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Untersuchungspflicht für Enten und Gänse vor dem Transport: Veterinäramt macht auf Eil-Verordnung des Bundesministeriums für Landwirtschaft aufmerksam

Alle Enten- und Gänsehalter in Deutschland sind  verpflichtet, ihre Tierbestände vor dem Transport auf das Vorliegen von Geflügelpest zu untersuchen. Nur bei einem negativen Testergebnis dürfen die Tiere transportiert werden. Foto: Lupo/pixelio.de
Alle Enten- und Gänsehalter in Deutschland sind verpflichtet, ihre Tierbestände vor dem Transport auf das Vorliegen von Geflügelpest zu untersuchen. Nur bei einem negativen Testergebnis dürfen die Tiere transportiert werden. Foto: Lupo/pixelio.de
Gießen | Ab sofort (Stichtag 28.12.2014) müssen alle Enten- und Gänsehalter ihre Tiere auf Geflügelpest untersuchen lassen, bevor diese auf Reisen gehen. Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald, im Landkreis Gießen für den Tierschutz verantwortlich, verweist auf eine Eil-Verordnung, die Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Montag unterzeichnet hat. Sie gilt bundesweit bis zum 31. März 2015.

Demnach sind alle Enten- und Gänsehalter in Deutschland verpflichtet, ihre Tierbestände vor dem Transport auf das Vorliegen von Geflügelpest zu untersuchen. Nur bei einem negativen Testergebnis dürfen die Tiere transportiert werden. Zum Zeitpunkt der Verbringung darf die Probenahme nicht länger als sieben Tage zurückliegen. Je vorgesehene Sendung sind 60 Tiere zu untersuchen. Bei weniger als 60 Enten und Gänse pro Sendung sind alle zu verbringenden Tiere zu untersuchen.

Für die Probenentnahme (kombinierte Rachen- und Kloakentupfer) stehen beim Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Gießen Tupfer bereit, wie Dr. Stefanie Graff, verantwortlich für Seuchenschutz, erläutert. Der Fachdienst ist über die Telefonnummer 0641 9390-6200 erreichbar.

Enten und Gänse zeigen im Gegensatz zu Puten und Hühnern keine Anzeichen einer Erkrankung, wenn sie sich mit dem hoch ansteckenden Erreger H5N8 infiziert haben. Das Risiko, dass unerkannt infizierte Tiere transportiert werden und die Seuche über Fahrzeug- und Personenkontakte weiter verbreitet werden kann, ist deshalb hoch, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in einer Pressemitteilung erläutert.

In der vergangenen Woche war der Geflügelpest-Erreger zunächst in einem niedersächsischen Putenmastbetrieb nachgewiesen worden und danach in einem Entenmastbetrieb, ebenfalls in Niedersachsen. Zwischen den beiden Betrieben bestand kein Kontakt. Experten gehen bisher davon aus, dass die wahrscheinlichste Ursachen für die Verbreitung des Erregers Zugvögel sind. Wie der Erreger in die Nutztierbestände gelangt ist, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Es gibt weltweit keinerlei Erkenntnisse dafür, dass das Virus H5N8 auf den Menschen übertragbar ist. Verbraucher sollten beim Zubereiten von Geflügel generell strikte Küchenhygieneregeln einhalten und Geflügel nur vollständig durchgegart verzehren. Zum Schutz vor Tierseuchen gehören darüber hinaus rohe Fleischabfälle grundsätzlich in den Hausabfall und weder in den Biomüll noch auf den Kompost.

Fragen zu allen gesetzlichen Vorgaben bei Tierhaltung können die Mitarbeiter des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz beantworten. Sie stehen allen Tierhaltern beratend zur Seite: Rodheimer Straße 33, 35398 Gießen, Telefon: 0641 9390-6200, E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de

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