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Verkaufsoffener Sonntag - Internationaler Frauentag

Seltersweg, 8. März 2009: verkaufaoffener Sonntag in Gießen
Seltersweg, 8. März 2009: verkaufaoffener Sonntag in Gießen
Gießen | Am Internationalen Frauentag - diesmal an einem Sonntag - die Verkäuferinnen (hauptsächlich sind Frauen im Verkauf tätig) zur Arbeit zu rufen, ist ein Hohn.
Die vier verkaufsoffenen Sonntage sind an und für sich schon umstritten, selbst in der Geschäftswelt. Einige Unternehmen sträuben sich dagegen, da sie zusätzlich Lohn zu zahlen haben.
Hier geht es jedoch nicht in erster Linie um die Interessen von Unternehmen. Schon Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr und gelegentlich darüber hinaus stören Familienleben. Und dies triffte erst recht für die vier Sonntage zu, an denen eben in den meisten Fällen, die Frauen dem Profitwunsch der Geschäftswelt untergeordnet werden. Das Gegenargument wird kommen: Manche Frauen arbeiten gerne mal am Sonntag, damit das geringen Einkommen aufgebessert wird.
Hätte der Magistrat ein bischen Sensibilität gegenüber in langen Jahren erkämpften Frauenrechten verspürt, dürfte so etwas nicht passieren.
Zu Recht protestieren Gewerkschaften und Kirchen.
Pfarrer Weißgerber weist laut Presse darauf hin, dass Kirchen und Gewerkschaften versprochen wurde, sie bei der Planung verkaufsoffener Sonntag einzubeziehen.
Wahrscheinlich dürfen wieder einmal alle mitreden, wenn alles beschlossen.

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Kommentare zum Beitrag

Wolfgang Schwarz
154
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 20.11.2014 um 18:02 Uhr
Sonntagsöffnungen, oder auch Öffnungszeiten bis 20:00, teilweise sogar 22:00 Uhr, können nur diejenigen "gutfinden", die niemals selbst zu diesen Zeiten arbeiten mußten.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.11.2014 um 19:12 Uhr
Richtig Michael B. die Damen und Herren des Magistrats (insbesonders der hauptamtliche Teil) sind beratungsresistent.

Ich frage mich "was geht denn da ab", wenn sogar Pfarrer Weißgerber (sonst ein dem Magistrat sehr nahe stehende Person) der Geduldsfaden gerissen ist und er in der Lokalpresse "Tacheles redet".

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Kritik-an-Plaenen-fuer-Einkaufs-Sonntage-2015-_arid,535613_regid,1_puid,1_pageid,113.html

Mit wem will sich der Magistrat eigentlich noch überwerfen?

Wenn ich überlege, welche gesellschaftlichen Gruppen in Giessen in den letzten Monaten um Beachtung der im Wahlkampf "dick und fett" versprochenen Mitwirkung breiter Bevölkerungskreise "gebeten" haben (bitten mussten), dann komme ich locker auf ein Dutzende.

Offensichtlich geht es in der Teppichetage des Giessener Rathauses immer noch nach dem Motto: Wir bestimmen, wo es langgeht! Kommt dann Protest auf, dann wird schnell noch irgendein Beteiligungsmodell nachgeschoben. Die Ergebnisse der Modelle ist dann aber eher leichte Kosmetik der ursprünglichen Planung. *

In diesem Fall wird nur ein Gericht die Damen und Herren stoppen können. Ich hoffe die VERDI bleibt bei ihrer Ankündigung und klagt.

Aber es werden für Giessen bessere Zeiten kommen. Ich gehe davon aus, dass die Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz 2015 abgewählt wird und 2016 andere bürgerliche Fraktionen koalieren werden und damit auch die jetzige Koalition ausgewechselt wird.

