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Landkreis wird hessenweite Modellregion für lokale Gesundheitsberichterstattung – Fokus auf Ostkreis

rster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald (1. Reihe, 3.v.r.) begrüßte in der Gallushalle Grünberg ehren- und hauptamtliche Vertreter der Seniorenarbeit aus den Städten Grünberg, Lich, Laubach und Hungen.
rster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald (1. Reihe, 3.v.r.) begrüßte in der Gallushalle Grünberg ehren- und hauptamtliche Vertreter der Seniorenarbeit aus den Städten Grünberg, Lich, Laubach und Hungen.
Gießen | Neuigkeiten aus den Städten sind bei den lokalen Seniorenkonferenzen immer von großem Interesse, so auch bei der fünften Konferenz „Selbstbestimmt älter werden im Ostkreis Gießen“, zu der Erster Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald ehren- und hauptamtliche Vertreter der Seniorenarbeit aus den Städten Grünberg, Lich, Laubach und Hungen in der Gallushalle in Grünberg begrüßt hat. „Ein Ziel dieser Vernetzungstreffen ist, von anderen zu lernen und gemeinsam die Situation von älteren Menschen zu verbessern“, sagte Dirk Oßwald und übergab das Wort an die Redner aus den vier Städten.

Dr. Gerhard Müller ist Vorsitzendender des Seniorenbeirates Hungen, er kann seine Aufgaben aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen. Es wird daher zu personellen Veränderungen kommen. Der Hungener Verein Bürger für Bürger e.V. hat für das nächste Jahr angedacht, eine Betreuungsgruppe für Demenziell erkranke Menschen zu gründen. Zudem plant die Wohnungsbaugenossenschaft Horlofftal e.G. den Bau von altersgerechten Wohnungen im Bürgerpark Hungen.

Aus Laubach wurde berichtet, dass das Oberhessische Diakoniezentrum derzeit eine
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Servicestelle ‚Demenz‘ einrichtet. In Laubach-Wetterfeld entstehen „Am Weinberg“ Wohnungen für betreutes Wohnen mit Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtung. Der Seniorenbeirat in Laubach setzt sich für eine barrierearme Altstadt ein, zudem soll auf Anregung des Seniorenbeirates ein Einkaufs- und Bürgerbus realisiert werden. Aus Lich gibt es keine Neuigkeiten, die Nachfrage nach der Dementen-Betreuung beim DRK Lich ist steigend.

In Grünberg soll ein sogenanntes „Senioren-ABC“ entwickelt werden, das mindestens auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden soll. Das Seniorenbüro der Stadt wurde für den Deutschen Engagement-Preis vorgeschlagen und ist mit 17 Mitbewerbern ins Finale gekommen. Die Entscheidung wird am 5. Dezember bekannt gegeben. Auf dem Gelände der „Alten Polizeiwache“ Grünberg entstehen derzeit 40 seniorengerechte Wohnungen. In unmittelbarer Nähe ist ein Pflegeheim mit 80 Plätzen geplant, Bauträger ist in beiden Fällen die Firma Depant.

Neben der Frage nach ausreichend vielen Wohnung, die für Senioren geeignet sind, spiele die ärztliche Versorgung eine zentrale Rolle – vor allem für die Menschen auf dem Land, so der Sozial- und Gesundheitsdezernent im Landkreis Gießen weiter. Oßwald übergab daher das Wort an den Gesundheitskoordinator im Landkreis Gießen, Iskender Schütte. Er berichtete von den ersten Erfolgen der ‚Lokalen Gesundheitskonferenzen‘, die das Ziel verfolgen, dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Vertreter aus Politik, Medizinern, Rettungsdienst, Krankenhäuser, Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen sowie Akteuren aus der Selbsthilfe haben erste Lösungsoptionen entwickelt. Im Lumdatal plant zum Beispiel ein Projektteam ein Ärztehaus. Mit regionalen Gesundheitsreporten haben sich die Konferenz-Mitglieder im südlichen Landkreis auseinandergesetzt.

„Das Aufgabenfeld Gesundheitsberichterstattung wird uns weiter begleiten. Der Landkreis Gießen hat sich nämlich als Modellregion für das Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ‚Auf- und Ausbau regionaler Gesundheitsnetze in Hessen‘ beworben und wurde ausgewählt“, erläuterte Iskender Schütte. Der Landkreis Gießen soll nun im Rahmen dieses Projekts modellhaft für ganz Hessen ein Indikatorenset für eine einheitliche Gesundheitsberichterstattung erstellen. Basis bildet dafür der Gesundheitsreport 2014 der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, der um eigene Aspekte erweitert wird. Der Ostkreis soll innerhalb dieses Projektes Modellregion sein.

In der anschließenden Diskussion wurde schnell deutlich, dass die Senioren es sehr begrüßen, dass beim Aufbau regionaler Gesundheitsnetzwerke auch das Thema Pflege mit einbezogen wird. „Immer mehr Senioren sind auf Unterstützung und Pflegeangebote angewiesen. Daher ist der Ausbau und die Verbesserung dieses Bereichs sehr wichtig“, unterstrich Ruth Hoffmann ein Anliegen fast aller seniorenpolitischer Gremien.

Altenplanerin Ruth Hoffmann ist zu erreichen unter Telefon: 0641 9390-9703, E-Mail: ruth.hoffmann@lkgi.de

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