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Benjamin Kühne aus Gießen: Lernzeit in Bangladesch

Benjamin Kühne machte einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Bangladesch. Hier ist er im Gespräch mit Projektteilnehmerinnen im Distrikt Rangpur.
Benjamin Kühne machte einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Bangladesch. Hier ist er im Gespräch mit Projektteilnehmerinnen im Distrikt Rangpur.
Gießen | Viele junge Menschen nutzen die Zeit nach dem Schulabschluss oder Studium für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Asien, Afrika oder Lateinamerika. Benjamin Kühne aus Gießen entschied sich für einen einjährigen Einsatz in Bangladesch. Dort engagierte er sich in einem Menschenrechtsprojekt der Wetzlarer Organisation NETZ. Die neuen Plätze für einen Einsatz ab Sommer 2015 sind jetzt ausgeschrieben.
Über einhundert junge Frauen und Männer haben in den letzten 25 Jahren als Ehrenamtliche in einem Projekt der Entsendeorganisation NETZ in Bangladesch mitgearbeitet. Benjamin Kühne ist jüngst aus seinem einjährigen Freiwilligendienst in Bangladesch zurück gekehrt. „Nach dem Studium wollte ich unbedingt Erfahrungen im Ausland sammeln.“, sagt der junge Mann aus Gießen. Konkret trug er dazu bei, benachteiligten Menschen den Schutz ihrer elementaren Rechte zu stärken. Und er fügt an: „Der Freiwilligendienst in Bangladesch bot mir die einmalige Chance in eine völlig neue Welt einzutauchen und viel zu lernen.“
Vor der Ausreise nach Bangladesch gab es eine intensive Vorbereitungsphase. Neben der individuellen Einarbeitung in Landes- und Projektthemen fanden drei Wochenend-Seminare in der Geschäftsstelle von NETZ in Wetzlar statt. Im August letzten Jahres bestieg Benjamin Kühne das Flugzeug nach Dhaka. In der Landeshauptstadt machte er sich zunächst in einem Sprachkurs mit der bengalischen Sprache vertraut.
Aktuell absolvieren sechs junge Frauen und Männer ihren Freiwilligendienst in Bangladesch. Während der gesamten Einsatzdauer wird die Freiwilligengruppe durch bangladeschische Fachkräfte begleitet. Die Einsätze erfolgen in ländlichen Gebieten. Die Freiwilligen arbeiten in lokalen Partnerorganisationen mit, die neben dem Projekt zur Durchsetzung der Menschenrechte auch Projekte für wirtschaftliche Selbsthilfe und zur Grundbildung durchführen. Nach der Rückkehr aus Bangladesch findet ein Auswertungsseminar der Freiwilligengruppe statt.
NETZ ist Entsendeorganisation des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiierten Freiwilligenprogramms „weltwärts“. Hierüber wird ein Großteil der Flug- und Aufenthaltskosten in Bangladesch finanziert. In den Genuss der Förderung kommen junge Personen, welche bei Dienstantritt zwischen 18 und 28 Jahre alt sind. Die Bewerber sollen einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Interessenten können sich jetzt bewerben. Detaillierte Informationen zum entwicklungspolitischen Freiwilligendienst bei NETZ gibt es unter www.bangladesch.org

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von:  Florian Albrecht

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