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Berührt von der Tat eines Teenagers auf dem Seltersweg

von Harry Weißam 17.12.20141744 mal gelesen19 Kommentare
Gießen | Gestern Nachmittag auf Gießens Einkaufsmeile: Ein Teenagermädchen, offensichtlich zusammen mit ihrer Mutter beim Weihnachtsshopping, wartet vor einem Teegeschäft und beobachtet die Umgebung. Dann der Ruf in den Laden: "Mama, warte auf mich, ich bin gleich wieder da." Was sie wohl entdeckt hat? Etwa 50 Meter weiter hält sie bei einem Obdachlosen, begrüßt ihn freundlich, streichelt dessen Hund und öffnet ihren Geldbeutel. Beide reden freundlich miteinander und beschenken sich mit lächelnden Gesichtern. Der Hund wedelt. Ich bin berührt. Und gönne es mir, wildfremde Menschen auf dem Seltersweg anzulächeln...

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 09:05 Uhr
Da freut sich doch der freundliche Herr der am Ende des Tages die Einnahmen in Verwahrung nimmt.
Nicole Freeman
10.761
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.12.2014 um 09:59 Uhr
genau so sehe ich das auch. viele dieser bettler die im moment den seltersweg bevoelkern gehoeren zur bettelmafia. sie vertreiben die echten obdachlosen von den etwas besseren bettel stellen meist nicht gerade freundlich und nutzen tiere sowie kleine kinder um mehr mitleid und demnach auch geld zu verdienen.
Margrit Jacobsen
8.923
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 17.12.2014 um 10:11 Uhr
Euren Kommentaren ist nichts hinzuzufügen, stimmt!
Bernd Zeun
11.646
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 11:52 Uhr
Wenn die Geschichte so stimmt, wie sie geschrieben wurde, würde ich nicht auf Bettelmafia tippen, deren Bettler sprechen in der Regel nicht genug Deutsch für eine Unterhaltung und haben auch gar kein Interesse daran.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 11:59 Uhr
Die sind auch nicht blöde, ein paar Brocken werden sie schon sprechen. Der Schein muss ja gewahrt werden. Ein bisschen Pipi ins Auge, Danke Danke oder was ähnliches werden die auch noch rausbringen.
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 13:56 Uhr
...ich glaube fest, dass es ehrliche Obdachlose gibt, die nicht von "Zuhältern" bestimmt werden und das Strahlen in den Augen beider war für mich echt...
Peter Lenz
526
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 17.12.2014 um 14:06 Uhr
Vergessen?!!
hier geht es NICHT um den Bettler und das Betteln!
Hier ging es um diesen Teenager und sein Handeln.
Aber man kann ja ALLES schlecht reden.

