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Raus mit Applaus

Alissa Pierce (vorne links) erzielte für Marburg neun, Oberhausenerin Amber Stokes (rechts) 17 Punkte. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Alissa Pierce (vorne links) erzielte für Marburg neun, Oberhausenerin Amber Stokes (rechts) 17 Punkte. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Gießen | Deutscher Basketball-Pokal:
evo New Basket Oberhausen – BC Pharmaserv Marburg 71:61.


Der Pokal-Wettbewerb ist für das Pharmaserv-Team beendet. Schade, denn im Viertelfinale hätte es ein Hessenderby in heimischer Halle gegeben. Nun gilt die volle Konzentration dem Projekt Klassenerhalt in der Bundesliga.

Es war ein schnelles Spiel, aber kein hochklassiges. Die rund 250 Zuschauer hatten aber sicher auch keine Feinkost erwartet. Spielte doch der Tabellenachte der Bundesliga gegen den Elften. Da war viel Kampf angesagt. Und den boten beide Seiten.

Das bessere Ende hatten dabei die Gastgeberinnen. Dagegen schlichen die BC-Frauen bedröppelt zum Abklatschen mit ihren Fans. Rund 40 hatte es am Nikolaus-Tag nach Oberhausen gezogen. Sie feuerten ihre Lieblinge unermüdlich an. Die dankten es dem treuen Anhang vor allem mit großem Kämpferherz. „Selbst bei nur noch 40 Sekunden und zehn Punkten Rückstand sind wir noch auf den Steal gegangen“, freute BC-Trainer Patrick Unger.

Von der Einstellung her hatten sich seine Schützlinge nichts vorzuwerfen. Es haperte woanders. Block-Verteidigung, Ausboxen, Fastbreak stoppen. „Das haben wir über 75 Prozent des Spiels gut gemacht. Aber dann kamen wieder dumme Fehler“, ärgerte sich Marburgs Übungsleiter. Das verschaffte NBO immer wieder Luft. Der größte Unterschied war allerdings die Trefferquote. Während die Gastgeberinnen 47 Prozent aus dem Feld einnetzten, versenkten die Hessinnen nur jeden dritten Wurf. Dabei verfehlte auch der eine oder andere hundertprozentige Chance das Ziel. Da nutzte die bessere Bilanz bei den Rebounds durch Koop, Thimm und Co. auch nichts.

Die stärkste Phase der Oberhausenerinnen sah Jenny Menz als Hauptdarstellerin. Acht Zähler in Folge durch die kleine Schwester der Ex-BC-Akteurin Tina sorgten beim 36:21 für den größten Vorsprung. Die Lahnstädterinnen konterten mit einer Siebener-Serie und waren zum Seitenwechsel wieder dran (28:36).

Nach (fast) ausgeglichenem dritten Viertel gingen die Gäste mit einem Rückstand von zehn Zählern in die letzten zehn Minuten. Bis auf 52:58 (33.) kamen sie heran. Hatten mehrere Chancen, weiter zu verkürzen. Doch schließlich riss NBO-Spielerin Monique Reid das Zepter an sich. Von den letzten 13 Oberhausener Punkten erzielte die US-Amerikanerin 11. Die Entscheidung.

„Natürlich hätten wir gern gewonnen und wir hatten auch die Chance. Daher ist es auch gut, dass die Spielerinnen enttäuscht sind. Aber wir haben heute wieder viel Positives gesehen“, sagte BC-Coach Unger. Alle Spielerinnen hätten sich gut eingebracht und viele Sachen richtig gemacht. Und daher erhielten die BC-Frauen auch zu Recht tröstenden Applaus von ihren Fans.

Für Erheiterung im Marburger Block sorgte übrigens der Oberhausener Hallensprecher. Mehrfach sagte er Aktionen von Birte Schaake durch. Zwar hat Finjas Mutter tatsächlich mal für Marburgs Erstliga-Team die Basketball-Schuhe geschnürt. Das ist jedoch schon mehrere Jahrzehnte her.

Relativ locker wirkte nach Spielschluss Patrick Unger. „Das waren jetzt zwei gute Spiele von uns nacheinander. Jetzt ist es langsam an der Zeit, auch wieder zu gewinnen“, sagte der BC-Trainer. Am nächsten Samstag wäre ein guter Zeitpunkt. In Marburg kommt es zum Kellerduell in der Bundesliga. Zu Gast: der Tabellenletzte aus Bad Aibling. „Wir werden da positiv rangehen und diese Woche hart trainieren.“

Statistik:
Viertel: 16:11, 20:17, 19:17, 16:16.
Oberhausen: Hill 2 Punkte, Meinhart 2, Mersch 9, Menz 8/1, Reid 24 (11 Rebounds), Stiller 5/1, Stokes 17 (9 Reb, 3 Assists), Tews 4; Gries, Schiermeyer (beide n.e.). Feldwürfe 47 Prozent (29/62), Freiw. 65 Prozent (11/17), Reb. 35 (def. 25), Turnover 13, Assists 11, Steals 5, Fouls 11.
Marburg: Baker 5/1, Crowder, Köppl, Koop 12 (10 Reb.), Masek 3/1, Pierce 9/1 (3 Ass.), Schaake 13/1, Thimm 5 (10 Reb., 3 Steals), Wilson 14. Feldw. 33 Prozent (22/66), Freiw. 76 Prozent (13/17), Reb. 39 (d. 23), TO 14, Ass. 7, St. 7, Fo. 17.
SR: Pohl, Lehnen. Z: 250.

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von:  Marcus Richter

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