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Oberbürgermeisterin kocht in der DITIB-Moschee

Gießen | Seit September 2014 findet in der DITIB-Moschee das sogenannte „Kochen der Kulturen“ statt. Im 14 tägigen Rhythmus und in enger Abstimmung mit dem Nordstadtverein begrüßt Ahmet Okan von der DITIB Moschee donnerstags abends regelmäßig eine multikulturelle Gästerunde. Die starke Verbindung zwischen Christen und Muslimen sowie Deutschen und Türken in der Nordstadt soll auf diese Weise gepflegt werden. Kürzlich war neben Anna Bühne (Leiterin des Selbstlernzentrums in der Gießener Nordstadt), Wiebke Knobloch (Projektleiterin der Deutsch-Türkische Gesundheitsstiftung), Yasemin Topcu (langjährige Leiterin der DITIB-Frauengruppe), Faime Okan (2. Vorsitzende der DITIB Gießen) und Renginur Girgin (Mitglied der DITIB-Moschee) ein ganz besonderer Gast vor Ort. So unterstützte Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz das Kochen voller Tatendrang. Ahmet Okan begrüßte die Teilnehmer und erläuterte ihnen die Ziele des Projektes. Nachfolgend ging es - nach einer kurzen Erläuterung des zu kochenden Menüs - an die „Arbeit“. So kreierte das „Team“ als Vorspeise gefüllte Teigtaschen und als Hauptmenü Krautrouladen mit einer
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Karottenschmandsoße. Der Nachtisch war, wie Okan berichtete, mit einer alten geschichtlichen Überlieferung des Islam verbunden. Der islamischen Glauben besagt, dass der Prophet Noah, nachdem er im Anschluss an die große Flucht wieder auf festen Boden war, mit seinen letzten Vorräten erstmalig die Süßspeise Asure gekocht und mit den Überlebenden gegessen hatte. Seit dem wird Asure (im deutschen Aschure) in islamischen Länder gekocht und gegessen.
So wurde als abschließender Höhepunkt des gemeinsamen Schaffens die Süßspeise kredenzt. In nicht einmal eineinhalb Stunden waren alle Gerichte zubereitet. Anschließend wurde gemeinsam gegessen, dabei stießen noch der 1. Vorsitzende der DITIB-Moschee Adnan Uludag und Stadtteilmanager Lutz Perkitny hinzu und genossen die zubereitete Mahlzeit in freundliche ausgelassener Atmosphäre. So fand neben der Abstimmung über Kochideen auch ein sehr reger Austausch über jeweilige kulturelle und religiöse Eigenheiten statt. Übereinstimmend stellten die Beteiligten abschließend fest, dass solche Veranstaltungsreihen einerseits ganz unterschiedliche Menschen zusammenführen und andrerseits Missverständnissen vorbeugen, sowie die Vielfalt des kulturellen und religiösen Lebens in Deutschland deutlich machen. Uludag ergänzte: „Wir trafen uns als Fremde oder Bekannte und gingen als Freunde auseinander.“

 
 

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