Frohe Weihnachten.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 14:11 Uhr
Ich überlasse es gern jedem selbst ob er diese Verbrecher unterstützen möchte. Und leider ist es gerade die Naivität mancher Menschen die Geld in die Kasse treiben. Die wnigsten Bettler machen das heute weil sie Hunger haben, das meiste Geld landet bei irgendwelchen Hintermännern. Klingt brutal ist aber realität. Gerade jetzt zu Weihnachten klingeln die Kassen. Ich hoffe nur, dass sich das System bald nicht mehr lohnt und die schwarzen Schafe sich was anderes suchen.
Irmtraut Gottschald
7.927
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 17.12.2014 um 14:23 Uhr
Hallo Herr Zeun.
Ich würde das genauso sehen. Ich war gestern auch in der Stadt und habe diesen Herren samt Hund in der Fußgängerzone gesehen. Er gehört mit Sicherheit nicht zu dieser Bettelmafia.
Erstens "stand" er mit seinem Hund (die anderen betteln im sitzen mit mitleitserregendem Gesichtsausdruck )und er hätte auch gerne etwas zu essen genommen als ich ihn gefragt habe. Er hat sich sehr über die kleine Spende gefreut. Wenn es der gleiche Mann war, dann stand er zumindest als ich ihm etwas gegeben habe, so gegen 15.00 Uhr bei P&C Bekleidung.
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 14:25 Uhr
@Peter Lenz: Danke. Ja, darum geht es: Ein junger Mensch ist bereit, einem anderen zu helfen. Sieht dessen Hilfsbedürftigkeit und reagiert menschlich. Vielleicht naiv, vielleicht gutgläubig, aber er bzw. sie folgt dem Impuls des Herzens. Und nimmt diesen Impuls überhaupt wahr... Für mich ein Grund, dankbar zu sein. Naiv, ich weiß...
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 14:25 Uhr
...frohe Weihnachten...
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 14:48 Uhr
@Irmtraut Gottschald: Ja, das war er...
Irmtraut Gottschald
7.927
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 17.12.2014 um 15:01 Uhr
Danke Herr Hirsch.
Dann hat mich mein Gefühl nicht getrogen und außerdem bin ich auf dem Heimweg mit einem spektakulärem Himmel belohnt worden, den ich auch auch noch mit meinem Smartphone festhalten konnte. http://www.giessener-zeitung.de/heuchelheim/beitrag/99304/abendhimmel-ueber-heuchelheim/?widg_b_160_300
Oh, ich habe gerade gesehen, daß Sie ihn schon kommentiert haben.
Christine Stapf
8.211
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 15:50 Uhr
Ich denke man erkennt wer von den "Bettlern" zu der Bettelmafia gehört. Vor dem Karstadt Kaufhaus sitzt auch immer ein Mann mit einem kleinen weißen Hund, der für mich nicht zu diesem oben genannten "Verein" gehört. Vor dem Geldautomaten der Sparkasse am Marktplatz sitzt auch öfters ein Obdachloser mit seinem Schäferhund der für mich da als Einzelgänger sitzt. Diese Männer bekommen von mir etwas, da ich meine Spende da gleich zu 100% am richtigen Platz sehe.
Ich finde es auch sehr schade, das die Geschichte von Harry Hirsch in die Schublade des neagtiven gesteckt wird.
@ Peter Lenz, Ihr Kommentar gefällt mir sehr !!
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 17.12.2014 um 16:02 Uhr
Herr Lenz hat doch so sehe ich es auch den Nagel auf den Kopf getroffen. Hier geht es doch in erster Linie um einen Teenager dem seine Umgebung nicht egal scheint. Wie oft hört man von der desinteressierten jungen Generation für ihre Umgebung. Dieser Teenager hat sich entschieden ohne jeden Hintergedanken zu helfen. Das ist in dem Beitrag lobenswert erwähnt. Ich denke darum ging es auch.
Selbstverständlich gibt es die Bettel Maffia. Die darf und sollte man auf keinen Fall unterstützen. Von meiner täglichen Arbeit in Frankfurt kann ich von diesen armen Seelen ein Lied singen. Auch diese Menschen werden wie die Spender ausgenutzt. Ich spende auch nichts. Den nicht der Bettelmaffia angehörenden Bettler erkennt man meiner Meinung nach. Der nimmt auch etwas zu Essen ohne böse zu werden.

Frau Stapf ich finde die Geschichte positiv.
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 16:10 Uhr
Danke für den richtigen Fokus!
Christine Stapf
8.211
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 16:50 Uhr
Herr Büttel ich auch !
Nicht die Geschichte fand ich negativ, sondern Kommentare zu dieser Geschichte.
Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Menschen, die für diese Mafia in der Fußgängerzone sitzen dunkelhaarige, und nicht ganz hellhäutige Menschen sind.
Der von mir im Kommentar angesprochene Mann mit Schäferhund unterhält sich gerne mit seinen Spendern. Ich habe schon öfters mit ihm gesprochen.
Christiane Pausch
6.489
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 17.12.2014 um 17:50 Uhr
Stimme Herrn Lenz und Herrn Hirsch zu und finde es sehr schön, dass dieses Mädchen Herz hatte und ihm etwas spendete und sich unterhalten hat!
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 18.12.2014 um 08:07 Uhr
Liebe Frau Keiner, ich denke auch, dass Armut bei uns ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Dennoch: Wenn ich helfen kann, möchte ich es tun. Ich hab mal einen (jüdischen?) Spruch gehört, der ging so: "Verändere das Leben eines Menschen und du veränderst die Welt." - Ich bin für: Das eine tun und das andere nicht lassen.
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von:  Harry Weiß

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