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Schottland ist mehr als Whisky, Kilt und Dudelsack

Friedhof Necropolis und seine kunstvollen Grabmähler in Glasgow
Friedhof Necropolis und seine kunstvollen Grabmähler in Glasgow
Grünberg | Zu einer Studienreise nach Schottland starteten 45 Teilnehmer am Frankfurter Flughafen nach Edinburgh. Dekan Norbert Heide (Ev. Dekanat Grünberg) hatte das Programm mit Biblische Reisen zusammengestellt und konnte damit Interessierte aus verschiedenen Dekanaten gewinnen. Dekan Heide begrüßte die Mitreisenden mit einer kurzen Andacht und bat, während der kommenden Zeit aufeinander zu achten.
Edinburgh bietet eine geballte Ladung schottischer Geschichte an einem einzigen Ort. Nach einer Stadtrundfahrt wurde das Hotel für zwei Nächte bezogen. Bei einem Stadtrundgang wurde das John Knox House Museeum besucht, in welchem der schottische Reformator und Mitbegründer der presbyterianischen Kirche im 16. Jahrhundert gelebt hat.
Die einstige Kathedrale St Giles’ Cathedral, auch High Kirk of Edinburgh, eine gotische Hallenkirche, ist die Hauptkirche der Church of Scotland und eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bei einem Gottesdienst-Besuch wurden die Rituale des schottischen Gottesdienstes mit Abendmahl miterlebt.
Das weltberühmte Edinburgh Castle, das auf einem Vulkankegel thront, beherrscht die
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Studienreise nach Schottland (1)Iona (1)Edinbourgh (1)Dekan Norbert Heide (170)
Stadt. Der Ausblick ist überwältigend. Die um 1075 für Königin Margaretha erbaute winzige St. Margaret`s Chapel entstand als erstes Gebäude innerhalb der Festungsmauern und ist heute die älteste noch benutzte Kirche Schottlands. Im Palast werden die prächtigen Kronjuwelen verwahrt, die sogenannten Honours of Scotland. Die Royal Mile – Hauptschlagader der mittelalterlichen Altstadt führt von der Burg zum königlichen Palast von Holyroodhouse, der offiziellen Residenz der britischen Königin in Schottland. Hier empfing Königin Elisabeth II. in Holyrood Papst Benedikt XVI. Es war der erste Staatsbesuch eines Papstes in Großbritannien. An das Schloss schließt sich der Royal Garden an. Das spektakuläre „Scottish Parliament“ steht gegenüber des Holyrood House.
Am dritten Tag wurde die St. Mungo’s Cathedral in Glasgow besucht. Sie gehört zur reformierten Church of Scotland. Die Kathedrale geht auf den Glasgower Schutzpatron St. Mungo zurück, dessen Grab sich in der Krypta der Kirche befindet. Der jetzige gotische Bau ist zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert entstanden. Die Kirche war Sitz der Bischöfe und später der Erzbischöfe von Glasgow.

Das „House for an Art Lover“ im Bellahouston Park, Glasgow, ist ein in den 1990er Jahren nach Plänen von Charles Rennie Mackintosh und seiner Frau Margaret MacDonald Mackintosh errichtetes Gebäude.
Crathes Castle and Garden
Crathes Castle and Garden
Das Paar entwarf die Pläne 1901 für den Wettbewerb "Haus eines Kunstfreunds" der deutschen Zeitschrift Innendekoration. Obwohl nicht preisgekrönt, erregte der Entwurf großes Interesse. 1989 bis 1996 dauerte die möglichst genaue, späte Realisierung. Das Haus dient heute kulturellen und sozialen Veranstaltungen.

Mit Reiseleiter Hermann-Josef Haas, Dipl. Theologe aus Berlin, der kompetent Informationen über Land und Leute gab, erkundeten die Studienreisenden in einem Reisebus, gesteuert von Busfahrer Brian, die verschiedenen Regionen Schottlands.

Die Whisky-Brennerei in Oban wurde 1794 durch die Brüder John und Hugh Stevenson gegründet. Hier war Gelegenheit, den 10 Jahre alten Whisky zu probieren. Um die Brennerei entstand das kleine Hafenstädtchen gleichen Namens.

Von Oban fuhr man am vierten Tag mit der Fähre zur Insel Mull, der zweitgrößten Insel der Inselgruppe der Inneren Hebriden und der viertgrößten Insel Schottlands. Nach einer Busfahrt quer über die Insel und dann mit der Fähre zur Isle of Iona – heilige Insel der Schotten. Sie gilt als ein spirituelles Zentrum Schottlands. Die Insel des Heiligen Columban,
Dunottar Castle
Dunottar Castle
der hier im Jahre 563 sein Kloster gründete, ist eine der meistbesuchten Inseln der Hebriden. Die heute fotografierbare Abtei ist viel jüngeren Ursprungs, sie befindet sich nahe dem Totenfeld der schottischen Könige des frühen Mittelalters. Tobermory, ein Fischereihafen mit bunter Häuserzeile im Hafen und wichtigste Stadt auf der Insel Mull wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.

