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Akademischer Festakt: JLU-Präsident Prof. Dr. Mukherjee und Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Wanka zwischen Optimismus und Herausforderungen für die Zukunft

Bildungsministerin Prof. Dr. Wanka (3. v. l.) und JLU-Präsident Prof. Dr. Mukherjee (4. v. l.) mit dem Präsidium und den Preisträgern.
Bildungsministerin Prof. Dr. Wanka (3. v. l.) und JLU-Präsident Prof. Dr. Mukherjee (4. v. l.) mit dem Präsidium und den Preisträgern.
Gießen | Mit dem Akademischen Festakt feierte die Justus-Liebig-Universität am Freitag, 21. November 2014, in der Aula im Uni-Hauptgebäude den Höhepunkt des universitären Jahreslaufs. Rund 300 Gäste, Studierende und Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Lebens nahmen an der Veranstaltung teil, während derer nach der Rede vom JLU-Präsidenten Prof. Dr. Joybrato Mukherjee exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler ausgezeichnet wurden und die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka den Festvortrag hielt. Musikalisch wurde der Festakt vom Arando Quartett umrahmt.
In seiner Rede erläuterte der Präsident der JLU Prof. Mukherjee die Entwicklungen in der Wissenschaftspolitik nicht nur im letzten Jahr, sondern auch für die Zukunft. Insbesondere freute er sich über die vom Land Hessen getroffene Entscheidung, 81 Millionen Landesmittel, die ab kommendem Jahr frei werden, vollständig den Hochschulen zukommen zu lassen. Der Hessische Hochschulpakt 2016-2020 soll auch zu einer Stabilisierung der Hochschulfinanzierung in Hessen dank mehr Stabilität und mehr Fairness im System führen. Prof. Mukherjee drückte sich außerdem optimistisch über den Einklang von Bund und Ländern für eine zukünftige Finanzierung des Wissenschaftssystems aus.
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Die Justus-Liebig-Universität bewege sich auf dem richtigen Weg, um einen „Forschungscampus Mittelhessen“ ausbauen zu können. Es bestehen bereits wichtige Kooperationen mit der Universität Marburg, der Technischen Hochschule Mittelhessen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region; darüber hinaus pflege die JLU strategische Partnerschaften mit den Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Geisenheim in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.
Bedeutende Partnerschaften im Ausland, u.a. in den USA, in Russland, in Südamerika und in Australien, zeigen, dass die JLU ebenfalls eine stark international ausgerichtete Universität sei.
Der Präsident lobte auch die Tätigkeiten in Forschung und Lehre sowie das attraktive Studienangebot der Universität. Das wird von den Rekordstudierendenzahlen bestätigt: insgesamt 28.000 Studierende, davon über 7.000 Erstsemester.
Die JLU zeichne sich auch in der Lehrerbildung aus: Mehr als 20% der Studierenden seien Lehramtstudierende. Dies mache die JLU zur größten lehrerbildenden Universität Hessens.
Auf die Bauentwicklung der verschiedenen Institute
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee hält seine Begrüßungsrede.
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee hält seine Begrüßungsrede.
wollte Prof. Mukherjee noch hinweisen: In den vergangenen Jahren sei der Campus Natur- und Lebenswissenschaften erneuert worden und weitere Projekte laufen noch. Vor einigen Wochen haben die Ausbauarbeiten im Campus Kultur- und Geisteswissenschaften ebenfalls angefangen.
Der Präsident der JLU bedankte sich bei und verabschiedete sich von dem Universitätskanzler Dr. Michael Breitbach, dem stellvertretenden Kanzler und Personaldezernenten Thomas Clasen sowie der Frauenbeauftragten Marion Oberschelp, die aus ihren Ämtern scheiden bzw. in den Ruhestand eintreten. Die Nachfolgerinnen Susanne Kraus (Kanzlerin), Heike Siebert-Rothland (Personaldezernentin) sowie Frau Dr. Stritzke und Frau Wenisch (Frauenbeauftragte) wurden herzlich willkommen geheißen. Die Erarbeitung eines neuen Personalentwicklungskonzept und eines neuen Gleichstellungskonzept wird ein Schwerpunkt ihrer Aufgaben nächstes Jahr sein.
