Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Kurz Kommentiert: Pabst legitimiert alltäglich Gewalt auf unseren Schulhöfen

Gießen | Änderung des Strafrechts tritt sofort in Kraft. Ab sofort hat eine Beleidigung der Mütter eines Gewalttäters eine Strafbefreiende Wirkung. Nachdem der Pabst in einer Pressekonferenz erklärte: „Wer seine Mutter beleidige müsse mit der Faust rechnen“ ist die Haltung der größten denkbaren moralischen Instanz zur Grundlage einer neuen Gesetzgebung geworden.
Viele Jugendliche atmen auf, der in den allgemeinen Sprachschatz übergegangene Terminus „Deine Mudda…“ welchem sich meiste eine blumige Aufzählung körperlicher Gebrechen, optischer Makel oder sexueller Extravaganzen eben Jener anschließt entbindet das Opfer in der Zukunft von jedweder Verantwortung möglicher Gewaltexzesse.
Ein bisschen sprach sich der Pabst dann allerdings noch gegen Gewalt im Zusammenhang mit Satire aus. Sowas mache man heute nicht außerdem persiflieren sich beispielsweise Lebensschützer die im festen Glauben an ungeborenes Leben und die Bibel Molotow Cocktails in voll besetze Krankenhäuser werfen wie von selbst.
Eins vielleicht noch, ich denke nicht das der Pabst ein Problem damit hat sich über den Glauben von Menschen lustig zu machen, das macht die Kirche mit ihrer Politik seit Jahrhunderten. Aber die Kirche hat ein Problem wenn man diese für sie unangenehmen Wahrheiten mit Geschick für alle verständig zu Papier bringt. Einen festen Glauben zu beleidigen sollte, wenn er tief und ehrlich empfunden wird, sehr schwer sein. Komische Rituale, veraltete Moral oder diskriminierende Dogmen aber sollte man den Menschen so lange um die Ohren hauen bis sie endlich überwunden werden.

Mehr über

Satire (78)Pabst (3)Komischer Hut (1)Hübsches Kleidchen (1)
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Herrenlose Tiere sind ab sofort auf Bahnschienen anzuleinen.
Um eine Überlastung der örtlichen Tierpflegeeinrichtungen zu...
TV Kritik, Heute: "Ab ins Kloster"
Und einmal mehr stelle ich mir die dringende Frage was, wenn...
Oktober: Die zweite Welle. Kein Superhit.
Es ist wieder so weit. Die 2 Coronawelle klatscht über Deutschland...
statt eines Silvester-Feuerwerks
Ein bißchen Satire zum Jahresende
Tiefseefunde In einem Tiefseegraben im Pazifischen Ozean wurden in...
-Pressemitteilung- Applaus ist nicht genug – Corona-Prämien für das UKGM
Am Samstag, den 28.11.2020 ab 12 Uhr, wird der sehr gute Kreisverband...
Heute "geht's um die Wurst!!!" Wer wird gewinnen??? "Alles hat ein Ende, nur bei Trump gibt's keins :-(

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.745
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 09:39 Uhr
Herr Schmidt: Wer ist denn dieser Herr Pabst. Ich kenne niemand mit diesem Namen.
Florian Schmidt
4.969
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 11:00 Uhr
Stilmittel ;)
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 11:15 Uhr
Es gab einmal ein Gasthaus in Rom (ein Dörfchen nahe der Grenze Schleswig-Holstein/Mecklenburg-VP), dessen Inhaber und Wirt Pabst hieß. So gab es in Ratzeburg, Mölln usw. die Redewendung: Ich war am Wochenende beim Pabst in Rom.
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 11:55 Uhr
Und es gab auch einen Waldemar Pabst. Der ließ als Kommandierender einer Freikorpseinheit im Januar 1919 Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermorden. (Siehe wikipedia)
Martin Wagner
2.745
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 12:48 Uhr
Als ich vor knapp 41 Jahre zum ersten mal nach Giessen kam, wohnte ich bei einer Frau Pabst zur Untermiete.
Bernd Zeun
11.777
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 14:31 Uhr
Ist mir auch mal passiert, damals bekam ich von Mathias Engelhart diesen Kommentar:

