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Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Gießen | Aber mit welchem Strafmaß? Ein junger Mann ist in einer Ausbildung und die Anmeldung zur Prüfung ist fällig. Am betreffenden Morgen kann er nicht rechtzeitig aufstehen, weil er durch einen Rückenschaden vom Vortag bewegungsunfähig ist. Selbstverständlich krank geschrieben. Die Wochenberichte als Teil der Prüfungsunterlagen müssen an diesem Tag um Punkt 8 Uhr abgegeben werden. Der Postweg ist ausgeschlossen. Der Auszubildende schafft es erst gegen 10 Uhr, sich dort hin zu quälen. Zu spät. Termin ist Termin. Alles muss seine Ordnung haben. Richtig!
Jetzt darf er 6 Monate auf die Prüfung warten, vermutlichst bis dahin ab Februar arbeitslos und dann für 600 Euro Eigenzahlung die Prüfung extern, also ohne Betriebshintergrund absolvieren. Auf Grund seiner jungen Jahre und fehlender Lebenserfahrung ist er nicht auf die Idee gekommen, z.B. ein Taxi zu beauftragen, die Unterlagen zu übergeben. So etwas habe ich als Taxifahrer gemacht. Kein Problem.
Gute Leistungen in der ges. Ausbildung werden ihm bescheinigt. Der Betrieb kann ihn aber leider nicht übernehmen.
Abwegungsgeschichte. Meine Meinung: Wir verwalten uns tot und fallen über unsere eigenen Beine. Fachkräftemangel!
Vielleicht möchte ja die IHK dazu etwas sagen und hat im günstigsten Fall eine Lösung, ruhig mit einer kleinen Strafe für den jungen Menschen, der so sein Arbeitsleben beginnt.

