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Broilerboxen mit Musik beim Grünberger Osterspektakel

Grünberg | „Jeder macht was er kann und jeder gibt was er möchte.“ So lautet der Wahlspruch von Stefanie Arnheiter, der Ideengeberin und Organisatorin des ersten Osterspektakels in Grünberg. Es ist ihr ein Anliegen, kulturell für und in der Stadt etwas zu bewegen. Bereits vor zwei Jahren sorgte sie mit der sehr erfolgreichen Rodeo-Veranstaltung am Vatertag für Aufsehen. Wo sonst die Pferde des Reit- und Fahrvereins Grünberg ihre Runden drehen, fand in diesem Jahr am Ostersonntag ein Spektakel für die ganze Familie statt. Ab 13 Uhr gab es vor allem für die Kinder viel zu gucken, zu suchen, zu spielen und zu gewinnen. So galt es zum Beispiel in dem Spiel rund um das goldene Ei sämtliche mintfarbene Eier in der großen Halle aufzustöbern und zu zählen. Aus den richtigen Einsendungen wurden drei Gewinner ausgelost. Eine Aktion, die mit attraktiven Gewinnen in Form von Einkaufsgutscheinen lockte und von den zahlreichen Sponsoren der Grünberger Geschäftswelt getragen wurde. Beim Hühner-Weitwurf konnten die kleinen und großen Besucher ihre Zielsicherheit unter Beweis stellen. Natürlich wurden zum Wurf nur Kunststoffhühner freigegeben.
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Echte Hühner kamen indessen beim Hühner-Bingo zum Einsatz. „Jeder Schiss ein Treffer“, so ließe sich dieses Spiel beschreiben. Gegen einen Wetteinsatz von einem Euro setzte man auf ein Feld, auf das der favorisierte und sehr imposante Hahn „sein Ei“ ablegte. Ob der „Treffer“ auch an der gewünschten Stelle landete, entzog sich allerdings dem Einfluss des Publikums. Die Einnahmen jedenfalls kamen den Kinder der Voltigiergruppe des Reit- und Fahrvereins zu Gute. „Ring frei zum Broilerboxen“ hieß es den ganzen Nachmittag. Und das nicht nur für Kinder. Da probierte sich auch so mancher Erwachsene auf dem Schwebebalken. Besonders publikumswirksam taten dies die Chicken-Kicker Frank Ide, amtierender Bürgermeister von Grünberg, sowie die beiden Bürgermeister-Kanditaten Tobias Lux und Birgit Otto.
In allen Ecken wurde gespielt und gebastelt. Die Stadt hatte ihre Markt-Buden zur Verfügung gestellt und hier gab es nicht nur Leckeres für den Magen, sondern auch viele Mit-Mach-Aktionen der darin ausstellenden Firmen. Es wurde gemalt, geklebt und sogar gesponnen: Von einem männlichen Dornröschen am Märchenstand der Spinnstube.
Nach einem sehr stimmungsvollen Osterfeuer am frühen Abend auf dem Außengelände der Anlage füllte sich die
Halle zusehends zum musikalischen Abendprogramm, das sehr vielgestaltig daherkam. Den Beginn machte Michael Stoeckel aus Buseck. Stoeckel, der mit der Formation „Vision Earth“ sehr erfolgreich ist, füllte die Halle mit seinen ungewöhnlichen Didgeridoo-Klängen.
Aus der Singer/Songwriter-Szene war das junge Musiker-Duo Philip und Tinchen angereist. Beide kommen aus dem Raum Fulda, sind bereits seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Gruppen im Musikgeschäft vertreten. Seit 2006 treten sie gemeinsam auf und begeistern durch virtuoses Gitarrenspiel (Philip Bölter) und markante Singstimme (Christina Müller) ihr Publikum.
Aus Alsfeld konnte die Gruppe "Channel # 4" gewonnen werden. Sie boten dem Publikum am Abend einen soliden musikalischen Mix aus Rock, Blues, Folk und Crossover. Auch diese vier Musiker können bereits auf reichhaltige Bühnenerfahrungen in unterschiedlichen Formationen zurückblicken. Für die Bandmitglieder Uwe Bender, Klaus Doppelhofer, Julian Kretzschmar und Daniel Schild war der Grünberger „Chicken Rock“ der Auftakt ihrer diesjährigen Live-Saison. Bei der musikalischen Programmgestaltung des Abends kamen sicherlich viele Zuhörer auf ihre Kosten.
Tagsüber hätte die Halle durchaus mehr Besucher vertragen können. Vielleicht lud das Wetter eher zu einem Osterspaziergang ein, oder es waren doch viele in den Urlaub aufgebrochen. Vielleicht fehlten auch noch ein paar attraktive Programmpunkte für Erwachsene. Die Größe der Halle hätte es durchaus erlaubt, parallel zum Kinderprogramm, auch für die Erwachsene noch etwas Besonderes anzubieten.
Das erste Grünberger Osterspektakel wurde jedenfalls mit viel Energie und Enthusiasmus aller Beteiligten umgesetzt. Jetzt liegt es bei den Veranstaltern, an ihrem Konzept noch ein wenig zu feilen, damit sich das Fest dauerhaft in der Stadt etablieren kann.


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