"Nur damit hier keine Doppeldeutigkeiten entstehen:
Ein Pabst ist "eine wassergespülte Sanitärinstallation zur hygienischen Entsorgung von menschlichen Ausscheidungen, die durch den Mund abgegeben werden, wie Speichel, Wasser, Blut oder Erbrochenem." (de.wikipedia.org)
;) "
Kurt Wirth
3.391
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 16.01.2015 um 17:33 Uhr
Im Italienischen heißt er ja "il papa". Überträgt man das ins Hessische, wären wir bei "de Babba" (man denke da z.B. an Babba und Mamma Hesselbach in einer Fernsehserie zu einer Zeit, als es nur ein Fernsehprogramm gab. Dem jetzigen Kirchenoberhaupt würde bei diesem Vergleich vielleicht ein Lächeln entweichen, Ratzinger wohl weniger). Und von "Babba" kommt man dann in der Weiterentwicklung auf "Babst".
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 17.01.2015 um 09:56 Uhr
Mich hat dieser Beitrag dazu animiert , nachzulesen, was der
P(B)abst denn nun wirklich gesagt hat. Und das dürfte für viele
Katholiken ,die sich endlich inhaltliche Reformen gewünscht haben, die ihre Religion an die Lebensrealität unserer Zeit heranführen sollten, eine herbe Enttäuschung sein.
Andererseits denke ich, wenn der Mann wirklich mit der Korruption in Kirche und Kurie aufräumen will, kann er sich
zusätzliche Feinde aus anderen Bereichen nicht leisten.
Ohnehin ist zu befürchten, dass seine Lebenszeit nicht ausreichen wird, eine seit fast 2000 Jahre bestehende Kriminalität auszumerzen.
Hermann Menger
2.373
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 17.01.2015 um 22:55 Uhr
Satire scheint immer moderner zu werden. Ist das viermalige falsch geschriebene Wort "Pabst" in Ihrem Beitrag auch satirisch zu verstehen, Herr Schmidt? Die Kommentare haben es auch falsch übernommen. Sorry, bin halt auch im Ruhestand noch Lehrer.
Ich fand das Interview mit Papst Franziskus übrigens sehr gut und den Hinweis auf seine Mutter ganz wichtig. Wenn alle Welt von Toleranz und gegenseitigem Respekt spricht und wenn laut Angela Merkel der Islam zu Deutschland gehört, dann sollte man doch auch bitteschön aufhören, die religiösen Gefühle seiner Mitmenschen zu verletzen. Ich habe kein Verständnis für weitere Provokationen der Muslime durch Karikaturen ihres Propheten.
Hermann Menger
2.373
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 17.01.2015 um 23:12 Uhr
http://kath.net/news/49026
Hier kann man übrigens noch mal nachlesen, was der Papst zum Thema Meinungsfreiheit gesagt hat und auf welche Meldung sich Herr Schmidt bezieht.
Bernd Zeun
11.777
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 17.01.2015 um 23:27 Uhr
Tja, Herr Menger, da wüsste ich gern, wie Sie Frau Backs Antwort in Gesellschaftslehre benoten würden. Von mir bekäme sie eine glatte Eins.
Florian Schmidt
4.969
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.01.2015 um 00:55 Uhr
Ich verstehe nicht warum "religiöse" Menschen da so dünnhäutig sind. Wer in der Gesellschaft mitspielen möcht, der muss das aushalten können. Es gibt doch auch konkrete Ansätze die man karikieren kann. Und wenn jemand mit Gewehr in der Hand etwas von der "Religion des Friedens" erklärt dann ist es nur legitim das genau so zu verarbeiten. Der liebe Gott hat angeblich ein ganzes Universum, unzählige Tiere und Pflanzen geschaffen, den Mensch, das Licht, das Wasser ja sogar den PaPst. Wieso glauben Menschen ihn verteidigen zu müssen, das müssen sie nicht.
Wissen sie wo mir das Verständnis fehlen würde? Wenn man aufhört Religionen zu kritisieren und auch ihrer zu spotten weil man Angst haben muss erschossen zu werden. So doll kann keine Satire sein um den Mord an 12 Menschen zu rechtfertigen. Die Verantwortung für sein Handeln liegt nicht in der Hand des Satirikers sondern in der Hand der Menschen die es trifft.

Ich wollte den Papst übrigens eigentlich Babsd schreiben, so ein weicher und friedvoller Mensch wie Franzl hat keine harten Konsonanten in seinem Namen verdient.
Bernd Zeun
11.777
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 18.01.2015 um 01:16 Uhr
Genau genommen müssten solche "Gläubige" sich selbst wegen Blasphemie umbringen, auspeitschen oder einsperren. Sie sprechen schließlich ihrem Allmächtigen die Fähigkeit ab, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Martin Wagner
2.745
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.01.2015 um 08:53 Uhr
Im Großen und Ganzen sehe ich das wie Herr Schmidt. Ich will hier nicht über die Fanatiker in anderen Religionsgemeinschaften reden. Ich bin Katholik. Als jahrzehntelang in der organisierten Kirchenoppostition Tätiger erlaube ich mir die Aussage: Es gibt genügend Rechtsaussenleute (breites Spektrum von stockkonservativen bis Judenhasser aus (angeblich) theologischen Gründen) in der katholischen Amtskirche, welche sich unter dem Deckmantel der Strenggläubigkeit überall da "dicke machen", wo sie glauben "Seelen einfangen" zu können. Die Betonung liegt bei dem Wort Amtskirche. Ich denke dort haben sich diese Kreise seit Jahrhunderten festgesetzt. Sie spiegeln nicht die Mehrheitsverhältnissen bei den aktiven Gläubigen wieder (die sind im Großen und Ganzen mit der Gesamtbevölkerung* identisch).

