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Auf dem Weg gescheitert – was nun?

Die Pilgergruppe vor der Kirche in Düdelsheim
Die Pilgergruppe vor der Kirche in Düdelsheim
Grünberg | Trotz Sturmtief Niklas legten die kleinen und großen Pilger vom 29.03. bis 01.04.2015 von Düdelsheim bis Hochwaldhausen 44 km auf dem Bonifatiusweg zurück

29 Kinder und Erwachsene setzten in diesem Jahr das Pilgern auf dem Bonifatiusweg - auf den Spuren des Leichenzuges, mit dem der tote Missionar nach Fulda getragen wurde – fort. Bereits 2012 hatte Dekan Norbert Heide dazu eingeladen, in Mainz begonnen und bis Kriftel gepilgert, 2013 von Kriftel nach Dortelweil und 2014 von Dortelweil nach Düdelsheim.

Am Palmsonntag trafen sich die kleinen und großen Pilger in Düdelsheim, um ein weiteres Stück Weg zu erkunden. In der Ev. Kirche erzählte Dekan Heide von dem Einzug Jesu in Jerusalem mit einem Esel. Den rot-weißen Wegweisern mit dem Pilgerstab auf Feld- und Waldwegen folgend führte die Route am archäologischen Park am Glauberg vorbei, ein Blick auf Effolderbach, Eckartsborn, zu der Ruine der Schafskirche, die um 1500 erbaut wurde. Nächstes Ziel war die Ev. Kirche in Lißberg. Hier gab Ortspfarrer Kurt Racky Informationen über die Kirche, 1618-19 erbaut, und die Orgel, die aus dem Jahr 1701 stammt und mit viel Liebe restauriert und erweitert wurde. Auch in das Musikinstrumentenmuseum, das viele außergewöhnliche Instrumente beherbergt, konnte man einen Blick werfen.
Von Hirzenhain aus erreichten die Pilger die Marcellinuskapelle (im Volksmund: Stumpe Kirch), eine Kirchenruine aus den 13./14. Jahrhundert. Sie befindet sich dicht an der Nidder, zwei Kilometer unterhalb von Burkhards. Die rechteckige gotische Saalkirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf einem Rastplatz des Leichenzuges des Bonifatius von Mainz zu seiner Wunschruhestätte Fulda errichtet. Sie ist 17,10 Meter lang und 8,85 Meter breit. Der Leichenzug hielt sich in der Nacht von 13. auf den 14. Juli 754 an dieser Stelle auf. Die Reste der Kirche wurden im Jahr 1931 entdeckt und ausgegraben. Teile der Mauern wurden wieder hergerichtet, später kamen ein Altar und ein Kreuz hinzu.
An Sichenhausen vorbei erreichte man auf teilweise sehr aufgeweichten Waldwegen schließlich das Ziel der diesjährigen Pilgerstrecke Hochwaldhausen.

Das Wetter war an den vier Tagen sehr facettenreich mit Regen, Hagel, Sonnenschein und Schnee, aber auch trotz Sturmtief Niklas tat dies der guten Laune der Pilger keinen Abbruch.

Zum Übernachten waren die Teilnehmer in der Jugendherberge Hoherodskopf einquartiert.
Hier traf man sich abends im Tagungsraum. Dekan Norbert Heide erzählte vom Leidensweg Jesu – vom letzten Abendmahl, von Petrus und Judas, die Jesus verraten haben und auf ihrem Weg gescheitert sind, den Weg über die Via Dolorosa bis zur Kreuzigung auf dem Berg Golgatha und die Ostergeschichte – die Frauen, die Jesu salben wollten, standen vor dem leeren Grab und suchten Jesus. Osterkerzen wurden gebastelt, eine Collage mit traurigen und frohen Ereignissen erstellt, ein Vortragekreuz für den Ostergottesdienst gebastelt und Pilgerfüße für die Teilnehmer ausgeschnitten. Dekanatskirchenmusikerin Anja Martine begleitete die Lieder auf dem Klavier. Es wurden die Ostergottesdienste vorbereitet, die in Grünberg und Laubach von Dekan Heide und den Pilgern gestaltet wurden.

Die Pilgergruppe vor der Kirche in Düdelsheim
Die Pilgergruppe vor der... 
kleine Stärkung
kleine Stärkung 
in der Lißberger Kirche
in der Lißberger Kirche 
 
an der Schafskirche bei Lißber
an der Schafskirche bei... 
 
Pilgergruppe im Tagungsraum der Jugendherberge
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