Im Mittelpunkt des Festaktes stand die Preisverleihung für exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in verschiedenen Studienbereichen. Geehrt wurden PD Dr. Jörg Evers aus dem Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg mit dem Röntgenpreis, PD Dr. Andreas Römpp vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie mit dem Preis
Das Publikum in der Aulo bei der Rede von Prof. Mukherjee.
Das Publikum in der Aulo bei der Rede von Prof. Mukherjee.
der Justus-Liebig-Universität, Dr. des. Thomas Kischkel mit der Auszeichnung für Arbeiten zur Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen und PD Dr. Thilo Kuntz in der Sektion Rechtswissenschaft mit dem Dr.-Herbert-Stolzenberg-Preis. Ausgezeichnet wurden auch die hervorragenden Dissertationen von Dr. Alexander Franck (Sektion Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften), Dr. Matteo Toscani (Sektion Sozial- und Sportwissenschaften sowie Psychologie), Dr. des. Jürgen Dinkel (Sektion Sprach-, Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften), Dr. Pascal Hartmann (Sektion Naturwissenschaften), Dr. Denise Geßner (Sektion Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement) und Dr. Yvonne Christine Ackermann (Sektion Veterinärmedizin, Tierbiologie, Medizin, Zahnmedizin und Humanbiologie). Die beiden sektionsunabhängigen Dissertationsauszeichnungen gingen an Dr. Nina Schünemann und Dr. Aline Koch. Der DAAD-Preis wurde dem Medizinstudenten Mohammed Gabriel Dalah aus Saudi-Arabien verliehen.
Anschließend sprach die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka in ihrem Festvortrag über die Zukunft der Universität in Deutschland. Entscheidend sei eine Kultur des Ermöglichens, damit jedem seine Chance angeboten werde. Prof. Wanka begrüßte, dass die Grundfinanzierung für die Hochschulen gestärkt wird und bereits in dieser Legislaturperiode um 25% gesteigert wird.
Bundesbildungministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hält den Festvortrag.
Bundesbildungministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hält den Festvortrag.
Auch wenn die Professoren durch die hohe Anzahl von Studierenden momentan ausgelastet seien, bestehe eine Herausforderung für die Zukunft. Nach 2023 werde die Zahl der Studierenden sinken und müssen neue Felder entwickelt werden. Die Durchlässigkeit des Systems werde unentbehrlich sein, damit alle studieren können, unabhängig davon, ob sie eine Berufsausbildung oder die FH besucht haben. Die Studenten wünschen sich mehr Praxis und mehr Forschung in den Studiengängen. Außerdem müssen sich die Universitäten international bewerben. Dafür müssen sie Top ausbilden und das Miteinander innerhalb der Hochschule stärken. Im Gegensatz zu den Neunziger Jahren, als viele junge Menschen im Ausland studieren wollten, sei Deutschland heutzutage das drittbeliebteste Land für ein Studium nach den USA und Großbritannien.
Das Fazit der Bundesbildungsministerin ist hoffnungsvoll: „Wir haben enorm viel verändert, jeder junge Mensch in diesem Land hat eine Chance, wenn er will. Und junge Menschen sind begehrt.“ Und sie gratulierte den Preisträgern: „Wir brauchen Sie.“
Die Veranstaltung wurde mit einem Sektempfang mit Häppchen abgeschlossen.

Bildungsministerin Prof. Dr. Wanka (3. v. l.) und JLU-Präsident Prof. Dr. Mukherjee (4. v. l.) mit dem Präsidium und den Preisträgern.
Bildungsministerin Prof.... 
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee hält seine Begrüßungsrede.
JLU-Präsident Prof. Dr.... 
Das Publikum in der Aulo bei der Rede von Prof. Mukherjee.
Das Publikum in der Aulo... 
Bundesbildungministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hält den Festvortrag.
Bundesbildungministerin... 
Rund 300 Gäste nahmen am Festakt teil.
Rund 300 Gäste nahmen am... 
Preisträger und Gäste genießen die musikalische Umrahmung des Arando Quartetts.
Preisträger und Gäste... 
Das Arando Quartett gestaltete die musikalische Umrahmung des Festaktes.
Das Arando Quartett... 
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und Bundebildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka nach der Veranstaltung.
JLU-Präsident Prof. Dr.... 
Anschließend waren die Gäste zu einem Empfang eingeladen.
Anschließend waren die... 

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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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