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„Barrierefreies“ Webdesign – Landkreis Gießen prüft seinen Internetauftritt

(v.l.) Anna Kaczmarek-Kolb (Projektleiterin), Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten (Direktorin BliZ), Anita Schneider (Landrätin), Dirk Haas (IT-Dezernent)
(v.l.) Anna Kaczmarek-Kolb (Projektleiterin), Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten (Direktorin BliZ), Anita Schneider (Landrätin), Dirk Haas (IT-Dezernent)
Gießen | Das Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende (BliZ) der Technischen Hochschule Mittelhessen veranstaltete am Mittwoch, dem 19. November, gemeinsam mit dem Landkreis Gießen einen Infoabend zum Thema: „Barrierefreier“ Internetauftritt. Das Zentrum untersuchte die Webinhalte des Landkreises auf dessen Barrierefreiheit. Finanziert wurde die Überprüfung der Internetseite (www.lkgi.de) über das Projekt „Unser Dorf lebt und wächst in Vielfalt“. Die Direktorin des Zentrums, Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten, stellte gemeinsam mit ihrem Team die Testergebnisse vor, und sprach zudem über die Richtlinien, Normen und Gesetze zur barrierefreien Gestaltung von Webseiten.
Für den Landkreis Gießen ist es von großer Wichtigkeit, das Internetangebot für alle Nutzer zugänglich zu machen. „Wir sind Modellregion für Inklusion“ betont Landrätin Anita Schneider zu Beginn der Veranstaltung. „Das bedeutet, dass wir uns Gedanken machen: wie kann ein gemeinsames Leben stattfinden?“ Die Internetseite (www.Ikgi.de) wurde nach allgemeinen Kriterien der Barrierefreiheit getestet und über 90% des Überprüften konnte als „zufriedenstellend“ beurteilt werden. Das zeigt das große Interesse im Landkreis Gießen. Das Ergebnis heißt nun: ganz so schlimm ist es nicht!
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„Internet ist heute in aller Munde“, bemerkt Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten, „auch die Zahl der über 60ig-jährigen ist gestiegen“. Immer mehr Menschen möchten auch im Alter Internet nutzen, sich auf diesem Wege weiterhin informieren oder auch elektronisch einkaufen. Doch die Problematik bleibt bestehen: „Viele Webauftritte sind nicht, oder nur unzureichend barrierefrei zugänglich“ informiert die Direktorin. Web-Barrieren für sehbehinderte Menschen sind beispielsweise ungenügender Kontrast, falsche Schriftgröße oder Text in Form von Bildern, ohne eine Möglichkeit zur Umformatierung. Dabei gilt die Webseite erst als barrierefrei, wenn sie von Allen genutzt und betrachtet werden kann.
Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, welche durch die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 beschrieben sind, stellen einen Teil des Webstandards des W3C dar. Insgesamt gibt es 4 Prinzipien, 12 Richtlinien, 61 Erfolgskriterien und unzählige Techniken, die in der Veranstaltung erläutert wurden. Werden diese erfüllt, kann gesagt werden, dass die Webseite barrierefrei ist.
Das BliZ-Team stellte anhand der Landkreis-Webseite vor, wie blinde Menschen mit Web arbeiten: ihnen stehen Hilfsmaßnahmen wie spezielle Tastaturen oder der Screenreader zur Verfügung, die virtuelle Navigation erleichtert die Bedienung, ein Klick auf ein Bild liefert dessen Beschreibung.
„Wir haben versucht die Webseite so zu gestalten“ erklärte abschließend Dirk Haas, IT-Dezernent des Landkreises Gießen, „dass die Nutzer so schnell wie möglich dahin gelangen, wo sie wollen“. Er lobte zudem die gut gelungene Zusammenarbeit mit dem Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende und verwies auf künftige Projekte, wie die Umsetzung der Webseite auf iPhones oder iPads.

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von:  Magdalena Skorupinska

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Magdalena Skorupinska
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