* Hier ein aktuelles Beispiel. Viele Bürger in den Stadtteilen Allendorf und Lützellinden haben sich rechtzeitig auf mehreren Ebenen gegen die Pläne der Neugestaltung der OEPNV in ihren Stadtteilen (wird am 14.12. aktuell) engagiert. Die ursprüngliche Planung wird voll und ganz "durchgezogen". Als kleines "Zuckerle" den Kritikern gegenüber hat der Magistrat angekündigt ein Geldbetrag in den Haushalt im nächsten Jahr aufzunehmen, dass eine Haltestelle an der Landstraße (für die jetzt weggefallene Haltestelle "Mühle" / zwischen Allendorf und Dudenhofen) geplant werden kann. Wohlgemerkt geplant - bei dem Giessener Tempo dürften frühestens bei dem Fahrplanwechsel in 2 Jahren die Haltestelle in Betrieb genommen werden.
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 20.11.2014 um 19:23 Uhr
Vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr sind durchaus vertretbar, zumal dann alle im Kollegium maximal an zwei Terminen dran sind, also Augen auf bei der Berufswahl, Jobs im Handel sind nunmal leider nicht sonderlich familienfreundlich.
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 20.11.2014 um 20:04 Uhr
Zum Glück muss Pflegepersonal Sonntags nie arbeiten. Auch nicht in kirchlichen Einrichtungen. Auch keine Feuerwehr, Polizei, Bäcker, Sicherheitsmitarbeiter, Taxi Fahrer, Stewardessen, Köchinnen und Kellnerinnen....
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 20.11.2014 um 20:40 Uhr
Schlimmer geht immer :-)
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 21.11.2014 um 06:31 Uhr
Und ich dachte, daß der Tag extra zum Shoppen für die Frauen am Internationalen Frauentag eingerichtet wurde und die Männer den Verkauf übernehmen.
Frage mich nur, ist das Ignoranz, Provokation, Unwissen ? Frauen in Führungspositionen bringen die Durchschnittsarbeiterfrauen keinen Schritt weiter, wie man an Grabe-Bolz, Weigel-Greilich, Merkel und und van der Leyen deutlich demonstriert bekommt.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 06:37 Uhr
Neues zum Thema aus der Lokalzeitung:

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/ob-sieht-stadt-zu-unrecht-angegriffen_14791291.htm

Jetzt soll nach Frau Grabe-Bolz Alles nur ein großes Missverständnis sein.

Wer das glaubt der "zieht auch die Hose mit der Beiszange an".
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 11:04 Uhr
Ich verstehe wirklich nicht, was an ein paar wenigen Verkaufsoffenen Snntagen so schlimm sein soll. Andere Branchen haben regelmässig Verkaufsoffene Sonntage. Die Gastronomie zum Beispiel. Ob sich Pfarrers da auch beschwert wenn er von der Predigt ermattet sein Schnitzel haben möchte oder wo verhandeln Gewerkschaften, in leeren Konferenzräumen von hotels und bekommen da nen Kasten Sprudel und die Kaffeemschine hin gestellt?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.11.2014 um 11:07 Uhr
So ist es Herr Schmidt. Wir mussten und müssen in der Pflege immer jedes zweite Wochenende arbeiten. Das hat auch keinen Interresiert. Wegen vier Sonntagen wir ein Welle gemacht.
Deshalb geht Sonntags keiner mehr wie üblich in den Gottesdienst.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 13:59 Uhr
Florian Schmidt, es gibt nun mal Bereiche, wo gearbeitet werden muss im Interesse der Gesellschaft. Warum aber Verkauf? Worin besteht die Notwendigkeit?
Und Herr Büttel, Sie nennen die Pflege, richtig. Wenn mehr Pfleger eingestellt würden, was dringend notwendig wäre, könnten die Sonntage besser verteilt werden.

