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VHC Hoherodskopf besichtigte "Dom des Vogelsbergs" in Schotten - Flügelaltar war Thema der Dissertation des früheren Gießener Museumsdirektors Dr. Friedhelm Häring

Die VHCer vor dem berühmten Flügelaltar der Liebfrauenkirche in Schotten
Die VHCer vor dem berühmten Flügelaltar der Liebfrauenkirche in Schotten
Gießen | Die Liebfrauenkirche Schotten, auch "Dom des Vogelsbergs" genannt, war zum Jahresabschluss das Ziel des Vogelsberger Höhenclubs, Zweigverein Hoherodskopf. Von Annemarie und Werner Dietz sehr gut vorbereitet, erhielten die 18 anwesenden Vereinsmitglieder durch die kompetente Führung von Erika Haas einen umfassenden Einblick in die gotische Hallenkirche und ihre Kunstdenkmäler. Der Sakristeischrank, der gotische Taufstein aus dem frühen 14. Jahrhundert, das spätromanische Kruzifixus, die gotische Pieta und die Fenster im Nordteil, von Schülern der 10. Klasse der Gesamtschule Schotten gefertigt, stießen auf großes Interesse.

Vor allem der Marienaltar, das Hauptwerk eines unbekannten "Schottener Meisters", fand mit seinen 16 Bildern die Bewunderung der VHCer. Ausführlich befasste man sich mit diesem berühmten Flügelaltar, den der frühere Gießener Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring zum Thema seiner Dissertation gemacht hatte. Vermutlich stammt der Altar als Mainzer Auftragsarbeit aus der Zeit um 1385, denn damals gehörte Schotten zum Erzbistum Mainz. Der Flügelaltar ist einer der Hauptwerke der deutschen Malerei der Spätgotik.
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VHC Hoherodskopf im "Dom des Vogelsbergs" in Schotten (1)
Auf der Innenseite des Altars wird auf acht Bildtafeln mit jeweils zwei Szenen die biblische und außerbiblische Kindheitsgeschichte Jesus erzählt, eingerahmt in die Szenen des Marienlebens. Auf der Rückseite ist die Passion Jesus dargestellt. Während der Passionszeit bleibt der Altar geschlossen. In der Osternacht wird er während eines Gottesdienstes wieder geöffnet. Die Leuchtkraft der Farben, vor allem die Rottöne fallen auf. Der Altar hat 40 bestimmbare Farbnuancen, dazu kommen noch die Weiß- und Grautöne. Auf dem Altar sind 120 Figuren dargestellt.

Nach der Besichtigung der Liebfrauenkirche Schotten
fuhr man auf den Hausberg des Vereins, den Hoherodskopf, wo man im Haus der Bergwacht bei leckeren Speisen und Getränken das letzte gemeinsame Treffen des Vereins in 2014 ausklingen ließ. Wer wollte, konnte auf dem Heimweg noch einen Spaziergang über den gerade eröffneten Schottener Weihnachtsmarkt machen.

Die VHCer vor dem berühmten Flügelaltar der Liebfrauenkirche in Schotten
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Der berühmte Flügelaltar aus dem 14. Jahrhundert
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von:  Werner Döring

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Interessensgebiet: Gießen
Werner Döring
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