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Kommentare zum Beitrag

Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 13.11.2014 um 10:45 Uhr
Klingt sehr abenteuerlich......der junge Mann hatte doch sicher einen Ausbilder, hat dieser auch "gebummelt"? Prüfungstermine sind grundsätzlich fix, ob uns das gefällt oder nicht, Punkt.
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.11.2014 um 11:23 Uhr
So sehe ich das auch. Hier hat der Ausbilder geschlafen !
Meine Unterlagen zur Pruefung wurden alle vom Ausbildungsbetrieb an die IHK gesendet ! Der Betrieb hatte ja schlieslich ein Interesse daran das die Pruefung abgelegt werden konnte und damit das Ausbildungsverhaeltnis erfolgreich beendet werden konnte. Fuer einen Betrieb ist es nicht gerade Werbung wenn er seine Auszubildenden so im Stich laesst. Sollte jedoch der Auszubildende seine Unterlagen wie Berichtshefte bei seinem Betrieb einfach nicht vorgelegt haben koennte das wiederum auf Schlampigkeit des Auszubildenden zurueck zu fuehren sein. Aus welchem Grund der Auszubildende sich selbst kuemmern musste wird uns ja leider nicht gesagt.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.11.2014 um 17:33 Uhr
Ich kann mich den Vorrednerinnen nur anschließen - das ist eigentlich Sache des Arbeitgebers (!) und der hat zur Anmeldung genügend Zeit !
Aber evtl. sieht es in Deinem Beispiel etwas anders aus, ist aber aus dem Beitrag nicht zu entnehmen.
Dieter Petersen
1.446
Dieter Petersen aus Gießen schrieb am 13.11.2014 um 23:28 Uhr
Danke an Euch für die Kommentare. Es geht tatsächlich nur um die Berichtshefte. Die Firma hatte die Anmeldungsformulare rechtzeitig weitergeleitet. Die Berichtshefte sind in der Firma nicht rechtzeitig abgegeben worden und dann zum beschriebenen Termin zu spät eingereicht. Kann man also so und so sehen. Geschlampt seitens des Auszubildenden, nicht viel unternommen (22 Jahre entsprechende Kompetenz), um es zu bügeln. Aber jetzt ein Schrottanfang des Berufsweges wegen zwei Stunden nach dem Endtermin.
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 14.11.2014 um 00:29 Uhr
Wer die Schulzeit bereits als stressig bezeichnet, wird es im Ausbildungsverlauf, sowie im Berufsleben verdammt schwer haben...
Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 14.11.2014 um 07:33 Uhr
Sorry, aber Berichtshefte muessen in den meisten handwerklichen Berufen taeglich gefuehrt werden. Im Handel woechendlich. Zu kontrollieren vom Ausbilder monatlich. Es gibt in der ganzen Zeit nur einen wichtigen Termin fuer die Berichtshefte. Wenn ich natuerlich aus Faulheit diese Hefte erst ein halbes Jahr vor der Pruefung Anfange zu schreiben, weil der Ausbilder nur ermahnt hat ,und dann nicht fertig werde wenn der Termin ist ,bekomme ich die letzte frist einige Stunden vor Pruefungsbeginn. Dann kann es natuerlich durch krankheit in die hose gehen. Das ist aber nicht wegen diesem einen Termin. Der ,,Junge,, Mann haette seine proiritaeten auf die Ausbildung setzen sollen. Jetzt bekommt er was er sich ,, erarbeitet hat,, . Dafuer habe ich kein Mitleid. Das der Ausbilder in diesem Fall der Selbstverschuldeten Pruefungsausschluss die Ausbildung nicht fortsetzt kann ich verstehen ! Mit 22 Jahren muss man gelernt haben Termine ein zu halten , gerade wenn es um so wichtige Dinge wie die Ausbildung geht. Vieleicht lernt er jetzt das eine Ausbildung auch kostet !
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.11.2014 um 08:39 Uhr
Die Auszubildenden müssen so genannte " Wochenberichte" schreiben, die in regelmäßigen Abständen ( Betriebsinterne Lösung ) dem Ausbilder vorgelegt werden müssen !
Dieses Berichtsheft ( mit den unterzeichneten Arbeitsbeschreibungen ) muss zusammen mit der Prüfungs-Anmeldung eingereicht werden.

PS: durch G8 befinden sich die Schüler sehr wohl in permanentem Stress !
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 14.11.2014 um 10:35 Uhr
Niemand wird gezwungen, sein Abi ein Jahr früher zu machen, zumal auch ich vor 31 Jahren das Vergnügen hatte, Abi zu machen und zwar neben Zupacken in Landwirtschaft, Haushalt, Babysitten, Sportverein, sowie zweimal pro Woche jobben: Das Ganze natürlich ohne PC und Internetrecherche.....Kann es sein, dass die Generation Y auf hohem Niveau jammert und ein wenig zu "Verhätschelt" ist?
Sabine Manuela Kuhl
242
Sabine Manuela Kuhl aus Gießen schrieb am 14.11.2014 um 11:01 Uhr
Nachtrag: Wir reden hier doch über junge Erwachsene? Bildung ist ein Privileg, eine Riesenchance sich bestmöglich zu entwickeln. Wer das lediglich als große Belastung sieht, muss sich fragen, ob der beschrittene Ausbildungsweg tatsächlich der Richtige ist.....
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.11.2014 um 22:44 Uhr
Auch heute gibt es noch jede Menge Studies, die ihr Studium mitfinanzieren müssen, die nebenher noch Jobs ausüben, um zu überleben.
Zudem gibt es auch jede Menge Azubis, die gewissenhaft ihre Lehre bestreiten und sich an Termine halten.

Sicher, nicht alle - aber gab es vor 30 Jahren nicht auch schon Inkonsequenz unter den Jugendlichen ?

Prinzipiell aber gebe ich Ihnen Recht, Frau Kuhl : etwas "verhätschelt" sind sie oft - es ist eine andere Generation !

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von:  Dieter Petersen

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Dieter Petersen
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