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Grünberger Leitbild: Zwischenergebnisse wurden vorgestellt

Zwischenergebnisse des Grünberger Leitbildprozesses: Einige Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Mittwochabend in der Gallushalle.
Zwischenergebnisse des Grünberger Leitbildprozesses: Einige Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Mittwochabend in der Gallushalle.
Grünberg | Wohin soll sich die Stadt Grünberg in den nächsten Jahren entwickeln? Um diese Frage zu beantworten, wurde im vergangenen Jahr der Leitbildprozess mit der Unterstützung der Bertelsmann Stiftung und mit Beteiligung der Grünberger Bürgerinnen und Bürger in der Gallushalle gestartet, um Maßnahmen und Ziele zu entwickeln.
In den vergangenen Wochen und Monaten trafen sich nun vier Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern Zusammenleben in Grünberg, Stadtentwicklung, Kultur und Tourismus, Wirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie, sowie Ökologie, Umwelt(schutz), Klimaschutz und Landwirtschaft.

Am vergangenen Mittwochabend wurden die ersten Zwischenergebnisse aus den Gruppensitzungen in der Gallushalle vorgetragen.
Bürgermeister Frank Ide lobte die beteiligten Bürgerinnen und Bürger für ihre „konstruktive Arbeit“ in den vergangenen Monaten und berichtete von intensiven Diskussionen.
Ingesamt über 50 Personen haben sich in den Arbeitsgruppen aktiv beteiligt, wie Ide zufrieden mitteilte.

Für die Arbeitsgruppe „Zusammenleben in Grünberg“ berichtete Beate Herdejost von den bisherigen Ergebnissen.
Neben vielfältigen
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Leitbildprozess (1)Grünberg (1897)Bürgerbeteiligung (95)
und attraktiven Freizeit- und Fortbildungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien, soll auch das ehrenamtliche Engagement unterstützt und gefördert werden und durch Ehrenamtcards, Helferfeste und Qualifizierungsangebote die nötige Annerkennung entgegengebracht werden.
Des Weiteren soll Wert auf das Miteinander von Jung und Alt gelegt, die Förderung und Unterstützung von Vereinen und Initativen, alternative Formen des Wohnens ermöglicht, sowie die seniorenbezogene Infrastruktur weiterentwickelt werden.
Außerdem soll Grünberg offen für Menschen anderer Kulturen sein.
Bei zukünfigen Vorhaben müsse in allen Bereichen die „Barrierefreiheit“ in die Überlegungen mit einbezogen werden, so die abschließende Forderung.

Für die Arbeitsgruppe „Stadtentwicklung, Kultur, Tourismus“ stellte Edgar Arnold die Ergebnisse vor.
So soll die Wohnbauentwicklung in der Kernstadt und den Stadtteilen auf den demographischen Wandel hin ausgerichtet werden.
Was auch den Umgang mit Baulücken und Leerständen, sowie die angemessene Ausweisung von neuen Baugebieten umfasse.
Auch die Grund- und Nahversorgung müsse für alle Stadtteile sichergestellt und der ÖPNV in Grünberg ausgebaut werden, sodass die Ortsteile gut an die Kernstadt und die Ortsteile untereinander angebunden sind.
An den Stellwänden der einzelnen Gruppen konnten sich die Besucher über die Ergebnisse erkundigen.
An den Stellwänden der einzelnen Gruppen konnten sich die Besucher über die Ergebnisse erkundigen.
Zudem soll die Mobilität auch durch den Ausbau des Radwegenetzes verbessert und die (haus)ärztliche Versorgung sichergestellt werden.
Wie Arnold in seinem Vortrag hervorhob, war man sich innerhalb der Gruppe einig, dass Grünberg über ein enormes touristisches Potenzial verfüge.
Um dieses stärker zu nutzen, wird ein Tourismuskonzept für die Stadt entwickelt. Auch eine eigene Marke soll für die Stadt Grünberg geschaffen und die Bekanntheit verbessert werden. Grünberg verfüge über ein vielfältiges Angebot im Bereich Freizeit und Kultur, welches ausgebaut und besser beworben werden muss, so Arnold abschließend.

