an der Alster die Schwäne vermisste und schon vermutete, dass sie tot sind. Sie war ganz traurig. Vorbeikommende Passanten erzählten ihr dann, dass die Schwäne in der kalten Jahreszeit ins Winterquartier gebracht werden.

Die nächste Pilgeretappe führt am 27. Februar von Ostheim nach Herrnhaag (ca. 18 km). Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Informationen erhalten Sie im Ev. Dekanat Grünberg, Tel. 06401-227315.

Die PilgerInnen vor der Ev. Kirche Ostheim
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