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Ringvorlesung der JLU zum Thema „Konfliktregionen im östlichen Europa“

(v.l.) Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident der JLU), Prof. Dr. Monika Wingender (Geschäftsführende Direktorin des GiZo), Prof. Dr. Peter R. Schreiner (Vizepräsident für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs)
(v.l.) Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident der JLU), Prof. Dr. Monika Wingender (Geschäftsführende Direktorin des GiZo), Prof. Dr. Peter R. Schreiner (Vizepräsident für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs)
Gießen | Am 24. November startet die Ringvorlesung des JLU-Präsidenten zu aktuellen Konflikten im östlichen Europa. Die Ukraine und die Türkei stehen dabei im Vordergrund der Veranstaltung. Die Vorlesung findet immer montags um 19.15 Uhr in der Aula der JLU (Ludwigstraße 23) statt. Insgesamt besteht die Reihe aus sechs Vorträgen und endet am 2. Februar 2015.
Die Ringvorlesung des JLU-Präsidenten ist schon seit Jahren für die Aktualität ihrer Themen bekannt. „Wir setzten diese Tradition fort […]“, so seine Aussage in der Pressemitteilung, „indem wir uns […] mit Krisen beschäftigen, die seit Monaten die Welt in Atem halten.“ Der Präsident der JLU, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, betont außerdem den „klar wissenschaftlichen Fokus“ der Veranstaltung. Experten aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen werden auf die unterschiedlichen Aspekte der Konfliktregionen eingehen. Die dynamischen Veränderungen in der Ukraine, der Russlandkonflikt und die Außengrenze der EU, die Türkei, ergeben dabei die thematischen Schwerpunkte der Vorlesung.
Die wissenschaftliche Koordination der Veranstaltung wurde in diesem Jahr vom Gießener Zentrum
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Östliches Europa (GiZo) übernommen. Die geschäftsführende Direktorin, Prof. Dr. Monika Wingender, erklärt, dass der West-Ost-Konflikt während des Kalten Krieges klarer definiert gewesen sei. Nach dem Zerfall der Sowjetunion ist das Verständnis vom Westen und Osten in Europa massiv verändert worden, dabei soll der Osten jedoch abhandengekommen sein. Was also genau ist der Osten? Wie kann er definiert werden und wie sieht er sich selbst? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Ost und West?
Bei den Fragen geht es um mehr als nur um eine geopolitische Aufteilung: es geht um Grenzen historischer, kultureller und nationaler Natur. Diese „komplexe Geschichtswerdung“ und „vielschichtige Umdeutung“ spiegeln sich auch in der heutigen Ukraine wider. Ein wichtiges Ziel stelle demnach, die wissenschaftliche Aufarbeitung der Krise dar.
Die Türkei steht sowohl politisch als auch kulturell zwischen Europa und der islamischen Welt. Die starken Verschränkungen mit der Türkei, das Verhältnis der einzelnen Länder zueinander, wie Russland zu Ukraine oder zu Polen, die Rolle Deutschlands, sowie die neu entstandenen Allianzen und ihre Entwicklungen - all diese Punkte sind im Kontext heutiger Konflikte von Bedeutung und sollen in der Vorlesung behandelt werden.
Eine wichtige Frage stellt auch die Rolle der Medien dar. Über die Medienrezeption und das Bild vom Westen und Osten wird der ukrainische Journalist, Juri Durkot, sprechen. Auch renommierte Literatur- und Geschichtswissenschaftler werden ihre Sichtweise präsentieren und schließlich zur Diskussion stellen.
Die Vorlesungsreihe beginnt mit dem Thema „Ukraine im Spannungsfeld zwischen Wünschen und Realität“, geht zu Vorträgen über die Verhältnisse zwischen Polen und Ukraine, sowie Ukraine und Russland über, behandelt danach die völkerrechtlichen Aspekte der Ukrainekrise und wechselt dann zur Vorlesung mit dem Titel „Die Türkei zwischen Ost und West - Einblicke aus der türkischen Literatur“. Die Veranstaltungsreihe schließt mit dem Vortrag zum Thema „Drei Städte: Petersburg - Moskau - Kiew. Die russische Intelligenzia und die Ukraine“ ab.
Die Reihe wendet sich gleichermaßen an ein studentisches Publikum und an die Öffentlichkeit in Stadt und Region. Alle Veranstaltungen finden in der Aula im Universitätshauptgebäude (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen) statt. Der Beginn ist jeweils um 19.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.742
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.11.2014 um 20:21 Uhr
Eintritt frei - prima. Immer montags ab 19.15 h - das passt, die Montagsdemo geht ja bis 19 Uhr. Ich denke ich werde einmal reinschauen.

Nähere Informationen zum Vortrag am 24.11.14

"(....) Die Vorlesungsreihe beginnt am Montag, 24. November 2014, mit dem Vortrag „Die Ukraine im Spannungsfeld zwischen Wünschen und Realität“ des Journalisten, Publizisten und Übersetzers Juri Durkot, der die ganz aktuelle Situation im Land beleuchtet und einordnet. Die dramatische Situation in der Ukraine spitzt sich immer weiter zu. Der Krieg im Donbas scheint weiter zu eskalieren. Der Westen sieht eher ratlos zu. Gleichzeitig muss Kiew von Grund auf alle Institutionen reformieren, wenn das Land aus der schweren Krise herauskommen will. Ein vernünftiger Dialog mit Russland scheint im Moment kaum möglich zu sein. Wird die Ukraine immer kleiner? Kann ein großer Konflikt noch vermieden werden? – dies fragt der Journalist Durkot in seinem Vortrag. Die anschließende Diskussion wird von Prof. Wingender moderiert. (...)"

Quelle: http://www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/veranstaltungen/sonstige/ringvl
Martin Wagner
2.742
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.11.2014 um 06:40 Uhr
Habe es gestern Abend geschafft.

Erstaunlicherweise war die Aula gut besucht.

Also meiner Meinung nach hat es der Referent "nicht gebracht".

Da war mir bei Weitem zu viel eigene Meinung drin und zu wenig Fakten, welche die Einschätzungen des referenten widersprechen (könnten).

Natürlich gibt es keine wertfreie Wissenschaft. Aber ich denke schon, dass jeder Referent versuchen sollte seinen Vortrag so "durchsichtig zu machen", dass dem Zuhörer klar wird: Hier redet er von Fakten und da von seiner politischen Einschätzung. Jeder Fakt "verleitet" zwar zu einer Unterstützung einer Einschätzung (also wird sch jeder Referent die Fakten raussuchen, welche zu seiner Einschätzungpasen) aber dieser Referent - so mein Eindruck - hat seinen Auftritt grundweg so aufgebaut: Was will ich politisch rüber bringen .... achja ..... "der Böse" ist grundsätzlich in diesem Konflikt "der Russe" ersatzweise "der Putin" ... also dann muss ich das und das an Fakten anführen ....!

Meine Einschätzung nach gibt es aber in diesem Konflikt nicht nur "einen Bösen" sondern mindestens zwei.

Der Veranstalter ist zu bedauern, dass er kein Besseren für den Einstieg ins Thema gefunden hat. (Ich will ihm nicht unterstellen, dass er einen Nachplapperer des Mainstreams in unseren Medien bewusst gesucht hat.)

Aber das macht ja Nichts. Es ist eine Vortragsreihe und da kommen bestimmt auch Referenten, welche das Ganze nicht so sehr aus der Sicht der Unterstützer der Ukrainischen Regierung beleuchten werden.
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von:  Magdalena Skorupinska

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Interessensgebiet: Gießen
Magdalena Skorupinska
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