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Demenzcafé Rabenau: Keine finanzielle Zusatzbelastung

Öffentliche Präsentation des Demenzcafés
Öffentliche Präsentation des Demenzcafés
Grünberg | Niemand, der seine Angehörigen durch das Demenzcafé Rabenau wöchentlich betreuen lässt, wird persönlich finanziell belastet. Dies ist eine der wesentlichen Aussagen, die während der öffentlichen Vorstellung der dem Demenzcafé zugrunde liegenden Konzeption deutlich wurde. Stefanie d’Unker-Lützow, Einrichtungsleiterin des Seniorenhauses Lumdatal, machte vor Medienvertretern klar: „Die Pflegekassen übernehmen die Kosten und wir helfen dabei.“

Damit trat d’Unker-Lützow zahlreichen Ängsten von Angehörigen dementiell erkrankter Menschen entgegen, die durch eine zusätzliche Betreuung nicht stemmbare Kosten befürchten. „Durch die Änderungen im Pflegegesetz seit Beginn des Jahres“, so die gebürtige Marburgerin, seien „Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz von der Pflegekasse gesetzlich besser gestellt“ worden. d’Unker-Lützow: „Die entstehenden Kosten werden monatlich als Zuschuss durch die Pflegekassen übernommen.“ Als besonderen Service und zur Entlastung der sowieso schon belasteten Angehörigen, die Erkrankte zu Hause betreuen, würde das aus sieben geschulten Mitarbeitern bestehende Team des Demenzcafés „Miteinander – Zeit für Erinnerungen“ die Formalitäten übernehmen. So könnten laut Hans-Jürgen Moser, Geschäftsführender Gesellschafter des Trägervereins „Aktives Leben im Alter“, die Angehörigen „das Angebot wahrnehmen und sich ein paar Stunden der Entspannung vom stressigen Pflegealltag gönnen“. Und auch den Erkrankten selbst werde geholfen: Das Angebot passe sich den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Besucher an und umfasse beispielsweise einen Austausch von Lebenserinnerungen, Bewegung und Gymnastik, Basteln und Werken oder auch Gespräche mit der Familie.

Zudem betonte Moser, dass ohne Ehrenamtler Angebote wie das des Demenzcafés nicht möglich seien: „Ehrenamtlich tätige Menschen leisten eine wertvolle, tolle Hilfe.“ Der Rabenauer Bürgermeister Kurt Hillgärtner machte gleichzeitig deutlich, wie gerne die Gemeinde das Projekt begleitet habe. Bürger in Rabenau, im Vogelsbergkreis, aber auch in Allendorf (Lumda) und Umgebung erhielten „ein Stück Lebensqualität zurück und Angehörige ein wenig Freiheit als Zeit für sich“.

Interessierte können sich gerne beim Seniorenhaus Lumdatal melden oder zu der Eröffnungsfeier am 17. November, 14 Uhr, ins Seniorenhaus Lumdatal (Rabenau) persönlich vorbeikommen und das Demenzcafé sowie die Betreuer persönlich kennenlernen. Interessierte, die sich bereits gemeldet haben, können sich ab sofort für ein kostenfreies „Hineinschnuppern“ ins Café telefonisch unter der 06407 40388 0 verbindlich anmelden.

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von:  Richard Hörner

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