Wohl kaum jemand erinnert sich, auch viele aus dem linken Spektrum, dass im Jahr 2009 ebenfalls ein verkaufsoffener Sonntag auf den Frauentag fiel.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.11.2014 um 14:14 Uhr
Es ist doch völlig egal auf welchen Tag was fällt. Am Weltmännertag musste ich auch arbeiten. Frauentag, Nichtrauchertag, Veggiday, es gibt für alles einen Tag. Wo ist das der Unterschied und was tut das zu Sache. Wenn Sie gegen Sonntagsarbeit sind spielt der Tag wohl eher eine untergeordnete Rolle.
Es ist nicht nur die Pflege die am Wochenende arbeitet. Man kann nicht immer mehr Leute einstellen damit man nur alle vier Wochen arbeiten muss. Wer soll denn das noch bezahlen? Das man in der Pflege mehr Personal braucht ist unbestritten.... aber eben jeden Tag. Deshalb wird kein Tag weniger gearbeitet sondern die Leistung am Patienten verbessert.
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 15:19 Uhr
In anderen Ländern gibts es schon Geschäfte die 24/7 geöffnet sind. Da hängen wir hinterher. Und gerade für andere Menschen die keinen 8-16Uhr Montag-Freitag haben sollte es Möglichkeiten des Einkauf geben.
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 15:26 Uhr
Herzlichen Dank für ihr Statement, Herr Beltz, denn an Sonntagen Einkäufe zu tätigen ist in der Tat nicht nötig. Ich bin immer sehr erstaunt über die vielen jungen Familien mit Kleinstkindern, sowie die vielen SeniorInnen, die sich Sonntagnachmittags in den Läden tummeln. Familienleben im klassischen Sinne findet wohl nicht mehr statt. Shoppen statt Spielen zum Einen und die Senioren mit Ihrer kargen Freizeit zum Anderen :-).

Öffnungszeiten bis 22 Uhr an Werktagen sind in Ordnung, zumal ich immer sehr dankbar bin, dass ich Samstags nach Feierabend gegen 21 Uhr noch die Chance habe, ein paar Nahrungsmittel einzukaufen....
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 15:39 Uhr
Nun ja, Herr Schmidt, natürlich ist es klasse, um 4 Uhr früh in Manhatten in Scottys Diner ein Spitzenfrühstück zu genießen, in Weltstädten und Touristenhochburgen sind Öffnungszeiten nahezu rund um die Uhr üblich.

Aber hier bei uns in der Provinz?

Im Übrigen kann man online rund um die Uhr Shoppen

Ich erinnere mich noch an die Ladenöffnungszeiten vor Jahrzehnten bis 18.30 Uhr, damals ist auch Niemand verhungert :-)
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.11.2014 um 18:55 Uhr
Herr Schmidt, ihr Hinweis auf den Pfarrer mit dem Schnitzel der ist gut.

Gratuliere mit humorvollen Worten "auf den Punkt gebracht". (Da werde ich etwas neidich, denn das kann ich nicht.)

Aber darum geht es doch garnicht. In dem Bündnis haben sich zwei gesellschaftliche Gruppen in einem Punkt zusammen getan, welche im Normalfall "nicht miteinander könnnen". Und das sind meiner Ansicht nach keine Mimösitäten, sondern das hat handfeste Gründe.

Einerseits sind bei den Gewerkschaften im Normalfall (mehr oder weniger) klassenbewußte Arbeiter organisiert. Die interessiert oft nicht was der Pfarrer von der Kanzel predigt, denn sie / er weiss "du hälst sie arm (Staat) und ich halte sie dumm (Kirchen)". Dazu kommt schon seit Jahrzehnten die durch die Verfassung abgesicherte Sonderstellung der Kirchen als Arbeitgeber, die den Kirchen erlaubt ihre Arbeitnehmer von den Gewerkschaften fern zu halten.

Anderseits kann ein Pfarrer im Regelfall ja Nichts mit einem Arbeiter anfangen. Er gehört eben zu dem Bürgertum. Und das merkt mann / frau, wenn du dir die Mühe machst seinen Predigen zu zuhören.

Nach meinem Verständnis von Demokratie befürworte ich das punktuelle Bündnis über die Klassengrenzen hinweg zur Durchsetzung von einzelnen fortschrittlichen Forderungen. Dabei ist mir völlig egal, dass der Pfarrer seine Kirche voll haben will und die Gewerkschaften etwas für die / den Verkäufer/in tun will, also im gewissen Sinne Partikularinteressenvertreten werden.

Was ich natürlich ablehne ist (aber in diesem Fall sehe ich das nicht als gegeben), dass Kirchen sich durch solche Cross-over-Bündnisse in ihrer gesellschaftlichen Stellung stärken. Herr Schmidt, wir geben ja öfters Kommentare bei Artikel mit religiösen / kirchlichen Hintergrund ab, sie dürften ja wissen, dass ich zur Reduzierung der im Grundgesetz enthaltenen Sonderrechte der Kirchen votiere.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.11.2014 um 10:04 Uhr
Martin, ich trete für strikte Trennung von Staat und Kirch ein.