Und genau da liegt "der Hase im Pfeffer". Der Herr in Rom (sie wissen schon wen ich meine ...) hat bisher gezeigt, dass er "sein Haus ausmisten will ....". Gelungen ist ihm das bisher noch nicht. Wie Alles im Katholizimus dürfte da in Kathegorien von Jahren, wenn nicht Jahrzehnten zu rechnen sein. Politiker wird allgemein ein Kreditzeitraum von 100 Tagen gewährt. Hier muss halt mindestens 1000 Tage gegeben werden.

* Evangelische haben im Schnitt ein etwas höheren Bildungsstand. Aber das niviliert sich in den letzten Jahrzehnten sehr rasch, denn der Grund (tiefere Verankerung im Bauerntum als bei den Evangelen) ist ja entfallen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.01.2015 um 10:10 Uhr
Gerade habe ich in den Nachrichten gehört, dass in Niger empörte
Moslems aus Empörung über Charlie Hebdo christliche Kirchen angegriffen und zerstört haben.
Solche Vorfälle zeigen mehr als deutlich, wie leicht religiöse
Empörung erzeugt und instrumentalisiert werden kann eben weil
es sich um einen Bereich handelt, der sich einer rationalen Diskussion weitgehend entzieht.
Sonst müßte es ja möglich sein, den in ihren religiösen Gefühlen
verständlich zu machen, dass sich Kritik an der Religion nie gegen Gott richtet(Könnte man Gott denn überhaupt beleidigen, wenn es einen gäbe?), noch gegen die Gläubigen, sondern gegen
die, die Religion für ihre Interessen ge-und mißbrauchen.
Glaube und religiöse Riten sind für viele Menschen ein so wichtiger Bestandteil ihrer Identität, dass ihr Verlust eine tiefe
Verunsicherung dieser Menschen bedeutet.Das sollte man bedenken, wenn man Inhalte und Bräuche einer Religion kritisiert.
Satire richtet sich aber in der Regel gegen Religion als Machtinstrument, und deshalb sollte es für sie keine Einschränkung geben, etwa durch ein Blasphemiegesetz, wie es jetzt von manchen Interessengruppen und auch von "frommen " Menschen wieder gefordert wird.
Respekt und Verständnis für gläubige Menschen,auch wenn wir deren Religion nicht nachvollziehen können, aber keine Nachsicht für die religiösen Institutionen and alle die, die Religion für ihre Zwecke benutzen !
Florian Schmidt
4.969
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.01.2015 um 10:25 Uhr
Frau Barthel, der §166 StGB ist leider noch sehr präsent. Während sich einige für dessen Abschaffung aussprechen wollen andere Stellen diesen § nun verstärken.
Sie haben recht, der individuelle Glaube ist nicht das Ziel von Satire aber Riten und Dogmen die man damit verbindet. Wer glaubt das Wein und Brot zu Blut und Laib Christi werden muss sich gefallen lassen dass man das auf die Schippe nimmt, aber glauben darf man doch trotzdem dran.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Florian Schmidt

von:  Florian Schmidt

offline
Interessensgebiet: Gießen
Florian Schmidt
4.969
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Herrenlose Tiere sind ab sofort auf Bahnschienen anzuleinen.
Um eine Überlastung der örtlichen Tierpflegeeinrichtungen zu...
Miesmuscheln irischer Art mit Guinness
Die Monate mit „R“ sind traditionelll die Monate in denen Muscheln...

Weitere Beiträge aus der Region

Fastnacht funktioniert auch zu Hause. Foto B. Meinhardt
Fasten und Feiern - Karnevalsbräuche,ihre Herkunft und Bedeutung
IN Coronazeiten müssen die Volkshochschule und der Karneval andere...
Online-Seminar für Frauen: Mein gelungenes Vorstellungsgespräch
Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist häufig mit Freude und...
Frühling gemalt
Frühling und Herbst Bilder
Bis zu den ersten Ackerfurchen hat es noch Zeit und den Herbst haben...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.