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Auf der GeoTour Felsenmeer unterwegs

Die Pilgergruppe
Die Pilgergruppe
Grünberg | 28 Interessierte starteten gemeinsam mit Dekan Norbert Heide zum Pilgern auf dem GeoTour Rundwanderweg. Naturdenkmäler und Geologische Besonderheiten, interessante Stätten und Begebenheiten, intakte Naturlandschaften mit Hecken und Wäldchen konnte man entdecken. Auf weitgehend naturbelassenen Graswegen, von Kirschbäumen gesäumt, führte der Weg zu den ehemaligen Kieselgurgruben, wo Anfang der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf dem „Hohen Berg“ mit dem Abbau der damals wertvollen Kieselgur begonnen wurde. Diese Gruben sind aufgrund der eindrucksvollen Bodenvertiefungen gut erkennbar. Europas größter Basaltsteinbruch wird nun schon seit über 100 Jahren betrieben und ständig weiter ausgebaut. Heute findet hier alle drei Jahre mit der Steinexpo die weltgrößte internationale „Demonstrationsmesse für die Baustoffindustrie“ statt. Die alte Schafstränke befindet sich nur wenige Meter hinter dem beeindruckenden Naturdenkmal einer uralten knorrigen Linde. Das Naturdenkmal „Dicke Steine“ besteht aus mächtigen Blöcken in wulstigen Formen, die zusammengetürmt auf einer Fläche von 20 x 30 Metern liegen. Sie sind aus Tertiärquarzit und durch millionenjahrelange Witterungseinflüsse regelrecht durchlöchert. Bereits um 1905 wurde an der höchsten Stelle des „Hohen Berges“ ein kleiner Aussichtsturm mit herrlicher Rundumsicht errichtet. Während der Kriegsjahre wurde von hier aus der alliierte Flugverkehr kontrolliert. Blicke in das weit ausgedehnte Ohmtal mit der imposanten Amöneburg und weiter über die Lahnberge tragen zur Schönheit der Wanderung bei.
An verschiedenen Standpunkten gab es kurze Andachten und Geschichten, von Dekan Heide und Justus Anskinewitsch, der sein Schulpraktikum im Dekanat Grünberg absolvierte, gelesen: Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, fehlt auch der Mut. Wie schön, wenn man mit einem Lied auf den Lippen aufwacht und fröhlich dem Tag entgegenblickt! Hier lädt der Liederdichter Paul Gerhardt das menschliche Herz zu einem Ausflug ein: Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit … und schon hatten die Pilger das Lied auf den Lippen.

Im Anschluss an die GeoTour folgte noch ein Rundgang durch das historische Homberg/Ohm. Auf einem naturbelassenen Pfad durch die „Wildnis“ erreichte man den Schlossberg, der 1065 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Von der eigentlichen
ehemalige Kieselgurgruben
ehemalige Kieselgurgruben
Burg stehen heute nur noch das Haupthaus aus dem 13. Jahrhundert und die spätgotische Burgkapelle St. Georg. Im Schlosscafe gab es leckeren selbst gebackenen Kuchen in historischer Atmosphäre. Die etwa 1.000 jährige Linde im Schlossgarten wird „Hohler Baum“ genannt. Der Stamm hat einen Umfang von knapp 11 m und einen Ein- und Ausgang und ist das älteste Naturdenkmal im Vogelsbergkreis. Der Stadtrundgang führte noch an der Kath. Kirche, der ehemaligen Synagoge, dem Stadtwirtshaus, dem Rathaus, Marktplatz mit Löwenbrunnen, dem Steinernen Haus und dem Brauhaus vorbei. Ende des Rundganges war in der Evangelischen Stadtkirche, die um 1220 als dreischiffige romanische Pfeilerbasilika errichtet wurde. Hier gab Dekan Heide noch Impulse zum Pilgern: vorwärts schreiten – auf dem Weg sein – nicht auf der Strecke bleiben – ans Ziel kommen.

Die nächste Pilgertour führt uns am 18. Juli 2015 auf die Bachtour Lauterbach – ca. 16 km. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg oder um 8.45 Uhr auf dem Parkplatz Reitplatz bzw. Gästeparkplatz des Eichhof-Krankenhauses in Lauterbach.

Die Pilgergruppe
Die Pilgergruppe 
ehemalige Kieselgurgruben
ehemalige Kieselgurgruben 
Naturdenkmal "Dicke Steine"
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