Am fünften Tag standen die schottischen Highlands auf dem Programm: Raue Natur, Seen Landschaften, Schafe, Heidekraut ... Glen Coe, ein Tal (glen) in den Highlands, ist ein beliebtes Wander- und Skigebiet für Touristen. Der Ben Nevis ist mit 1344 Metern der höchste Berg Schottlands und Großbritanniens.

Urquhart Castle ist eine am Loch Ness gelegene Burgruine. Erste Besiedlungsspuren des Ortes gehen bereits in die Zeit vor dem Besuch des Heiligen Columban im 6. Jahrhundert zurück. Loch Ness ist ein Süßwassersee im schottischen Hochland. Er liegt etwa 10 Kilometer südwestlich von Inverness im Great Glen. Das Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessie genannt, war aber nicht zu sehen.

Tag 6: Die Stones of Clava sind drei Grabhügel, die zu den wichtigsten prähistoríschen Denkmälern Schottlands gehören. Innerhalb eines Kreises aus megalithischen Randsteinen wurde der Hügel mit Schotter aufgefüllt. Im Inneren befindet sich die mittels Megalithen gebildete runde Kammer, zu der ein gefasster Gang führt. Regelmäßig sind Clava Cairns von einem äußeren Steinkreis umgeben.
alte Steinbrücke
alte Steinbrücke
Weiter ging es zum Schlachtfeld Culloden Moor, wo 1746 die Schotten unter Bonnie Prince Charlie, besiegt wurden.

Als stolze Trutzburg erhebt sich Cawdor Castle der angebliche Schauplatz von Shakespeares Macbeth. Umgeben ist die dunkle Festung von drei bunten Gärten. Am nächsten liegt der alte ummauerte Garten, der etwa um 1600 entstanden ist. Neben Kräutern und Blumen beherbergt er ein echtes Labyrinth. Ein Stück weiter liegt der wunderschöne Blumengarten und hinter der Burg befindet sich schließlich der “wilde” Garten, der erst 1960 angelegt wurde.

Nur noch als Ruine erhalten ist die Kathedrale von Elgin. Diese ist jedoch so eindrucksvoll, dass der einstige Glanz der “Laterne des Nordens” noch immer zu erahnen ist. Der Ärger über seine Exkommunikation durch den örtlichen Bischof war der Anlass für den “Wolf von Badenoch” sie 1390 zu zerstören. Notdürftig repariert wurde sie nach dem Kirchensturm, der den Brandbriefen des John Knox folgte, 1576 endgültig dem Verfall preisgegeben.

Am siebten Tag waren im Innern
Auf der "heiligen Insel" Iona
Auf der "heiligen Insel" Iona
des märchenhaften Crathes Castle wertvolle Möbel und Kunstgegenstände aus mehreren Jahrhunderten zu bewundern. Für eine besondere Atmosphäre sorgt jedoch die Tatsache, dass Crathes Castle bis vor 60 Jahren noch das Zuhause einer Familie war. Dies ist noch in vielen Räumen gut zu spüren. Crathes Castle war Stammsitz der Burnett Familie. Die Burnetts ließen die Burg Mitte des 16. Jahrhunderts erbauen und lebten hier ununterbrochen bis in das Jahr 1951.
Ein besonderes Highlight war am letzten Tag der Besuch der Burgruine Dunnottar Castle, die malerisch auf einem, nur durch einen Pfad mit dem Festland verbundenen Felsen liegt. Die verschiedenen Gebäude innerhalb der Burganlage umfassen außerdem einen Wohnturm aus dem 14. und ein Palastgebäude aus dem 16. Jahrhundert.

Die täglichen Andachten von Dekan Heide an den verschiedensten Orten, die zauberhaften Gärten, beeindruckenden Burgruinen, Kathedralen, weiten Landschaften, schneebedeckten Berge, Schafe auf den Wiesen, der gelbe Stechginster am Wegrand hinterlassen bleibende Eindrücke von unvergesslichen Tagen in Schottland.

Friedhof Necropolis und seine kunstvollen Grabmähler in Glasgow
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Crathes Castle and Garden
Crathes Castle and Garden 
Dunottar Castle
Dunottar Castle 
alte Steinbrücke
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Auf der "heiligen Insel" Iona
Auf der "heiligen Insel"... 
 
Tobermory
Tobermory 
 

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