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Auf den Spuren des Eisenerzabbaus auf dem Erzweg Süd unterwegs

Die Pilgergruppe vor der Luthereiche bei Lardenbach
Die Pilgergruppe vor der Luthereiche bei Lardenbach
Grünberg | 26 Pilger trafen sich in Lardenbach, um gemeinsam mit Dekan Norbert Heide den Erzweg Süd zu erkunden. An den aufgestellten Infotafeln und an besonderen Stationen erzählte Mitpilger Karl Rudi aus Ulrichstein über den Eisenerzabbau in diesem Gebiet.

Die Evangelische Kirche in Stockhausen ist die ehemalige Schule des Ortes, die im Jahr 1890 errichtet und 1982 in eine Kirche umgebaut wurde. 2001/2002 folgte eine Innenrenovierung, bei der Decke, Fensterumrahmungen und der Altarbereich neu gestaltet wurden. Das bunte Bleiglasfenster aus dem Jahr 1982 zeigt von außen ein Flammenkreuz in bunten Farben, von innen einen Lebensbaum. In seiner Andacht erzählte Dekan Heide vom Pilgern, das schon seit über 2000 Jahren praktiziert wird. Thema der Andachten sind in diesem Jahr die Losungen, das sind kurze Bibeltexte aus dem alten und neuen Testament.

Nach Stockhausen öffnet sich die Grube Hoffnung mit dem Trichterrutschenabbau. Die Größe des Grubenfeldes ist noch gut zu sehen. Die Grubensohle, jetzt aufgefüllt und eingeebnet, lag während der Abbauzeit sicher einige Meter tiefer.
Seilbahnen waren die wichtigsten Transportmittel, um die Gruben untereinander und mit der Erzaufbereitungsanlage Weickartshain in Seenbrücke zu verbinden. Das gewonnene Erzgestein wurde so auf kürzestem Wege von der Grube zur Weiterverarbeitung gebracht.

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Ursprünglich wurde das in den Gruben gewonnene Erzgestein mit Pferdefuhrwerken zu Gießereien der Umgebung gefahren. Nach Laubach, Friedrichshütte und auch weiter nach Butzbach oder Wetzlar. Durch diese hohen Transportkosten war das hiesige Erz nicht konkurrenzfähig, was zur Schließung einiger Gruben führte.

Auf idyllischen, verschneiten Wegen gelangten die Pilger nach Freienseen zur Ev. Kirche. Hier las Dekan Heide die Geschichte von dem perfekten Pfarrer vor.

Die Evangelische Kirche wird auch „Dom des Seenbachtales“ genannt. Der gotische Wehrturm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das spätbarocke Kirchenschiff wurde um 1770 errichtet. Freienseen erhielt durch Kaiser Friedrich I – genannt Barbarossa – den Titel des „Freien Reichsdorfes“. Von da an wurden die Einwohner keiner Leibeigenschaft unterworfen und mussten auch keinerlei Frondienste leisten.

Hinter der ehemaligen Grube Schöne Aussicht durch einen Hohlweg in Wiesen und Äckern wird der Aussichtspunkt Hilgesberg erreicht. Hier boten sich weite Blicke auf den Wiesengrund oder in die Ferne bis zum Vogelsberg.
Vorbei an der Lardenbacher „Luthereiche“ und der Grube „Maximus“ war der Ausgangspunkt der Pilgertour wieder erreicht.

Am 30. Mai 2015 wird die nächste Pilgertour durch das sagenhafte Schächerbachtal bei Homberg/Ohm stattfinden. Treffpunkt ist wie immer um 8.00 Uhr auf dem Schlossparkplatz in Grünberg. Nähere Informationen im Ev. Dekanat Grünberg. Tel. 06401-227315.

Die Pilgergruppe vor der Luthereiche bei Lardenbach
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Winterlandschaft
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Ev. Kirche Stockhausen
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Ev. Kirche Freienseen
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von:  Irmgard Dechert

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Irmgard Dechert
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