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Heizkostenexplosion: Heizkosten sparen leicht gemacht

von Dagmar Polantam 24.11.20141370 mal gelesen1 Kommentar
Gießen | Die meisten Gießener Haushalte ächzen mittlerweile unter den immer stärker ansteigenden Heizkosten. Nicht selten flattern heutzutage Betriebskostenabrechnungen ins Haus, die man fast schon als zweite Miete bezeichnen kann und in denen die Heizkosten zumeist den größten Anteil ausmachen. Tipps, wie man die Kosten möglichst senken kann und damit zugleich aktiv zum Klimaschutz beiträgt.

1. Das eigene Heizverhalten überprüfen und verbessern

Dass man nicht gerade bei einem auf Kipp gestellten Fenster heizen sollte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Weit verbreitet ist aber noch der Irrglaube, dass sich mit einem völligen Herunterdrehen der Heizung vor dem Verlassen der Wohnung die Heizkosten senken lassen. Das Gegenteil ist der Fall. Um den Wohnbereich bei der Rückkehr wieder auf annehmbare Wohntemperatur zu bringen, wird sehr viel mehr Energie benötigt, als wenn eine Grundwärme bei niedriger Temperatur konstant gehalten wird. Ein entscheidender Faktor ist auch das korrekte Lüften der Räume. Auch hier gilt die Devise, den Wohnraum nicht zu stark auszukühlen. Das heißt: Heizung nur kurz runterdrehen und dann einmal
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rasch für Komplettdurchzug sorgen. Und: Halten Sie die Heizkörper frei von Mobiliar und Vorhängen. Der Deutsche Mieterbund schätzt, dass allein durch das Zustellen oder Zuhängen der Heizung vermeidbare Heizwärmeverluste von 15 Prozent entstehen.

2. Technische Helferlein sparen zusätzlich Heizkosten

Oftmals unbemerkt von Wohnungsinhabern und Hausbesitzern entweicht Wärme durch Türritzen und undichte Stellen am Fenster. Ob es irgendwo zieht, lässt sich übrigens ganz einfach mit einer brennenden Kerze überprüfen. Sobald sie flackert oder sich bevorzugt in eine Richtung bewegt, sollte mit Dichtungsklebebändern Abhilfe geschaffen werden. Bei Türen ist als Zugluft-Stopp alternativ natürlich auch der Einsatz einer sogenannten Türbürste oder eines klassischen „Türdackels“ hilfreich, der einfach vor die Tür gelegt wird.

Beim Thema Fenster ergeben sich, wie das Fraunhofer Institut für Bauphysik getestet hat, weitere Einsparmöglichkeiten durch den Einsatz von einem wärme- und kältedämmenden Sonnenschutz in Form von Thermorollo oder Wabenplissee. So weisen Rollo und Plissee Kälte von draußen ab und verhindern zugleich, dass die Heizwärme umgekehrt durch die Fensterscheibe herausgeheizt wird. Aktuelle Zahlen und Grafiken zum konkreten Heizkosten sparen mit Rollo und Plissee finden sich beispielsweise auf der Info-Seite Livoneo. Ein ebenso „heißer“ Tipp ist, eine Dämmfolie hinter dem Heizkörper an der Wand anzubringen, insbesondere dann, wenn die Wandisolierung nicht gerade auf dem neusten technischen Stand ist.

Grundsätzlich empfiehlt es sich auch, die Raumtemperatur mit einem Thermometer im Auge zu behalten. So liegt die richtige Aufenthaltstemperatur für gesunden Menschen im Wohnbereich etwa zwischen 20 und 22 Grad, während im Schlafzimmer die Temperatur zur Schlafenszeit durchaus 16 bis 18 Grad betragen kann, da eine kühlere Umgebung von Schlafmedizinern auch durchweg als schlaffördernd eingestuft wird.

Ein elektronisches Heizkörperthermostat ist natürlich die weitaus modernere Variante der Temperaturüberwachung. Denn es zeigt nicht nur die aktuelle Temperatur an, sondern praktischerweise kann auch die Höhe der Raumtemperaturen direkt programmiert werden. Das elektronisch gesteuerte Absenken der Heizwärme bei Abwesenheit, zum Beispiel während der Arbeitszeit, spart zusätzlich Energie.

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.372
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.11.2014 um 18:11 Uhr
Zu 1. Ich decke beim Lüften nur das Ventil ab. Das genügt.

Zu 2. Ein elektronisches Heizkörperthermostat ist natürlich die weitaus modernere Variante der Temperaturüberwachung. Denn es zeigt nicht nur die aktuelle Temperatur an, sondern praktischerweise kann auch die Höhe der Raumtemperaturen direkt programmiert werden. Das elektronisch gesteuerte Absenken der Heizwärme bei Abwesenheit, zum Beispiel während der Arbeitszeit, spart zusätzlich Energie.

Da würde mich interessieren wie das funktionieren soll.

Bei mir regelt sich das an jedem Heizkörper am Ventil. Wie das elektronisch verstellt werden soll, ???
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