Anfrage an mich, wo das mit dem verkaufsoffenen Sonntag 2009 zu lesen sei. GIESSENER ECHO und sicher in den Tageszeitungen.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.11.2014 um 10:22 Uhr
ich finde die 4 sonntage nicht schlimm aber auch genug !
dazu kommt das die kunden an sonntagen einfach besser gelaunt sind und das verkaufen einfach auch mehr spass macht wenn richtig was los ist. so gehts mir jedenfalls. wer in den einzelhandel geht muss eben auch mit schichtarbeit rechnen. warum soll das ein so grosses problem sein ?!?!
selbst die reinigungskraefte arbeiten sonntags, fuer die sonntage gibt es nicht nur mehr geld sondern auch freizeitausgleich an tagen in der woche.
das nehme ich gerne an um z.b. auf behoerden zu gehen. oder mal eine ausstellung ohne massenandrang zu besuchen.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.11.2014 um 10:22 Uhr
ich finde die 4 sonntage nicht schlimm aber auch genug !
dazu kommt das die kunden an sonntagen einfach besser gelaunt sind und das verkaufen einfach auch mehr spass macht wenn richtig was los ist. so gehts mir jedenfalls. wer in den einzelhandel geht muss eben auch mit schichtarbeit rechnen. warum soll das ein so grosses problem sein ?!?!
selbst die reinigungskraefte arbeiten sonntags, fuer die sonntage gibt es nicht nur mehr geld sondern auch freizeitausgleich an tagen in der woche.
das nehme ich gerne an um z.b. auf behoerden zu gehen. oder mal eine ausstellung ohne massenandrang zu besuchen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 22.11.2014 um 10:56 Uhr
"dazu kommt das die kunden an sonntagen einfach besser gelaunt sind und das verkaufen einfach auch mehr spass "
Sehr interessante Sichtweise, Nicole !
Wenn das die meisten Verkäuferinnen ( Deine Kolleginnen ) so sehen ......... ;-)
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 23.11.2014 um 06:10 Uhr
bei uns werden hoelzchen gezogen wer am sonntag zuhause bleiben muss wenn nicht das argument ,, du hast die woche urlaub,, kommt.
wir haben immer jede menge arbeiten, und fuer lange weile ist keine zeit. zwischen kundenberatung und moebelmontage kommt die auffuellarbeit und die moebelpflege. Bearbeiten von Beanstandungen und Finanzierungen gehoeren auch zur normalen taetigkeit eines verkaeufers.
ordentlich abwechslung und leute die gerne mit menschen zu tun haben. nicht jeder ist fuer den job geeignet, genau wie nicht jeder im pflegeberuf gluecklich sein kann. Schade nur das bei mir die veranstaltungen an samstag abenden nur moeglich sind wenn ich urlaub habe oder eben mitte des monats wenn ich frueher raus kann. samstag ist stress wenn die kunden merken das der miet lkw haette besser bestellt werden sollen und die planung ins wanken kommt liegen die nerven blank. genauso das phaenomen weihnachten. und ploetzlich ist es da . oh schreck die zeit ist weg und die neuen moebel kommen erst im neuen jahr. da muss man schon ein bischen einfuehlsam sein ;-)
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 26.11.2014 um 07:49 Uhr
das sind gesetzliche feiertage ! Das wird nix mit dem Verkaufsoffenen.
Aber diese Tag der Frau, Tag des Mannes, Welt Kindertag, Veganertag , Tag des Waldes, Tag der sosa flugmuecke sind fuer mich tage wie jeder andere auch. Sie sollen an eine Situation aufmerksam machen mehr nicht.
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 26.11.2014 um 08:02 Uhr
Wer betreut eigentlich die Kinder der alleinerziehenden Frauen am verkaufsoffenen Sonntag ?
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 26.11.2014 um 08:08 Uhr
die gleichn personen die auch in der ferienzeit fuer die kids da sind. urlaubstage und schulferien sind auch unterschiedlich lang. das laesst sich organisieren wenn man will. wer betreut die kinder der alleinerziehenden krankenschwetser, polizistin in der nachtschicht ?
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.11.2014 um 11:43 Uhr
Das muss in anderen Berufen das ganze Jahr organisiert werden. Genau Frau Freemann die gleichen Personen wie sonst auch helfen einem da. Sie schreiben es ja.
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 26.11.2014 um 12:13 Uhr
Kinder und vollzeitberufstätig ist leider nur in wenigen Berufen zu organisieren, weshalb viele Frauen auf eins von beiden verzichten müßen. Unter anderem deshalb gibt's den Internationalen Frauentag. Um an so Forderungen wie: "Gleiches Geld für gleiche Arbeit" zu erinnern. Früher gabs so Forderungen wie Samstags gehört Vati der Familie - als es noch regulär Samstagsarbeit gab; mit Gleichberechtigung war nicht gemeint, daß Mutti auch noch weg ist. Nebenbei wüßte ich gerne mal, wo frau die bezahlbare Kinderbetreuung - nicht nur am Wochenende findet, speziell auch auf dem Land. Die Viecher bekomme ich bei Dienstreisen im Tierheim unter.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.11.2014 um 12:53 Uhr
