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Zum heutigen Jahrestag des Mauerfalls ein paar Bilder aus dem Herbst der DDR

Grenzübergang bei Bebra
Grenzübergang bei Bebra
Gießen | Zufällig fiel mir gestern ein Diakasten mit ein paar Bildern von einem DDR Besuch im Jahr 1979 in die Hände. Die DDR war damals gerade 30 geworden, der Herbst ihres Lebens, ganze 10 Jahre lagen noch vor ihr. Ich habe ein paar der Dias auf die Schnelle einfach mit der Makroeinstellung der Kamera abfotografiert, um sie für alle, die der DDR noch nachtrauern sollten, einzustellen. Die eingeschränkte Qualität der Kopien, die auf diese Weise entstanden, dürfte dem Thema angemessen sein.

Grenzübergang bei Bebra
Grenze BDR - DDR
Autobahn in Thüringen
Da fühlte sich doch sicher jeder angesprochen
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Und das Resultat konnte sich sehen lassen.
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Adorf im Vogtland
Es gab Kohlen
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Dafür gerade keine Filtertüten
Südfrüchte war eher ein Fremdwort in der DDR
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Dass in dem Jahr auch der Herbst der DDR angebrochen war, ahnte man wohl nicht nur in diesem Schuhgeschäft nicht.
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Schaufenster von innen
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Immerhin, Arbeitslosigkeit war auch ein Fremdwort
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Die simpelste Methode Dias zu kopieren
Passend zum Abschluss: Rat und Dank von einer Gießener Mauer
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DDR-Grenze (7)DDR (37)
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
21.011
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 09.11.2014 um 14:15 Uhr
Da wir keine Verwandten drüben hatten, bin ich niemals in der DDR gewesen. Erstmals fuhren wir 1992 über die nicht mehr existierende Grenze nach Thüringen, nach Eisenach. Das sah damals noch schlimm aus.
Jutta Skroch
13.756
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 09.11.2014 um 18:55 Uhr
Ich war noch zu DDR Zeiten in Bad Sooden Allendorf zur Kur und fand die Zonengrenze damals als sehr beklemmend. In Ost Berlin war ich auch mal und ich hätte Schnaps oder Kaffee ohne Ende bekommen können, aber keinen Tee.
Christine Weber
7.497
Christine Weber aus Mücke schrieb am 09.11.2014 um 20:50 Uhr
Da ich aus Leipzig stamme, waren wir oft in der damaligen DDR. Wir haben die "Planwirtschaft" der DDR immer hautnah mitbekommen. Meistens bekamen wir zur Antwort, das haben wir nicht. Ich kann mich an eine Begebenheit erinnern, als ich 1964 in der DDR zu Besuch bei meiner Oma war. Wir waren in Leipzig in der großen HO. Durch Zufall bekamen wir mit, dass es Kondensmilch gab. Oma bat uns, dass wir uns auch anstellen, weil jeder nur 2 kleine Fläschchen dieser Milch bekam. Da meine Schwester mit war, hatte Oma jetzt 6 Fläschchen bekommen. Auch Zigaretten waren - wie so vieles - Mangelware. Wenn ich da heute von einem ehemaligen DDR-Bürger höre: "Uns ging es gut. Wir konnten alles kaufen", da kann ich nur noch lauthals lachen.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.11.2014 um 08:53 Uhr
Ja die Bilder sprechen Bände sicherlich könnte man noch viel Berichten. Außer den Verwandtschaftsbesuchen die immer ein Erlebnis waren. Bis zum eingezogenen Fix und Foxi Heftchen weil das ja aus den USA stammt war für mich das schlimmste Erlebnis als ich mit dem Fußballverein in der DDR war. Zu diesem Zeitpunkt war ich bei der Bundeswehr und habe mir die Einreise genehmigen lassen müssen. Die Ostbehörden brauchten dazu ein halbe Ewigkeit. Da ich Sanitäter war haben sie mich wohl als ungefährlich eingeschätzt und die Einreise erlaubt. Was ich dann erlebte hat mich tief und negativ beindruckt. Meine Mannschaftskammeraden durften alle in dem Ort bei Familien schlafen in dem wir eingeladen waren. Mich trennte man von meinen Mitspielern und fuhr mich nachts einige Kilometer weiter in die nächste größere Stadt (Sangershausen). Gesagt wurde mir für mich hätte man keine Gastfamilie gefunden und der nette Herr sei Manager der Fußballmannschaft er wohne halt nur so weit weg. Ich wurde im Kinderzimmer untergebracht was seltsam leergeräumt war. Der Sohn sei auf einem Sportinternat. Das alles war noch immer Frühjahr 1989. Ein mulmiges Gefühl. Vor allen Dingen weil ich merkte, dieser nette Herr hatte mit der Fußballmannschaft gar nichts zu tun. Er stand auch den ganzen Abend und den nächsten Tag nur bei mir und bemühte sich mich von anderen Einheimischen fernzuhalten. Bei einem Gegenbesuch nach Fall der Mauer wurde ich dann aufgeklärt. Ich stand unter der netten Beobachtung der Stasi….wie ich es schon vermutet hatte. Für mich ein krankes Regime. Umso mehr freu ich mich, dass die Mauer gefallen ist und die Menschen der DDR die Freiheit erhalten haben. In den nächsten Wochen fahre ich ohne Aufwand zu unseren Verwandten nach Weimar, das ist einfach toll. Die Geschichtsverdreher und Leugner und diejenigen die den Kommunismus oder das DDR Regime Verherrlichen kann ich nur mit Abneigung begegnen. Sicherlich hatte die DDR auch viel Gutes dazu gehörte aber sicherlich nicht diese Art der Menschenverachtenden Politik.
Christine Weber
7.497
Christine Weber aus Mücke schrieb am 10.11.2014 um 10:25 Uhr
Ja Herr Büttel. Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Es war schon sehr menschenverachtend, wie diese Leute mit den "unliebsamen" Menschen in der DDR umgingen. Kritik war nicht erwünscht. Man musste vorsichtig sein mit jedem Wort, das man sprach. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich meine Verwandten wiedersehen durfte. Aber so schwer mir der Abschied von meiner Omi immer auch fiel, ich war froh, als wir die Grenze in die BRD wieder überschritten hatten. Es ist gut, dass dieser Unrechtsstaat nicht mehr besteht. Aber für die "Wendehälse" ist alles nicht so schlimm gewesen.
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