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Fünf Jahre Orgelmusik St. Thomas Morus

Förderverein St. Thomas Morus Gießen e.V.
Förderverein St. Thomas Morus Gießen e.V.
Gießen | Mit der 21. Orgelvesper am ersten Adventssonntag, dem 30. November 2014, in der St.-Thomas-Morus-Kirche ist ein Meilenstein erreicht worden. Seit fünf Jahren, dem ersten Adventssonntag am 29. November 2009, hat sich die Reihe dieser kleinen, geistigen Konzerte mit Schwerpunkt Orgelmusik an St. Thomas Morus als regelmäßige, kirchenmusikalische Veranstaltung in der Stadt Gießen etabliert.
Anfangs teilweise von Widerständen begleitet, überzeugte das Konzept einer Orgelvesper als Schnittstelle zwischen kulturellen Konzertangebot und liturgischer Feier mit gottesdienstähnlichen Charakter und spricht auf diese Weise ein Publikum an, dass sich sowohl als durchaus „kirchenaffin“ und kulturell interessiert bezeichnen lässt, aber auch Teile der klassischen Kirchengemeinde miteinbezieht. Damit leisten die Orgelvespern in St. Thomas Morus einen wichtigen Beitrag zur Öffnung von Kirche und dem Kirchenraum als allgemeines Kulturgut, ohne dabei missionarisch wirken zu wollen.

Orgel als allgemeines Kulturgut

Begleitet waren die Orgelvespern von anfang an von dem Bemühen, die dringend notwendig gewesene Sanierung der Großen
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Kreienbrink Orgel von 1971 mit der Sammlung von Spenden zu unterstützen. Dieses Unterfangen konnte, nicht zuletzt dank dem Einsatz des im vergangenen Jahr gegründeten Förderverein St. Thomas Morus und zahlreicher Spender und Unterstützer erfolgreich abgeschlossen werden. Gerade auch das Engagement des Fördervereins hat der Reihe kirchenmusikalischer Konzerte an St. Thomas Morus in diesem Jahr eine neue Aufmerksamkeit verschafft und wird dies auch im kommenden Jahr tun (Die Termine finden dazu finden Sie auf der Homepage unter http://musik-in.gs80.de/).
Jakob Ch. Handrack, C-Kirchenmusiker und seit 2007 Organist an St. Thomas Morus erinnert sich: „Mit dem Begriff der Orgelvesper konnte anfangs von den Gemeindeverantwortlichen niemand etwas anfangen. Dabei ist der Begriff als kirchenmusikalische Gattungsbezeichnung keine Neuerfindung.“ Handrack, der die kirchenmusikalische C-Ausbildung am Kirchenmusikalischen Institut in Mainz von 2000-2002 absolvierte weiter: „Meine ehemalige Orgellehrerin, Regionalkantorin Regina Engel (geb. Werner) hat uns Orgelschüler auf solche Orgelvespern hingeführt, mit dem Ziel, das im Unterricht erarbeitete dann in solchen geistigen Andachten vorzutragen. Da kamen dann meistens nicht mehr als fünf bis zehn Zuhörer.“ Zu den heutigen Orgelvespern in St. Thomas Morus kommen im Schnitt zwischen 30 und 50 Zuhörern.
Kirchenmusiker Jakob Ch. Handrack
Kirchenmusiker Jakob Ch. Handrack
Die Attraktivität liegt in dem breiten Angebot an Repertoire und Stilen, mit dem jeder Organist dem Instrument seinen eigenen Stempel aufdrückt. 13 Organisten haben in den fünf Jahren im Rahmen der Orgelvespern die Orgel des Orgelbauers Matthias Kreienbrink traktiert.
Darunter haben neben- und ehrenamtliche Organisten wie zum Beispiel Pfarrer Hans-Joachim Wahl von St. Bonifatius oder die Medizinstudentin Katharina Henke, freischaffende Organisten wie der Wetterauer Organist Christoph Brückner (Limeshain/Altenstadt) und absolvierte A-Kirchenmusiker wie die Kantoren der Evangelischen Wicherngemeinde und der Evangelischen Kirche Klein-Linden, Michael Klein und Johannes Becker, sowie die Regionalkantoren Regina Engel (Neu-Isenburg), Ralf Stiewe (Gießen) und Thomas Wiegelmann (Bad Orb) gewirkt.

Kirche muss neue Wege gehen.

Als im vergangenen November der ehemalige Kirchbauverein als Förderverein St. Thomas Morus Gießen e.V. aus der Taufe gehoben wurde, erwiesen sich die Orgelvespern an St. Thomas Morus als geeigneter Katalysator, den Aktivitäten des Fördervereins
Vorschub zu leisten. Sie bewirkten eine Initialzündung und beschleunigten die gemeinschaftsbildende Entwicklung und damit einhergehende Identifikation zwischen Kirche und Verein unter den Aktiven. Längst hatte sich die Orgelvesper in St. Thomas Morus da zu einer alternativen Form der „Gemeindefeier“ entwickelt. In Zeiten, in denen durch den Priestermangel immer mehr Gemeinden mit immer weniger Geistlichen auskommen müssen, bieten solche Formen spiritueller Feiern eine Alternative zur sonntäglichen Eucharistiefeier, Gemeinde zu leben.

Mit der kommenden Orgelvesper am ersten Adventssonntag um 16 Uhr wird zum erstenmal der Kammerchor der Katholischen Hochschulgemeinde unter Leitung von Regionalkantor Ralf Stiewe in St. Thomas Morus zu Gast sein. Der Eintritt ist frei. Spenden unterstützen die Fortführung der Reihe kirchenmusikalischer Aktivitäten an St. Thomas Morus. Weitere Informationen unter http://musik-in.gs80.de

Förderverein St. Thomas Morus Gießen e.V.
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Kirchenmusiker Jakob Ch. Handrack
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Kreienbrink Orgel von 1971
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Kammerchor der KHG Gießen
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