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Landrätin und Jobcenter-Geschäftsführer unterschreiben Zielvereinbarung für 2015: Intensivförderung von Langzeitleistungsbeziehern genießt weiter hohen Stellenwert

Landrätin Anita Schneider und Wolfgang Hofmann (Geschäftsführer des Jobcenters Gießen) haben die Zielvereinbarung für 2015 unterzeichnet. Fachlich begleitet und bearbeitet wurde sie von Uwe Happel.
Landrätin Anita Schneider und Wolfgang Hofmann (Geschäftsführer des Jobcenters Gießen) haben die Zielvereinbarung für 2015 unterzeichnet. Fachlich begleitet und bearbeitet wurde sie von Uwe Happel.
Gießen | Erneut schließt der Landkreis in guter Kooperation mit dem Jobcenter Gießen eine Zielvereinbarung für die Aufgaben im kommenden Jahr ab. „Wir tun dies nun schon zum vierten Mal in dieser Weise. Diese Zielvereinbarungen haben sich bewährt und für die Zusammenarbeit zwischen Jobcenter und Landkreis eine hohe sachliche Ebene geschaffen“, sagte Landrätin Anita Schneider bei der Unterzeichnung. So wurde beispielsweise ein neues Ziel formuliert, mit dem man auf die aktuelle Zuwanderungssituation von Flüchtlingen reagiert: Im Jobcenter wird sich eine Steuerungsrunde mit dem höheren Zustrom von erfahrungsgemäß motivierten und gut ausgebildeten Menschen und dem einhergehenden gesetzlich erleichterten Arbeitsmarktzugang befassen. Die Steuerungsgruppe werde eigens auf die Problemlage zugeschnittene Konzepte entwickeln, die eine schnelle Arbeitsmarktintegration der hier lebenden Zuwanderer ermöglichen, erläuterte der Geschäftsführer des Jobcenters Gießen, Wolfgang Hofmann.

„Zudem verfolgt das Jobcenter weiterhin das mit dem Landkreis Gießen abgestimmte Ziel der Verbesserung der sozialen Teilhabe“, sagte er. Dies sei schließlich das Ziel mit der größten und direktesten Wirkung für die Menschen, die aus dem SGB II-Bezug wollen, um zukünftig ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. „Die Umsetzung der zwischen Jobcenter und Landkreis Gießen etablierte Förderkette arbeitet seit drei Jahren erfolgreich für die Integration langzeitarbeitsloser Menschen. Diejenigen, die die vom Landkreis und Land Hessen finanzierten Projekten durchlaufen, dort wieder Selbstbewusstsein erlangen, sich wieder in Tagesstrukturen zurecht finden, bekommen anschließend durch eine weitere Intensivförderung durch das Jobcenter eine tatsächliche Perspektive zur Integration in den Arbeitsmarkt“, so Schneider. Mit der Zielvereinbarung wurde nun die Weiterführung dieses erfolgreichen Projektes vereinbart.

Von großer Bedeutung für den Landkreis Gießen ist daneben die Entwicklung der Kosten für Unterkunft und Heizung für die Leistungsberechtigten nach dem SGB II. „An dieser Stelle hat das Jobcenter eine bedeutungsvolle Aufgabe. Denn es soll mit Hilfe eines internen Kontrollsystems sicherstellen, dass die entsprechenden Richtlinien sowohl weisungskonform als auch situationsgerecht im Einzelfall angewendet werden“, erklärte der zuständige Sozialdezernent Dirk Oßwald.

Ein weiteres Dauerziel ist es, die Inanspruchnahmen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket weiterhin hoch zu halten. Hier ist im Landkreis Gießen mittlerweile ein Inanspruchnahme-Wert von fast 97 Prozent erreicht. Sowohl das Jobcenter als auch der Landkreis Gießen wollen in ihrem Einwirkungsbereich dafür sorgen, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen – insbesondere für Lernförderung, gemeinschaftliche Mittagsverpflegung und soziokulturelle Teilhabe – weiter auf höchstem Niveau gehalten wird. „Eine gezielte Förderung der Kinder und Jugendlichen ist präventive Sozialpolitik und eröffnet den Kindern die besten Chancen, einen erfolgreichen und eigenständigen Lebensweg einzuschlagen“, unterstrich Anita Schneider die soziale Verantwortung für die nächste Generation.

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