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"Internationaler Tag der Migranten" in Gießen gefeiert!

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Gießen | Der diesjährige „Internationale Tag der Migranten“ wurde zu einem großartigen Erfolg. Die interkulturelle Feier, die durch das Integrationsbüro und das Netzwerk der Migrantenselbstorganisationen der Universitätsstadt Gießen veranstaltet wurde, fand im Konzertsaal des Rathauses statt. Rund 100 Zuschauer genossen mit großer Aufmerksamkeit und Freude ein dreistündiges Programm. Neben Tanz, Musik, Gesang und Comedy haben mehrere Vertretern unterschiedlicher Kulturen Reden gehalten.
„Internationalität in Gießen ist kein Schlagwort mehr, vielmehr prägt sie unser Leben ... Wir haben das zum Anlass genommen und haben für die heutige Veranstaltung zahlreiche Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern als Helfer, Künstler und Gäste eingeladen.“ betonte in seiner Rede Djamschid Ahuraian von der OID – Organisation Iranischer Demokraten.
Die Stadträtin Frau Astrid Eibelshäuser würdigte das ehrenamtliche Engagement der Migrantenselbstorganisationen: „...(sie) bitten einen Ort an dem Sprache und Kultur gepflegt werden können, sie bieten den Rahmen gemeinsame Interessen zu vertreten, sie ermöglichen für die Neuzugewanderten eine
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Tag der Migranten (2)Netwerk MSO Gießen (1)Migrantenselbstorganisationen (3)Kultur (664)
erste Kontaktstelle. Sie sind also insgesamt ein wichtiger Akteur und Partner in einer Gesellschaft in der Zuwanderung eine immer größere Rolle spielen.“ Sie lobte auch die eindrucksvolle Unterstützung von Menschen, durch die „jeher eine offene und Flüchtling zugewandte Atmosphäre“ in Gießen herrscht.
Tanja Jordanoska vom Integrationsbüro unterstreichte, dass Migranten eine wichtige Quelle für gesellschaftliche Impulse und Innovation sind. Es ist wichtig, dass sie „auf eine Aufnahmegesellschaft stoßen, die sie willkommen heißt und ihnen die gleichen Teilhabechancen in der Gesellschaft ermöglicht.“
Die Vertreterin des Ausländerbeirates der Stadt Gießen, Sarah Stefanos, erinnerte sich an die Anfänge des Netzwerkes MSO vor vier Jahren und ermutigte weitere Migrantenvereine dort zusammen aktiv mitzuarbeiten.
„Als ich hörte, dass ich zum Tag der Migranten sprechen musste, habe ich spontan zugesagt, aber für uns ist jeden Tag ein Tag der Migranten und es sollte so sein, wir wünschen uns Normalität und nicht dass ein mal im Jahr Migranten gefeiert werden.“ fing ihre Rede Françoise Hönle, Vorstandsmitglied des Ausländerbeirates des Landkreises Gießen. Frau Hönle nannte auch einige Schwerpunkte der Arbeit von KAB Gießen: Mehrsprachigkeit, Asyl und Flüchtlinge, Diskriminierung auf allen Ebenen. Für beide Organisationen ist es wichtig, Probleme zu erkennen, Themen aufzugreifen und es an Politik weitergeben.
Begeistertes Publikum
Begeistertes Publikum
Der musikalische Beitrag des Frauenchors „Heimatklang“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die 25 Frauen mit der Chorleiterin Olga Kalasch und der Vorsitzenden Rosa Tugova führten deutsche, russische und russlanddeutsche Lieder vor.
Ein weiterer musikalischer Beitrag lies sogar Zuschauer auf die Bühne kommen und tanzen. Die drei eritreischen Jugendlichen, die erst seit wenigen Wochen als Flüchtlinge in Deutschland sich aufhalten, spielten auf nationalen Instrumenten und sangen Lieder aus deren Heimat.
In der Pause gab es ein köstliches internationales Essen und Trinken, die durch Mitglieder der teilnehmender Vereine zubereitet und angeboten wurde, sowie den Gästen Anlass gaben gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Das Star des Abends Senay Duzcu antwortete in ihrem Programm auf die Frage „Integration durch Comedy? Geht das? „Ja klar…Zum Glück brauch das Lachen keinen Dolmetscher“. Als erste deutsch-türkische Stand-Up Komikerin nimmt sie in ihrem Programm Kulturunterschiede der Deutschen und Türken unter die Lupe und brachte die Veranstaltungsgäste mit großer Begeisterung und Standing Ovations zum Lachen.
Das Fest wurde tänzerisch mit Flamenco von Anastasia Müller vom Deutsch-Russischen Zentrum IBSK e.V. umrandet: „Als Russlanddeutsche habe ich Ihnen ein Flamencostück aus Spanien vorgestellt. Das ist auch ein Ziel vom Netzwerk MSO: Wir wollen einen Dialog zwischen den Kulturen schaffen. Wir wollen gemeinsame Themen und Interessen finden, die uns Menschen unterschiedlicher Kulturen verbinden und zusammenhalten.“
Wie die Sprecherin der Frauengruppe Yesim Kantekin (Alevitische Gruppe) in ihrer Rede appellierte, „Personen, Organisationen und Vereine, die im Netzwerk MSO mit agieren möchten, sind herzlich willkommen!“

Text von Anastasia Müller
Fotos von Boban Jordanoski

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Begeistertes Publikum
Zuschauer tanzen zu eritreischen Musik
Anastasia Müller tanzt
Frauenchor von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
Vertreter vom Netzwerk MSO Gießen
Frau Astrid Eibelshäuser
Flüchtlinge aus Eritrea spielen
Vertreter von Integrationsbüro, Ausländerbeirat Stadt und Landkreis Gießen
Senay Duzcu
Konzertsaal im Rathaus

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