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Klimaschutzmanager soll im Februar auf neugeschaffener Stelle starten - Bund fördert drei Jahre lang

Gießen | Bei der Umsetzung der Energiewende bekommt der Landkreis Gießen bald Verstärkung. Zum Februar soll ein Klimaschutzmanager das Sachgebiet Regionale Energiepolitik verstärken. Der Bund fördert diese Stelle drei Jahre lang mit mehr als 140.000 Euro.

Unter anderem werden die Personalkosten zu 85 Prozent aus Bundesmitteln bezuschusst. „Ohne diesen Zuschuss hätten wir diese für die Umsetzung von im integrierten Klimaschutzkonzept beschlossene und notwendige Personalstelle nicht umsetzen können“, sagt Landrätin Anita Schneider.

Dabei ist die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende auch wirtschaftspolitisch bedeutsam. Mehr als eine halbe Milliarde Euro wird im Landkreis Gießen für Öl, Gas und Kraftstoffe aufgewendet.

Geld, das in die rohstoffliefernden Staaten wandert. „Unser Ziel ist es“, erläutert sie weiter, „möglichst viel Energie vor Ort zu erzeugen und damit die Wertschöpfung in der Region zu steigern.“

Eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist die Wärmeversorgung, die im Landkreis Gießen zu über 90 Prozent aus fossilen Energieträgern erfolgt. Veraltete Heizungen und schlecht gedämmte Häuser führen zu einem hohen Energiebedarf. Der kann mit recht geringem Aufwand teilweise um mehr als ein Drittel gesenkt werden.

„Hier werden jährlich Millionen von Euros zum Schornstein hinausgeblasen“, resümiert Landrätin Anita Schneider.
Wer kann objektiv beraten, welche energiesparenden Maßnahmen zuerst angepackt werden sollen, und wer verschafft Durchblick im Förderdschungel? Dies sind nur zwei viel gestellte Fragen, für die der Klimaschutzmanager entsprechende Angebote entwickeln soll.

Dabei wird die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Vordergrund stehen. „In vielen Kommunen gibt es bereits sehr gut funktionierende Klimaschutzaktivitäten“, erläutert Landrätin Anita Schneider. „Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden. Vielmehr wollen wir bestehende Initiativen bündeln und sie auf das gesamte Kreisgebiet übertragen.“

Es gibt also viel zu tun für die neue Fachkraft. Auf die Stellenausschreibung hin sind rund 70 Bewerbungen eingegangen. „Darunter gibt es auch einige für diese Aufgaben sehr gut qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber“, freut sich Landrätin Schneider. „Wir sind zuversichtlich, diese Stelle gut besetzen zu können.“

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