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Angriffe auf Jogger durch Mäusebussarde

Grünberg | Immer wieder kommt es in dieser Jahreszeit zu Angriffen von Mäusebussarden auf Jogger - so auch letztens auf einem Feldweg zwischen Grünberg und Queckborn am Rande eines Wäldchens unweit der L3007. Bei solchen Angriffen attackieren die Tiere die Sportler im Sturzflug mit ihren Krallen. Solche Übergriffe sind völlig unerwartet, die Läufer kommen mit einem gehörigen Schrecken und Kratzwunden auf der Kopfhaut davon. Der Grund für die Aggression der Vögel ist die Sorge um den Nachwuchs; von Mai bis Mitte Juli befinden sich die Jungen des Mäusebussardes in der sogenannten Ästlingsphase, das heißt, sie beginnen sich im Geäst rund um den Nistplatz zu bewegen und müssen noch von den Altvögeln beschützt werden. Die Elterntiere nehmen die Geschwindigkeit und das Bewegungsmuster des Joggers als Bedrohung in ihrem Brutrevier wahr. Spaziergänger bleiben aufgrund ihres langsameren Tempos eher unbehelligt. In den letzten Jahren häufen sich die Angriffe der Greifvögel auf Jogger. Dies liegt zum einen an der verstärkten menschlichen Besiedlung, die es dem Mäusebussard erschwert, Nistplätze zu finden. Zum anderen entdecken immer mehr Menschen die Natur als ihren individuellen "Sportplatz".
Wenn man von einem Mäusebussard angegriffen wird, kann man die Attacken durch einen senkrecht nach oben gehaltenen Stock abwehren, da die Tiere immer den höchsten Punkt attackieren. Es empfiehlt sich, zügig weiter zu laufen, um sich aus dem Revier des Bussards zu entfernen. Hat man Kratzwunden davongetragen, müssen diese gereinigt und desinfiziert werden. Gegebenenfalls kann ein Arzt aufgesucht werden. Auf jeden Fall sollte man überprüfen, ob der Tetanusschutz noch aktuell ist - Erwachsene sollten ihre Tetanusimpfung alle zehn Jahre auffrischen.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.456
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.06.2015 um 07:46 Uhr
Wichtige Information Frau Miller - vielleicht recherchieren sie kurz im Netz und schreiben per Email die hiesigen Freizeitsportvereine diesbezüglich kurz an.

(Klar nicht alle Jogger sind organisiert, aber doch recht viele.)

Eine zeilweise Sperrung bestimmter Landschaftsteile für Jogger wäre ja auch denkbar, aber das stelle ich mir als sehr aufwendig vor.
Bernd Zeun
10.801
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 13.06.2015 um 08:56 Uhr
Das können Sie doch auch machen, Herr Wagner. Das halte ich auch für übertrieben. Die Bussarde bringen die Jogger schließlich nicht um und es ist auch mal ganz gut, wenn der Mensch lernt, dass er die Natur mit anderen Lebewesen teilt und das auch deren Lebensraum ist. Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen, hieß es früher in der Schule. In der Schule der Natur gilt das halt immer noch ;-)
Viola Miller
18
Viola Miller aus Grünberg schrieb am 13.06.2015 um 10:16 Uhr
Mäusebussarde nisten gerne an Waldrändern - davon gibt es in Mittelhessen einige. Man wird sich auch durch Sperrung nicht vollständig schützen können. Vielleicht ist es mit den Mäusebussarden beim Joggen so wie mit den Wespen und dem Kaffetrinken im Garten.
Christine Stapf
6.824
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 13.06.2015 um 10:21 Uhr
- Wenn man von einem Mäusebussard angegriffen wird, kann man die Attacken durch einen senkrecht nach oben gehaltenen Stock abwehren -

Nö kann er nicht, denn der Mensch müßte doch wissen, dass zu dieser Jahreszeit Junge in Nestern sitzen.
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