Für die Arbeitsgruppe „Wirtschaft, Handel, Gewerbe, Industrie“ sprach Dr. Dirk Pieler ,der zunächst einen Leitsatz, der innerhalb der Gruppe formuliert wurde, präsentierte.
„Grünberg will im Kreis Gießen überdurchschnittlich und nachhaltig wachsen“.
Mit seinen 13 728 Einwohnern und damit drittgrößte Kommune des Landkreises Gießen, habe Grünberg bei weitem das Potenzial noch nicht ausgeschöpft, wie Pieler betonte.
Grünberg solle sein Profil als Einkaufsstadt erhalten und weiter ausbauen.
Der Kernstadt komme dabei eine herausragende Bedeutung zu.
Neue, möglichst qualifizierte Arbeitsplätze sollen der wichtigste Treiber des Wachstums sein.
Mitglieder der Gruppen informierten und diskutieren mit den Anwesenden.
Mitglieder der Gruppen informierten und diskutieren mit den Anwesenden.
Eine erfolgreiche international orientierte Wirtschaftsförderung sei dazu erforderlich, die durch die städtischen Gremien realisiert werden müsse und dazu führe, dass sich neue Unternehmen und Gewerbetreibende in Grünberg ansiedeln.
Ein klares Stadtprofil sei erforderlich, welches sich klar von vergleichbaren deutschen Städten abhebe.
Neue Industrie- und Gewerbegebiete müssen zügig erschlossen werden. Insbesondere ein Gewerbegebiet nahe der Autobahn und Büro- und Gewerbeflächen in Stadtnähe.
Außerdem soll Grünberg ein gesuchter Standort für Bildungsangebote bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie zur Hochschulbildung werden.
Des weiteren müsse in Grünberg genug Wohnraum bereit gestellt werden, damit neue Arbeitnehmer auch neue Bürger werden können.

Für die vierte Arbeitsgruppe „Ökologie, Umwelt(schutz), Klimaschutz, Landwirtschaft“ berichtete Ingrid Moser von den Zwischenergebnissen.
Als Themenschwerpunkte wurden Energieeffizienz & Energieerzeugung, Flächenkonzepte bzw.-entwicklung, sowie regionale Produkte gesetzt.
Unter anderem soll die vielfältige Kulturlandschaft erhalten bleiben. Darunter Streuobstwiesen oder Magerrasen und der Erhalt der Wirtschaftswege.
Die Attraktivität für die Bevölkerung könnte durch kleinere Rundwege oder „Geocaching“ gesteigert werden.
Für die Energieerzeugung seien Erneuerbare Energien Chance, aber auch Herausforderung.
Ein generelles Verschließen vor dem Ausbau von regenerativen Energien wie Windkraft oder Photovoltaik sollte es nicht geben, Diskussionen und Bürgerversammlungen müssen aber zugelassen werden.
Fracking sollte als Maßnahme von vornherein ausgeschlossen werden.
Außerdem müsse die Verwertbarkeit von Reststoffen geprüft und gegebenenfalls die entsprechenden Anlagen zur Verwertbarkeit gefördert werden.
Gleichzeitig sollen alle verfügbaren Rohstoffe erfasst und ein Konzept zu deren Verwertbarkeit erstellt werden.
Energiegenossenschaften sollen durch die Stadt angestoßen und gefördert werden.
Des Weiteren müsse die Energieeffizienz in den öffentlichen Gebäuden gesteigert werden.
Die landwirtschaftliche Selbstvermarktung sollte, beispielsweise durch Plätze auf dem Wochenmarkt, gefördert, die Direktvermarktung mit touristischen Angeboten verbunden, oder
regionale Produkte könnten „in die Schule gebracht“ werden.

Im Anschluss an alle Vorträge konnten Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und sich bei den jeweiligen Gruppen und deren Stellwänden informieren, weitere Ideen mit einbringen und diskutieren.
Als nächstes wird am 15. Februar ein weiterer Workshop der Gruppen stattfinden.
Die Abschlussveranstaltung findet am 15. April statt. Daraufhin wird die Stadtverordnetenversammlung im Mai über das Leitbild der Stadt Grünberg abstimmen.

Zwischenergebnisse des Grünberger Leitbildprozesses: Einige Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Mittwochabend in der Gallushalle.
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