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‚Kinokultur auf dem Lande‘ ist ‚weiche‘ aber wichtige Infrastruktur: Landkreis gewährt Förderpreis über 4080 Euro

Anita Schneider (M.) freut sich, die beiden Kinos unterstützen zu können. Den symbolischen Scheck für das ‚Traumstern‘ nahmen Edgar Langer (l.), Hans Gsänger (r.) und Tobias Eckhardt entgegen. Edith Weber freute sich als Betreiberin der &#8218
Anita Schneider (M.) freut sich, die beiden Kinos unterstützen zu können. Den symbolischen Scheck für das ‚Traumstern‘ nahmen Edgar Langer (l.), Hans Gsänger (r.) und Tobias Eckhardt entgegen. Edith Weber freute sich als Betreiberin der ‚
Gießen | Mit insgesamt 6120 Euro unterstützt der Landkreis Gießen im Haushaltsjahr 2014 die beiden Land-Kinos im Kreisgebiet. „Die Förderung hat einen hohen symbolischen Wert, denn Kinos gehören zur ‚weichen‘ aber sehr wichtigen Infrastruktur im ländlichen Bereich“, sagte Landrätin Anita Schneider bei der Übergabe der Schecks an die Kinobetreiber der Grünberger Lichtspiele und des Kinos Traumstern in Lich. Übergabeort war in diesem Jahr das Lichtspielhaus in Lich. Sie freute sich, dass der Landkreis, obwohl er eine sogenannte ‚Schutzschirm-Kommune‘ ist und ihm daher finanziell die Hände gebunden sind, weiterhin den Förderpreis ‚Kinokultur auf dem Lande‘ fortführt.

„Wir haben mit Ihren beiden Kinos zwei vollkommen unterschiedliche Filmtheater mit jeweils anderer Schwerpunktsetzung“, sagte die Landrätin. In beiden Land-Kinos würden künstlerisch oder bildungspolitisch wertvolle Filme gezeigt. „Damit leisten Sie einen bedeutsamen Beitrag zum kulturellen Leben und zur Bildungskultur auf dem Lande. Das ist in jedem Fall eine Förderung wert“, sagte sie.

Anita Schneider fragte nach der Entwicklung der vergangenen Monate. Edith Weber, Betreiberin der Lichtspiele Grünberg, berichtete, das erweiterte Kinoangebot in Gießen als Konkurrenz durchaus zu spüren. Bis zu 20 Prozent weniger Besucher zähle sie. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene suchten das Kinoerlebnis am Wochenende nun seltener im kleinstädtischen Grünberg. Daher verfolgt die erfahrene Kinobetreiberin nun die Strategie des Familienkinos und setzt auf Familien mit Kindern ebenso wie auf Senioren. Künftig will sie an jedem letzten Freitag im Monat um 14.30 Uhr ein ‚Kino der Generationen‘ anbieten, bei dem ein Film gezeigt wird, dessen Thematik vor allem ältere Menschen anspricht. Außerdem wird Edith Weber das Kino verstärkt als Veranstaltungsraum für kulturelle Angebote und Themenabende anbieten. Mit der Kreisverwaltung als Partner hat sie bereits gute Erfahrungen gemacht. Für das Grünberger Kino übergab die Landrätin 2040 Euro.

Einen Scheck über 4.080 Euro gab es für das Kino Traumstern in Lich, den Edgar Langer, Hans Gsänger und Tobias Eckhardt entgegen nahmen. Der Betrag fällt höher aus, weil das überregional bekannte Filmtheater neben der Präsentation der Filme noch stärker zu Diskussion anregt und die kritischen Auseinandersetzungen mit gesellschaftsrelevanten Themen fördert. „Sie schaffen es, niveauvolle Unterhaltung mit gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit zu verquicken“, lobte die Landrätin. Weiter sagte sie: „Ich bin stolz, dass wir im Landkreis dieses im wahrsten Sinne ‚ausgezeichnete‘ Kino haben.“

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.456
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.01.2015 um 22:43 Uhr
Mir kann die Kinowelt in Gießen gestohlen bleiben. insbesondere das Kinopolis. Einen Versuch habe ich gestartet. Halbe Stunde vor Beginn betrat ich das Kino. Zwei Kassen geöffnet, an beiden je etwa 10 Personen. Ich habe es in der halben Stunde nicht bis an den Anfang geschafft. Gab dann nachdem der Film schon angefangen hatte auf und fuhr heim. Nie wieder schwor ich mir. Da fahre ich lieber in da Traumstern nach Lich. Da habe ich eine Ermäßigungskarte. Bei jedem Besuch 1 Euro weniger zum zahlen und über eine Stempelkarte bekomme ich nach einer gewissen Zeit einen Besuch umsonst.
Auswahl der Filme ist für mich ok. War seit 10/2012 schon 52 mal dort.
Peter Lenz
526
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 03.01.2015 um 23:28 Uhr
Hier kann mal jemand seine schwäbischer Herkunft nicht so ganz verleugnen !
H. Peter Herold
29.456
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.01.2015 um 21:13 Uhr
Sie Ihre wohl auch nicht. Selten solch überflüssige Bemerkungen hier min der Zeitung gelesen. Nur volle Neid und Missgunst und von Kultur ganz zu schweigen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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