Ehrenamtliche Tagesmütter, Nachbarn, Freunde und Verwandte so geht das in der Regel auf dem Land. Man muss sich nur darum kümmern und darf nicht zu Hause sitzen und jammern wie schlecht doch die Welt sei.
Nicht alle Eltern sind Alleinerziehende. Männer können genauso wie Frauen auf Kinder aufpassen. Auch das ist eine Form der Gleichberechtigung. Dann können Frauen auch am Wochenende arbeiten und müssen nicht wegen der Kinder zurückstecken. Ob sie denn wollen ist was anderes.
Natürlich gibt es auch Fälle wo gar nichts geht....
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.11.2014 um 13:13 Uhr
Tag des Baumes, Tag der Milch, Veganertag..usw sind nicht vergleichbar mit Feiertagen - gut. Der Frauentag sollte als Tag des Kampfes von Frauen für Gleichberechtigung respektiert werden. Genau wie der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterklasse seine Bedeutung hat, so gilt für mich der Internationale Frauentag als Erinnerung an den Kampf der Frauen in die internationalen Geschichtsbücher.
Wir sollten uns nicht nur - und das ist weiterhin dringend nötig - an die Verberchen der deutschen Faschisten und damit Verbrechen Deutschlands erinnern, sondern gerade auch den Kampf gegen Ungerechtigkeit und eben Verbrechen erinnenrn!
Es gab und gibt auch immer ein besseres Deutschland.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 26.11.2014 um 16:54 Uhr
frau albrecht es gibt sie immer noch , die regulaere samstag arbeit. Im Verkauf, Im Krankenhaus, In der Justitz, In der Stadtreinigung, Im Theater, Im Kino, In der Giesserei ,der Gastronomien und und und. Total Normal !
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 27.11.2014 um 06:31 Uhr
???
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 27.11.2014 um 06:34 Uhr
Wenn ich mit Wochenendarbeit ein Problem habe muss ich eben einen Job machen in dem das nicht ist !
Wir duerfen uns unseren Beruf zum glueck aussuchen. Wenn ich meinen spass am Kochen habe kann ich in der Gastronomie gluecklich sein obwohl da selbst an Feiertagen gearbeitet wird. Nur ein beispiel.
Ich habe eigendlich Schreinerin gelernt und dachte das dies mein Traumberuf ist. Dann habe ich entdeckt das der Umgang mit Menschen und das Verkaufen fuer mich viel mehr gibt. Eine Freundin von mir hat Verkaeuferin gelernt und jetzt geht sie in der Altenpflege auf.
122
Sabine Albrecht aus Linden schrieb am 27.11.2014 um 06:41 Uhr
Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen nur in Ausnahmefällen beschäftigt werden, etwa um "erhebliche Schäden zu vermeiden", falls diese Arbeiten nicht an Werktagen vorgenommen werden können. Ausnahmen gelten per Gesetz etwa für Polizei, Feuerwehr, Krankenschwestern oder Notdienste.
Verkaufsoffene Sonntage fallen irgendwie für mich nicht unter diese Notwendigkeit.
Außerdem finde ich es merkwürdig, so zu tun, als gäbe es keine Probleme, Betreuung für Kinder zu finden. Das Problem kennt doch jede/jeder Mutter/Vater. Das ist kein individuelles Problem, was vom persönlichen Organisationstalent abhängt. Ich mußte schon schmunzeln, bei dem Gedanken, wie es meine Nachbarn schauen würden, wenn ich mit meinem Sohn vor ihrer Tür stände. Wo für Zugezogene Verwandte und Freunde am Wohnort herkommen sollen, keine Ahnung. Zum Glück mußte ich Sonntags noch nie bezahlter Arbeit nachgehen - Kind und Haushalt wollen natürlich rund um die Uhr 365 Tage im Jahr versorgt werden.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 27.11.2014 um 06:55 Uhr
es gibt probleme mit der kinderbetreuung in jedem beruf. nicht nur fuer verkaeuferinen und verkaeufer ! sonntags hat man noch eher jemanden aus dem freundeskreis und der Verwandschaft der mal aufpassen kann. in den Ferien ist das schon schwieriger. Kinderbetreuung ist nicht einfach aber manchmal machen die alleinerziehenden den fehler und versuchen den Ex, die Ex aussen vor zu lassen. Ein kind hat immer Mutter und Vater dazu noch Grosseltern die ebenfalls ein umgangsrecht mit den kindern haben. Dann ist eben der Kleine mal bei Oma oder Opa oder eben Papa oder Mama. Sonntags ist einfach zu planen wenn man will !
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.11.2014 um 10:19 Uhr
So ist es Frau Freemann. Natürlich ist es wie in allen Bereichen es gibt auch negative Beispiele wo es natürlich nicht geht. Das ist mit allem so, deshalb kann man etwas Grundsätzlich nicht für unmöglich erklären.
Ich kann auch jeden verstehen der sonntags nicht arbeiten möchte, aber wie Sie schreiben man hat die Auswahl.
Nachdem ich jahrelang mindestens jedes zweite Wochenende und dass zum Teil noch in der Splitterschicht (von 05.30 Uhr bis 10.00 Uhr und vom 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr) und ab und an im Nachdienst gearbeitet habe, entschloss ich mich das zu ändern. Schulbank gedrückt nochmal mit Mitte dreißig gelernt trotz vier Kinder organsiert und heut am Wochenende frei.

