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6750 Euro für „BOB“ und „MAX“ – Landkreis unterstützt das Präventionsprogramm „verkehrssicher-in-mittelhessen“

6750 Euro für „verkehrssicher-in-mittelhessen“: Landrätin Anita Schneider überreicht den symbolischen Scheck an Polizeivizepräsident Peter Kreuter (l.) und Polizeidirektor Thorsten Fleischer.
6750 Euro für „verkehrssicher-in-mittelhessen“: Landrätin Anita Schneider überreicht den symbolischen Scheck an Polizeivizepräsident Peter Kreuter (l.) und Polizeidirektor Thorsten Fleischer.
Gießen | „Es ist ein wichtiges Signal, sowohl die ,Aktion BOB’ als auch die ,Aktion MAX‘ aktiv zu unterstützen.“ Mit einem symbolischen Scheck in Höhe von 6750 Euro war Landrätin Anita Schneider auf den Weihnachtsmarkt gekommen. Am Informationsstand des Präventionsprogramms „verkehrssicher-in-mittelhessen“ überreichte sie ihn an Polizeivizepräsident Peter Kreuter und Polizeidirektor Thorsten Fleischer. Gleichzeitig informierte sie sich über den Fortgang der beiden Aktionen als Bestandteil des Programms.

„Es ist vorbildlich, wie sich die ,Aktion BOB‘ auf die Unfallzahlen ausgewirkt hat. Das ist eine echte Erfolgsgeschichte für die Verkehrssicherheit hier im Landkreis“, sagte Landrätin Anita Schneider.
Nach sieben Jahren hat sich „Aktion BOB“ als dauerhaftes Präventionsprogramm etabliert. Ziel ist es, schwere Verkehrsunfälle vor allem unter dem Einfluss von Alkohol zu verringern, an denen Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren überproportional beteiligt sind. Genau diejenigen spricht die „Aktion BOB“ an.

Der „Bob“ ist die Person in einer Gruppe, die beim Weggehen kein Alkohol trinkt und sich und die Freunde sicher nach Hause bringt. Die Verantwortung dafür ist an dem gelben „Bob“-Schlüsselanhänger zu erkennen. Die Mitarbeiter der Präventionsaktion verteilten bislang schon 205.000 dieser Anhänger in Mittelhessen. Wer ihn in den über 360 teilnehmenden Gastronomiebetrieben zeigt, erhält ein kostenloses alkoholfreies Getränk.

Seit der Einführung von „Aktion BOB“ im Jahr 2007 sind die Unfälle unter Alkoholeinfluss bei den jungen Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmern bis 24 Jahre um mehr als die Hälfte (-53,5 Prozent) zurückgegangen. „Dieser kleine Anhänger hat eine riesige Wirkung“, sagte Anita Schneider. Diese Wirkung ist auch auf die 643 Informationsstände, Vortragsveranstaltungen oder Präsentationen sowie über 1459 Workshops zurückzuführen, durch die die Polizei in mittlerweile acht Jahren über 39.000 Teilnehmer erreicht hat.

„Der Landkreis verwaltet nicht nur den Fonds ,verkehrssicher-in-mittelhessen‘, die Polizei findet in der Kreisverwaltung immer Förderer für das Programm“, sagte Polizeivizepräsident Peter Kreuter. „Der Erfolg der Aktion BOB und seit einem Jahr auch der Aktion MAX wäre ohne die herausragende aktive Unterstützung des Landkreises Gießen und einer Reihe weiterer Projektpartner dieser langfristigen Präventionskampagne nicht möglich.“

Mit der „Aktion MAX“ soll insbesondere älteren Menschen vermittelt werden, wie maximale Mobilität bei größtmöglicher Verkehrssicherheit verantwortungsvoll zu erreichen ist. Das Angebot richtet sich an alle, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen – ob in Auto, Bus oder Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. „Aktion MAX“ ist die zweite zielgruppenspezifische Präventionskampagne unter dem Dach von „verkehrssicher-in-mittelhessen“. Hierfür arbeiten verschiedene Verwaltungen, Institutionen und Verbände zusammen, werden Sicherheitsberater für Senioren eingebunden und kooperieren niedergelassene Ärzte, Apotheker, Optiker, Akustiker und Fahrschulen. Dadurch werden vorhandene Strukturen genutzt und Ressourcen gebündelt.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.964
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 23.12.2014 um 18:11 Uhr
Aber 300€ immerhin für Flüchtlingsarbeit. Da hätte man etwas mehr Splitten können.
Hallo Lieber Leser
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von:  Landkreis Gießen

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