Klar geht nicht immer, ist aber eine Möglichkeit.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 27.11.2014 um 12:39 Uhr
Freies Wochenende gönne ich jedem, auch Ihnen Herr Büttel.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 29.11.2014 um 16:42 Uhr
Eigentlich ist Ihre Frage im Artikel und auch durch die Streigespräche hinreichend beantwortet. Der Internationale Frauentag fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Dass an diesem Tag, der hinweist auf Kämpfe von Frauen für ihre Rechte, FRauen ausgerechnet für einen Bereich arbeiten sollen, der nicht wie vielleicht andere Berufe Sonntagsarbeit erforderlich macht, wird von mir kritisiert.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.12.2014 um 12:08 Uhr
Wenn es Ihnen um die Historie das Intrenationalen Frauentages geht, Frau Muth, können Sie das im Lexikon nachlesen bzw. ich kann das mal erläutern.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.12.2014 um 10:37 Uhr
Kurze Antwort zu Frage, Frau Keiner:
Der Internationale Frauentag wurde 1910 in Kopenhagen auf Antrag von C. Zetkin, K. Duncker und anderen beschlossen.
Er sollte jedes Jahr begangen werden und in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dienen. Gleichzeitig sollte er einen internationalen Chararkter tragen.
Für heute steckt darin die Forderung nach Gleichberechtigung und auch "gleicher Lohn für gleiche Arbeit"
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.12.2014 um 08:58 Uhr
Clara Zetkin war später Reichstagsabgeordnete der KPD.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

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